Er ist jetzt im Häf’n

16. Mai 2018 11:25; Akt: 16.05.2018 13:26 Print

Hadishats Killer will nicht mehr mit der Polizei reden

Jetzt schweigt er! Robert K., der die kleine Hadishad im Gemeindebau getötet haben soll, verweigert jedes Gespräch mit der Kripo. Er ist jetzt im Gefängnis.

Will nicht mehr mit der Polizei reden: Der mutmaßliche Mädchen-Mörder Robert K. (Bild: Grafik Heute)

Will nicht mehr mit der Polizei reden: Der mutmaßliche Mädchen-Mörder Robert K. (Bild: Grafik Heute)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nach dem entsetzlichen Mädchen-Mord im "Ditteshof" in Wien-Döbling ist die Wiener Kriminalpolizei noch immer mit aller Kraft dabei, die Hintergründe des Verbrechens aufzuklären. Da der dringend tatverdächtige Nachbarsbub bisher kein schlüssiges Motiv angegeben hat, sollen nun das Handy und der Computer des 16-Jährigen weitere Aufschlüsse geben.

"Er lehnt Einvernahme ab"

Der von der Polizei Montagnacht festgenommene Teenager ist den Ermittlern keine große Hilfe – er will laut "Heute"-Informationen nämlich nicht mehr mit der Polizei sprechen. Auf Anfrage bestätigte Pressesprecherin Irina Steirer: "Es ist korrekt, dass er die Einvernahme, die für den gestrigen Tag geplant war, abgelehnt hat." Einen Grund für sein plötzliches Schweigen hat er den Ermittlern dem Vernehmen nach nicht genannt. Denkbar erscheint, dass er Angst vor einem intensiveren Verhör bezüglich den Tag der Tat, mögliche Mitwisser und Mithelfer hat.

Eltern sollten nicht mithören

Gleich nach seiner Festnahme hat Robert K. – wie berichtet – eine erschütternde Beichte bei der Polizei abgelegt. Montagnacht hatte er nur einen Wunsch: Er wollte nicht, dass seine Eltern dabei sind. Dann gestand er: "Ja, ich habe Hadishat getötet." Seine Beweggründe machen fassunglos. Robert K. zur Kripo: "Ich war einfach in schlechter Stimmung und hatte die ganze Woche über schon eine allgemeine Wut in mir."

Die Chronologie im Mordfall Hadishat

Chronologie des Mordfalls Hadishat

"Dann machte es Klick bei mir"

Als das Mädchen an seiner Wohnungstüre klopfte, weil sie seine Katze streicheln wollte, aß er zuerst noch seelenruhig ein Eis mit Hadishat (7). "Dann machte es irgendwie Klick bei mir", erinnert sich Robert K. Also schnappte er sich heimlich ein Küchenmesser (die Klinge war rund 20 Zentimeter lang), dirigierte die Kleine ins Badezimmer und stieß sie in die Duschtasse. "Dort verübte er die Tat", schilderte Polizei-Oberst Gerhard Haimeder bestürzt. Die Beamten wollten wissen: "Warum dieses Mädchen?" Antwort: "Sie war zur falschen Zeit am falschen Ort."

Video: So wurde nach der 7-Jährigen gesucht

Polizei-Oberst: "Es ist ihm egal"

Diese erste Einvernahme dauerte laut Polizei bis in die frühen Morgenstunden. Oberst Gerhard Haimeder konnte keinerlei Reue beim Teenager erkennen: „Von seinen Aussagen und seiner Körpersprache her ist es ihm egal." Die Ermittler wollten natürlich auch wissen, ob er jetzt Mitleid mit dem Opfer empfindet. Die schnoddrige Antwort: "Hadishat tut mir nicht leid, nur ihre Mutter."

Nähere Angaben erhofften sich die Kriminalisten durch eine zweite Einvernahme – doch dazu kam es nicht mehr. Robert K. wurde daher mittlerweile in die Justizanstalt Wien-Josefstadt überstellt.

U-Haft-Antrag wird abgeschickt

Aller Voraussicht nach wird er dort vorerst für länger verweilen müssen: Die Staatsanwaltschaft Wien beantragt im Laufe des heutigen Tages die Verhängung der Untersuchungshaft über Robert K. Es ist im gegenständlichen Fall (Mordverdacht) davon auszugehen, dass das Landesgericht dem Begehren der Ermittlungsbehörde zustimmen wird. Für Robert K. gilt die Unschuldsvermutung.

