Goldenes Quartier

08. Oktober 2017 10:40; Akt: 08.10.2017 18:39 Print

Burkaverbot: Hai muss Strafe zahlen

Die Aktion ging wohl nach hinten los: Bei der Eröffnung des neuen McSharks in Wien sorgte das Maskottchen für Aufsehen - vor allem bei den Beamten.

Der Hai musste sich entblößen (Bild: Warda Network)

Der Hai musste sich entblößen (Bild: Warda Network)

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Hai-Alarm mitten in Wien: Im Goldenen Quartier der Wiener Innenstadt standen die Menschen am Freitag Schlange um einen Blick in den neuen McShark-Shop zu erhaschen. In die Menge mischte sich auch die Polizei. Jedoch hatten sie kein neues iPhone im Visier, sondern das Hai-Maskottchen, das vor dem Store seine Tänzchen veranstaltete.

Umfrage
Geht das Vermummungs-Gesetz zu weit?
23 %
63 %
2 %
12 %
Insgesamt 5386 Teilnehmer

Eugen Prosquill, der Geschäftsführer der Werbeagentur Warda-Network, war für die Kampagne verantwortlich. Gegenüber "Heute" zeigte er sich fassungslos: "Ich wusste nicht, dass das Gesetz so weit reicht, dass auch Maskottchen davon betroffen sind."

"Ich habe nur meinen Job gemacht"
Er erklärte, die Polizisten hätten vom Hai verlangt, dass er sofort seine Maske abnimmt, ansonsten wäre er festgenommen worden. Der Mann im Kostüm weigerte sich zuerst: "Ich mache hier nur meinen Job", sagte er den Beamten. Letztendlich nahm er seine Maske ab und ging mit einer Anzeige in der Tasche nach Hause.

Ob Prosquill weitere Aktionen mit maskierten Maskottchen plant? "Ich weiß es nicht. Es wäre auf jeden Fall schade, wenn es ab jetzt keine Maskottchen mehr geben würde.", erzählte er "Heute".

Polizeisprecher Daniel Fürst bestätigte die Anzeige auf Anfrage von "Heute": "Der Hai wurde angezeigt, weil er die Maske nicht abnehmen wollte."

Gesetz sorgt für Verwirrung
Das Vermummungs-Gesetz, das seit dem 1.10. in Kraft ist, sorgte bereits einige Male für Verwirrung: Erst vor einigen Tagen war man sich unsicher, ob es an Halloween Anzeigen regnen wird, falls man sich maskiert.

Ein Ministeriumssprecher gab gegenüber der "APA" Entwarnung. Um Verhältnismäßigkeit walten zu lassen, werde die Polizei die Definition sehr weit auslegen. Darüber hinaus gebe es keine gesetzliche Festschreibung, welche Feste zur österreichischen Tradition zählen.

Hai-Maskottchen zählen aber definitiv nicht dazu...

(slo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Koal am 07.10.2017 15:14 Report Diesen Beitrag melden

    Lol

    Vermummungsverbot gibt es schon ewig in Österreich! Da war sowas bisher kein problem. Eigentlich hätte das alte Vermummungsverbot auch für Burka trägerinnen gelten müssen, und das von Anfang an. Da hätte man sich das neue sparen können! Außerdem ist das hier eindeutig beruflich! Also verstehe ich es nicht wieso der Hai Strafe zahlen muss. Hauptsache bei den Burkas ausnahmen machen!

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  • Keine Ahnung am 07.10.2017 14:49 Report Diesen Beitrag melden

    Ich dachte..

    ..wenn es beruflich notwendig ist, ist es gestattet? Und die Arbeit als Maskottchen ist doch wohl beruflich? Aber das GEsetzt ist wahrscheinlich absichtlich so schwammig formuliert, damit man es situationselastisch (!) auslegen kann^^

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  • Pussy am 07.10.2017 15:02 Report Diesen Beitrag melden

    Zu unrecht gestraft

    Wenn sie da Strafen müssen da gehört es sich bei Halloween auch ,weil das ist kein österr. Brauch da können Sie kassieren

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Habiba Habibovic am 10.10.2017 21:50 Report Diesen Beitrag melden

    Kommentar

    Ich bin Niqab Trägerin,und ich finde dieses Gesetz feindlich uns gläubigen Frauen gegenüber.Wir Frauen leben in dieser Geselschaft sehr lange und keine von uns hat etwas getan um aus der Geselschaft verbahnt zu werden.Und ich frage mich wie kann es sein,dass man dieses Gesetz als ein Erfolg, bei den Österreicher,angesehen sein kann?Ich frage mich von wo kommt so viel hass?Nur wegen Gesichtsschleier!?Ist das ein verbrechen?Jeder kann sein was man will aber ein Moslem darf nicht ein Moslem sein und eine Frau darf alles sein aber nur nicht bedeckt.

    • Klaus am 13.10.2017 10:07 Report Diesen Beitrag melden

      Kommentar

      Das Gesetz bzw. Verbot ist nicht gegen Frauen gerichtet sondern gilt für alle! Und es ist nun mal leichter Kriminelle zu entlarfen wenn man deren Gesicht sieht. Und nur darum geht es in dem Gesetz. Und damit nützt es auch dir. Mal darüber nach denken bevor du von Hass schreibst! Außerdem wenn dir die Gesetze hier nicht gefallen, du bist ein freier Mensch und kannst Reisen wohin du willst. So z.B. in Länder mit deren Gesetzen du glücklicher bist. So als gut gemeinter Rat. Muß man nicht, kann man aber.

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  • Rick am 10.10.2017 16:46 Report Diesen Beitrag melden

    Unverschämt

    Ich finde das unverschämt. Was ist daran so schlimm? Und er hat niemanden was getan

  • Mit Denken am 09.10.2017 16:03 Report Diesen Beitrag melden

    berufliche gründe??

    Ausgenommen vom Verbot sind Verhüllungen, die im Rahmen künstlerischer, kultureller oder traditioneller Veranstaltungen oder im Rahmen der Sportausübung erfolgen oder gesundheitliche oder berufliche Gründe haben. Weitere Ausnahmen können durch Bundes- oder Landesgesetz vorgesehen werden (§ 2 Abs. 2 AGesVG).[1]

  • Caveman am 09.10.2017 12:29 Report Diesen Beitrag melden

    Abzocke

    Also sorry eine Burka sieht nicht aus wie eine Hai-Maske. vermutlich wird eine Burkaträgerin auch nicht mit einer Clownmaske durch die Gegend laufen. Aber dadurch kann man ja gut noch Kohle abzocken.

  • Elisabeth am 09.10.2017 09:20 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Dürfen jetzt auch keine Nikoläuse und Perchten der Tradition nachgehen... Und was ist im Fasching...?!?!?