Stromfallen, Reizgas

08. März 2018 05:23; Akt: 07.03.2018 18:17 Print

Glücksspiel: Brutale Attacken auf Kontrollore

Die Kontrolle des Glücksspielgesetzes und des Spielerschutzes unterliegt der Finanzpolizei. Doch die Beamten geraten bei ihrer Tätigkeit zunehmend in Gefahr.

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Im vergangenen Jahr kontrollierte die Finanzpolizei, angesiedelt im Bundesministerium für Finanzen, 1.491 Betriebe in Österreich und beschlagnahmten dabei 2.820 Geräte. Im Vergleich zu 2016 entspricht das einer Steigerung von 131 Prozent.

Allerdings geraten die Finanzpolizisten bei der Ausübung ihrer Tätigkeit zunehmend in gefährliche Situationen. Mit immer brutaleren Methoden versuchen Betreiber illegaler Glücksspiellokale Kontrollen zu unterbinden.

Türen unter Strom, Reizgas ausströmende Geräte

Die Betreiber illegaler Glücksspiel-Lokale setzen der Finanzpolizei vermehrt brutal Widerstand entgegen. Dazu gehören etwa das Unter-Strom-Ssetzen von Eingangstüren zu den Lokalen, das Einbetonieren von Automaten bis hin zur Platzierung von präparierten Geräten, die beim Öffnen Reizgas ausströmen.

Im Vergleich dazu wirken die unbefugten Aufnahmen der Kontrollorgane durch Videokameras geradezu harmlos. Mit den Bilder versuchen Spiellokale die Beamten der Finanzpolizei leichter identifizierbar zu machen.

Verstärkte Zusammenarbeit mit Polizei

Als Folge der bedrohlichen Entwicklung wurde die Kooperation zwischen Finanzpolizei und Polizei generell verstärkt, heißt es aus dem Finanzministerium. Auch deshalb, weil viele Vergehen bereits in den Bereich der organisierten Kriminalität fallen.

Der Leiter der Finanzpolizei Wilfried Lehner gibt sich dennoch kämpferisch. "Der massive Widerstand der illegalen Glücksspiel-Betreiber wird uns nicht abhalten, unsere gemeinsame Arbeit entschlossen fortzusetzen", betont der Beamte.

Nebelgranate in Alsergrunder Spiellokal

Erst vergangener Woche gelang der Finanzpolizei in Wien ein Schlag gegen zwei illegale Lokale. Das erste lag in Meidling und war durch eine massive Spezialtür mit Magnetplatten gesichert. Weil Widerstand seitens des Inhabers nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden die Finanzpolizisten durch ein Team der Wiener Polizei begleitet. Erst mit Hilfe eines Schlossers konnten die Beamten das Lokal betreten.

Obwohl die Automaten ausgeschaltet waren, konnten die Kontrollorgane durch eine gefunden Fernbedienung und ein in einem Papierkorb entsorgtes Geldbündel illegales Glücksspiel nachweisen.

In einem Lokal im Alsergrund konnte sich die Finanzpolizei erst mithilfe der WEGA Zutritt verschaffen. Durch das rasche Eindringen hatten die Betreiber keine Zeit mehr, die illegalen Glücksspiele auszuschalten. Neben den Automaten wurden auch zahlreiche installierte Kameras und sogar eine Nebelgranate sichergestellt und entschärft.

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(lok)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Michael am 08.03.2018 06:30 Report Diesen Beitrag melden

    Stromfallen

    Das kommt doch schon einem versuchten Mord nahe - in den Stromkreis geraten bedeutet Lebensgefahr. Hoffentlich sehen das die Gerichte auch so - aber ich denke, da macht sich der brave Staatsbürger wohl falsche Hoffnungen

  • Chesterfield am 08.03.2018 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Die Vernebelung mit der "Nebelgranate"

    Hab mal gegoogelt. Offenbar handelt es sich bei der "Nebelgranate" um einen Dampfgenerator mit lebensmittelsechtem Nebel (auch in Discos) der durch die Sichtbehinderung als Einbruchsschutz dient. Ein illegaler Betrieb kann wohl schlecht die Polizei rufen bei einem Einbruch! Gefährdet also kaum die Polizei, dauert halt nur länger bis die was sehen.

  • Southpaw am 08.03.2018 08:39 Report Diesen Beitrag melden

    Antifa

    Na da kann die Eva ja ihre Antifa und Schwarzer Block Erfahrungen mit einbringen :)

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Chesterfield am 08.03.2018 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Die Vernebelung mit der "Nebelgranate"

    Hab mal gegoogelt. Offenbar handelt es sich bei der "Nebelgranate" um einen Dampfgenerator mit lebensmittelsechtem Nebel (auch in Discos) der durch die Sichtbehinderung als Einbruchsschutz dient. Ein illegaler Betrieb kann wohl schlecht die Polizei rufen bei einem Einbruch! Gefährdet also kaum die Polizei, dauert halt nur länger bis die was sehen.

  • Southpaw am 08.03.2018 08:39 Report Diesen Beitrag melden

    Antifa

    Na da kann die Eva ja ihre Antifa und Schwarzer Block Erfahrungen mit einbringen :)

    • Wissender am 13.03.2018 18:56 Report Diesen Beitrag melden

      Irrtum

      Novomatic betreibt keine illegalen Lokale!

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  • Sepp am 08.03.2018 07:52 Report Diesen Beitrag melden

    Schwachsinn wie hier seitens der Politik

    agiert wird. Der Staat darf Glückspiel anbieten, Novomativ und Admiral werden quasi geschützt und die kleinen werden kriminalisiert. Viele Spieler weichen nach Tschechien aus und das verspielte Geld finet den Weg nach Österreich nicht mehr.

    • Chesterfield am 08.03.2018 15:03 Report Diesen Beitrag melden

      Online und Handy.

      Die ich kenne spielen und wetten am Handy. Da geht keiner in irgendein Hinterzimmer oder gar ins Novomatic Casino.

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  • Michael am 08.03.2018 06:30 Report Diesen Beitrag melden

    Stromfallen

    Das kommt doch schon einem versuchten Mord nahe - in den Stromkreis geraten bedeutet Lebensgefahr. Hoffentlich sehen das die Gerichte auch so - aber ich denke, da macht sich der brave Staatsbürger wohl falsche Hoffnungen