Die Fotos: Hier wurde Hadishat tot entdeckt

Mordfall Hadishat: Mädchenleiche in Döbling gefunden

Alle Artikel zum Kindermord in Döbling:

  • "Er wollte auch schon seinen Bruder umbringen."

  • Familie von Hadishats Killer unter Polizeischutz

  • Hadishats Mutter will von Tatort wegziehen

  • Mit 2 kam er nach Wien, so wurde Robert K. zum Killer

  • Killer Robert K.: "Mutter tut mir leid, Hadishat nicht"

  • Mit 2 kam er nach Wien, so wurde Robert K. zum Killer

  • "Sie war zur falschen Zeit am falschen Ort"

  • Mord an Hadishat: Es war der Nachbar!

  • Um Mitternacht klickten die Handschellen für den Killer

  • Polizeieinsatz bei Trauer für Hadishat im Dittes-Hof

  • Mord an Hadishat (7) – Das Protokoll des Verbrechens

  • Kleine Hadish (7) musste sterben – Jagd auf Täter

  • Hadishat (7) getötet: Suche mit Hunden nach dem Killer

  • Jetzt spricht die Mutter des ermordeten Mädchens

  • Erstochene Hadishat (7): Jeder verdächtigt jeden

  • Kleine Hadishat (7) musste sterben – Jagd auf Täter

  • Kinderleiche in Döbling: Mädchen wurde ermordet

  • Kinderleiche identifiziert, Todesursache wird geklärt

  • Döbling: Mädchen (7) tot im Mistkübel gefunden
  • Die Bilder des TagesDie Bilder des Tages

    Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


    Das könnte Sie auch interessieren:

    (coi)

    Kommentarfunktion geschlossen
    Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

    Die beliebtesten Leser-Kommentare

    • Sissy am 16.05.2018 12:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Hadishats Killer

      Hoffe er hat Zellengenossen der auch "nur" schlechten Tag hat.

      einklappen einklappen
    • Egon am 16.05.2018 12:55 Report Diesen Beitrag melden

      Ausrede

      Meiner Meinung nach steckt da mehr dahinter! "Zur falschen Zeit am falschem Ort" ist nur eine Ausrede.

      einklappen einklappen
    • Zanet Milosevic am 16.05.2018 12:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Angst vor die Wahrheit

      Er möchte nicht mehr reden weil er Angst hat die Wahrheit zu sagen gg

      einklappen einklappen

    Die neuesten Leser-Kommentare

    • Anna am 21.05.2018 17:22 Report Diesen Beitrag melden

      Zu milde

      Österreich ist ein Verbrecher Paradis, für die schweren Burschen die jetzt bei uns eingewandert sind sind unsere Gesetze viel zu milde.

    • Maxi am 18.05.2018 11:29 Report Diesen Beitrag melden

      Der totale Wahnsinn!

      Der Täter spricht nicht mehr! Das sagt ja alles. Was machen seine Eltern!????

    • Glaser am 17.05.2018 11:48 Report Diesen Beitrag melden

      Nachmittagskonzert ?

      Die Eltern besuchten derweil ein Konzert...was für ein Konzert am Nachmittag ?

    • Nadine am 16.05.2018 21:20 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht Tschetschener

      Diese Familie kommt nicht aus Tschetschenien. Ich weiß echt nicht wieso es ganze Zeit gesagt wird, dass es Tschetschener sind. Und ich finde es auch komisch, dass ein 16 Jähriger alles alleine gemacht hat oder es schaffte alleine alles weg zu putzen.

      • Frau S.ausB. am 18.05.2018 12:19 Report Diesen Beitrag melden

        Es SIND Tschetschenen

        Doch sind das Tschetschenen. Robert heißt eigentlich Azret, steht einige Artikel weiter. Was wollen Sie denn eigentlich andeuten? Sind Sie enttäuscht, weil Sie keine Ôsterreicher jagen dürfen?

      • Anna am 21.05.2018 18:10 Report Diesen Beitrag melden

        Starker Mann

        @Nadine Was ist daran komisch? Dem Burschen geht es in Österreich nicht schlecht, ein gesunder starker Mann warum soll der das nicht alleine schaffen. Für mich ist der Fall klar

      einklappen einklappen
    • Manu am 16.05.2018 20:29 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt was nicht

      Da stimmt was nicht. Hat die Eltern rausgeschickt, die sind gegangen, und dann gesagt: Ja, ich wars und ich hatte die ganze Woche schon einen Hass u. schlechte Laune.