Vater gegenüber TV-Sender

15. Mai 2018 21:06; Akt: 15.05.2018 21:20 Print

"Er wollte auch schon seinen Bruder umbringen"

Laut dem Vater des mutmaßlichen Mädchen-Killers von Dittes-Hof vermutet die Polizei bei dem 16-Jährigen eine psychische Krankheit.

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Robert K. soll das Mädchen in der elterlichen Wohnung ermordet haben. Er will am Freitag eine "allgemeine Wut" verspürt haben: Hadishat war nach seinen Angaben einfach Ihr Tod schockte ganz Wien: Die erst sieben Jahre alte Hadishat wurde am Samstag (12. Mai) Ihre Leiche wurde am Samstag (12. Mai) in einer Wohnhausanlage in der Heiligenstädter Straße in einem Mistkübel entdeckt. Das Mädchen wurde Freitagabend als vermisst gemeldet, nachdem es beim Spielen am Nachmittag plötzlich verschwunden war. Fieberhaft suchten auch Freunde und Verwandte nach dem Kind: Auch auf Facebook wurde ein Suchaufruf gestartet. Wie die Polizei mitteilte, wurde daraufhin von der Polizei im Bereich der Wohnhausanlage und Umgebung eine Suchaktion gestartet. Im Zuge dieser Suchaktion machten Polizisten am Samstagmorgen schließlich die schreckliche Entdeckung. Gegen 8.30 Uhr fanden die Beamten den Leichnam des vermissten Mädchens. Die kleine Hadishat mit tschetschenischen Wurzeln wurde in Plastik gewickelt und ihre Leiche im Restmüll entsorgt. Laut Obduktion wurde das Mädchen durch einen Messerstich getötet. Noch am Samstag musste die Mutter ihre Siebenjährige identifizieren. Bei der Obduktion wurden keine Anzeichen auf ein Sexualdelikt festgestellt, so Polizeisprecherin Irina Steirer. "Ich weiß nicht, wie ich weiterleben soll", klagte die verzweifelte Mutter, Zarema G., "Welche Bestie hat mir das angetan? Denn ein Mensch, der nur etwas Herz hat, kann so etwas nicht machen. Sie war so ein liebes Mädchen - unser Sonnenschein." "Ich kann einfach nicht fassen, was passiert ist. Ich will nicht glauben, dass meine süße Hadishat nicht mehr bei der Tür hereinkommen wird." "Hadish hat niemandem etwas getan. Warum bringt jemand ein unschuldiges Kind um und entsorgt es wie ein Stück Abfall?", so Mama Zarema und äußert einen schrecklichen Verdacht. "Es war bestimmt jemand aus diesem Hof - das spüre ich", hatte sie vermutet und sollte offenbar recht behalten ... In der Nacht auf Dienstag wurde ein Nachbar wegen dringenden Tatverdachts verhaftet. Im Bild: Die versiegelte Wohnungstür des Tatverdächtigen. Der Nachbar soll in einer ersten Einvernahme die Tat ohne jegliche Emotionen gestanden haben.

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Nur Stunden nach der Festnahme seines Sohnes hat der Vater jenes 16-Jährigen, der die kleine Hadishat mit einem Brotmesser ermordet haben soll, sein Herz im tschetschenischen Rundfunk ausgeschüttet: Er habe das Opfer geliebt wie seine eigene Tochter und finde für die Tragödie keine Worte. Er sei mit den Nerven am Ende, dürfe seinen Sohn nicht sehen und konnte mit ihm auch noch nicht über die Tat sprechen.

"Die Polizei hat mir gesagt, dass er psychisch krank ist und sie hat mich gefragt, warum ich das nicht bemerkt habe", seufzt der Mann im Interview. Demzufolge sei es nicht das erste Mal, dass Robert K. Mordgelüste erfassten. "Die Polizei hat mir außerdem gesagt, dass er erzählt hat, dass er auch schon seinen jüngeren Bruder umbringen wollte."

Familien kannten sich gut

Wie am Dienstag bekannt wurde, waren das Opfer und ihr mutmaßlicher Mörder viele Jahre befreundet. Hadishat ging regelmäßig bei der Familie des 16-Jährigen ein und aus. Am Freitag folgte sie K. in gutem Glauben in die Wohnung, wo er sie ins Badezimmer stieß und ihr ein Messer in den Hals rammte. Als Motiv gab der Teenager "allgemeine Wut" an.

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    (red)

    Die beliebtesten Leser-Kommentare

    • SockenRambo am 15.05.2018 23:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      es ist wie es ist

      Man flüchtet weil es daheim soooooo schrecklich ist, wenn dann was passiert nimmt man sofort Kontakt zum heimischen Rundfunk auf und gibt ein Interview? Das Paradebeispiel für Sozialtourismusbetrügerei

    • Paul am 16.05.2018 06:07 Report Diesen Beitrag melden

      Interview

      Ein tschetschenischer Flüchtling gibt ein Interview im tschetschenischen Rundfunk!? --- Eigentlich nicht zu glauben :-(

    • lionhunter am 15.05.2018 22:45 Report Diesen Beitrag melden

      Unverständlich

      Tja so mitgenommen dass er gleich ins TV muss....

    Die neusten Leser-Kommentare

    • Renate am 18.05.2018 22:52 Report Diesen Beitrag melden

      Eltern

      Leider bei Kindern die keine Liebe und Umsorgung der Eltern bekommen .Und nicht Zeit für das Kind aufbrungen Geht immer etwas schief im leben.Er hatte es sicher nicht leicht. Jetzt passiert so etwas.Traurig.Sie hätten besser auf ihr kind achten.

    • Jassi xxx am 17.05.2018 09:06 Report Diesen Beitrag melden

      Ruhe in Frieden

      Es muss so schrecklich sein für die Eltern...man kann sich nicht mal verabschieden oder ein letztes mal ich liebe dich sagen zu seinem Kind...und das schlimmste, man konnte es nicht beschützen! Wie soll ein Mensch so einen Verlust ertragen.... was ich mit dem täter machen würde schreib ich hier lieber nicht!!!

    • Clara am 16.05.2018 22:26 Report Diesen Beitrag melden

      Mord

      So schrecklich... Finde keine Worte. Ein kleines, süßes und unschuldiges Mädchen...

    • Susanna am 16.05.2018 16:31 Report Diesen Beitrag melden

      Respekt vor Mädchen u. Frauen

      Das glaube ich nicht der will den Sohn schützen 'wollte auch den Bruder umbringen'. Nein. Die Tschtschenen haben ein ganz andere Kultur und Ehre. Dieses Mädchen war zu westlich orientiert, damit war der Täter überfordert. Die Eltern wussten mehr. Der Vater ' sagte zu den Söhnen, das Mädchen mit Respekt behandeln'. 'Die Mutter tut ihm leid'. Das sagt vieles aus !

      • Dodo2340 am 17.05.2018 04:24 Report Diesen Beitrag melden

        Westlich

        Die (meisten) Tschetschenen haben keine Kultur und einen völlig irrigen Ehrbegriff. Wieso das 7jährige Mädchen einer verschleierten Muslim für einen 16jährigen in Österreich aufgewachsenen Burschen "zu westlich" sein soll, kann ich nicht nachvollziehen.

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    • Xaver am 16.05.2018 16:23 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt was nicht

      'Er wollte auch schon seinen Bruder umbringen' erklärt der Vater im Fernsehen -Tschetschenien. Das ist eine Schutzmaßnahme, das glaube ich nicht ! Oder, dann hat der Vater zugeschaut. Da stimmt was nicht. Ich vermute, Eltern wussten mehr von der Tat!