"Love Me Sensor"

29. Mai 2018 14:34; Akt: 29.05.2018 17:31 Print

Monsterfrau bei Mitmach-Schau im Soundkostüm

"Love Me Sensor" heißt ein Programm im Technischen Museum, das sich mit un/tragbaren Technologien auseinandersetzt. Mit dabei ist auch die Künstlerin Monsterfrau.

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Die Künstlerin Lena Wicke-Aengenheyster alias Monsterfrau macht aus ihrem Körper ein Musik-Instrument.

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Händchenhalten mit einer Handprothese? Eine Uhr tragen, die die Körperfunktionen mit der ganzen Welt teilt? Diesen und anderen Fragen geht das Technische Museum (TMW) heute und morgen, Mittwoch, in der Mitmach-Schau "Love Me Sensor" nach.

Gemeinsam mit den Künstlern Lars Moritz und Gerald Moser entwickelte das TMW ein Format, das die Besucher in die Welt der un/tragbaren Technologien – sogenannte Wearables – eintauchen lässt. Für den musikalischen Abschluss sorgen Attwenger und Chicks On Speed.

Soundkostüm als Musikmaschine

Das Licht- und Raumkonzept von Moser leitet das Publikum während des rund zweistündigen "Performance Parcours" zu neun Stationen, die von den Künstlern Aldo Giannotti, Monsterfrau, Klaus Pichler, Esel, der Schauspielerin Gisela Salcher und dem Medizintechniker Hubert Egger gestaltet wurden. Die Besucher entscheiden selbst, wie lange sie in jeder Situation verweilen wollen.

Los geht's mit Lena Wicke-Aengenheyster alias Monsterfrau: Die Performance-Künstlerin lässt aus ihrem Körper und seinen Bewegungen ein elektronisches Musikinstrument werden. Dafür entwickelt sie analoge Soundkostüme, die über Sensoren und Drehregler Bewegungsimpulse als Tonsignale übersetzen.

Sex-Toys per App steuern

Gisela Salcher, bekannt aus Fernsehserien wie "Tatort" oder "Soko Donau", widmet sich im Hochspannungsraum der Welt des Fetischs. Die Schauspielerin versucht, in die Intimsphäre der Besucher einzudringen. Das Publikum kann mittels App Sex-Toys steuern, muss dabei aber allerlei Daten preisgeben.

Der Fotograf Klaus Pichler erforscht wiederum das Spannungsfeld zwischen Esoterik und Technologie. Seine Foto-Serie "This will change your life forever" zeigt ein Sammelsurium an Gerätschaften, Mittelchen und oft schlichtem Nichts, wie etwa der "Barcode Harmonizer" oder ein energetischer Ring für die Zahnpasta.

Kartrennen im "Mini Mobil"

Bei der Station von Medizintechniker Hubert Egger können Interessierte selbst eine Handprothese steuern oder aus eigener Hand erfahren, wie es sich anfühlt, leichte Stromschläge verpasst zu bekommen (samt nicht steuerbaren Muskel-Zuckungen).

Im Kinderbereich "Mini Mobil" lädt Lorenz Seidler alias eSel dann zum "Super Technology Kart". In Anlehnung an das Nintendo-Spiel "Super Mario Kart" können sich Actionfreunde mit Bobby Cars und Karts ein Rennen liefern.

Roboter als Fashionshow-Models

Modisch geht's im Festsaal zu: Studierende der Kunstuniversität Linz entwickelten gemeinsam mit Alex Murray-Leslie die Fashion-Show "De/Materialize", die zwischen analog und virtuell wechselt. Roboter fungieren als Models, die vorgestellten Entwürfe sind teils aus ungewöhnlichen Materialien wie Bio-Plastik hergestellt.

Jeder "Performance Parcours" endet mit einem Live-Konzert in der historischen Mittelhalle des Hauses: Heute, Dienstag, sorgt das Duo Attwenger gemeinsam mit dem Gameboymusicclub für Unterhaltung. Morgen, Mittwoch, drehen die Chicks on Speed auf.

Info: Einlass für "Love Me Sensor" ist um 18.30 Uhr, Beginn um 19 Uhr. Ab 21 Uhr stehen die Live-Acts auf der Bühne, Foodtrucks sorgen für das leibliche Wohl. Karten im Vorverkauf um 10 Euro, an der Abendkasse um 13 Euro. technischesmuseum.at/love-me-sensor

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(cz)

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