Mord und 23-facher Mordversuch

11. Januar 2018 16:48; Akt: 11.01.2018 18:00 Print

Gasexplosion in Hernals: Lebenslang für 56-Jährigen

Weil er vorsätzlich eine Gasexplosion ausgelöst haben soll, ist ein 56-Jähriger am Donnerstag zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er war wegen Mordes und 23-fachen Mordversuchs angeklagt.

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Der 56-Jährige hatte im vergangenen Jahr in seiner Wohnung in Wien-Hernals vorsätzlich eine Gasexplosion ausgelöst. Laut Anklage war es ein Racheakt, weil er delogiert werden sollte. Durch die Explosion starb der Hausverwalter, die Anklage lautet deshalb auf Mord und 23-fachen Mordversuch.

Der Angeklagte selbst hatte stets abgestritten, dass es sich um Absicht gehandelt hatte. Sein Mithäftling sagte vor Gericht jedoch aus, der 56-Jährige habe ihm erzählt, dass er den Gashahn absichtlich aufgedreht habe. Er hätte ihm bereits im Dezember anvertraut, den Hausverwalter und den Gerichtsvollzieher aus "Zorn" "hochgejagt" zu haben.

Als der Hausverwalter zusammen mit einem Schlüsseldienst und einem Anwalt vor der Tür stand um den 56-Jährigen zu delogieren, kam es zur Explosion.

Das Gericht schenkte der Aussage des Mithäftlings mehr Glauben als der des Angeklagten. Am Donnerstag wurde der 56-Jährige schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alex am 11.01.2018 17:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glaube ist ein Beweis!!!

    Was die Richter so alles glauben...? Beweisen muss die Justiz bei uns ja nichts, es zählt für die Urteilsbegründung nur deren Glaube!!! Tja, Recht und Gerechtigkeit sind halt 2 paar Schuhe ! Wer sich mit den Gerichten auskennt, der weiß das!

    einklappen einklappen
  • Benjamin 33 am 11.01.2018 18:48 Report Diesen Beitrag melden

    ein Beamter war er nicht

    denn dann hätte man ihm die Notstandsunterstützung nicht streichen können und die Miete wäre von der Pension bezahlt worden. Die Welt ist einfach so was von gerecht ! Bei einem Asyllanten wäre wohl dreimonatiges Gasherdverbot ausgesprochen worden

  • Aloia Mitterlehner am 11.01.2018 17:13 Report Diesen Beitrag melden

    Der Mithäftling kommt dafür früher raus

    und so gleicht sich das wieder aus und alle sind zufrieden weil Recht und Ornung wiederhergestellt wurde.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Robert am 11.01.2018 23:48 Report Diesen Beitrag melden

    Pension zu niedrig? Lebenskosten zu hoch

    Der wollte sich sicher nur die horenden Mietpreise in Zukunft erspahren... kein Wunder bei der Pension!

  • Peter am 11.01.2018 19:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Absolut unverzeihbar,

    aber da sieht man zu welchen Greueltaten Menschen in unserem Land getrieben werden!

  • Benjamin 33 am 11.01.2018 18:48 Report Diesen Beitrag melden

    ein Beamter war er nicht

    denn dann hätte man ihm die Notstandsunterstützung nicht streichen können und die Miete wäre von der Pension bezahlt worden. Die Welt ist einfach so was von gerecht ! Bei einem Asyllanten wäre wohl dreimonatiges Gasherdverbot ausgesprochen worden

  • Alex am 11.01.2018 17:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glaube ist ein Beweis!!!

    Was die Richter so alles glauben...? Beweisen muss die Justiz bei uns ja nichts, es zählt für die Urteilsbegründung nur deren Glaube!!! Tja, Recht und Gerechtigkeit sind halt 2 paar Schuhe ! Wer sich mit den Gerichten auskennt, der weiß das!

    • Gerhard am 11.01.2018 18:45 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt leider :(

      Richtig, die Unschuldsvermutung gilt offensichtlich nur bei "unabsichtlich" gelösten Schüssen und ähnlichen "Vorfällen"... da sucht man dann sogar noch aktiv nach Ausreden.

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  • Gernot W. am 11.01.2018 17:30 Report Diesen Beitrag melden

    Gut für die Arbeitslosenstatistik

    Ein Langzeitarbeitsloser weniger allerdings dafür ein Häfenbruder mehr.