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09. Januar 2018 12:25; Akt: 09.01.2018 12:30 Print

Hebammen-Ambulanz im AKH Wien geht in Betrieb

Das Wiener AKH erweitert das Angebot für werdende Mütter. Professionelle Hebammen begleiten durch die Schwangerschaft und die Geburt.

 (Bild: iStock)

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Im Allgemeinen Krankenhaus (AKH) der Stadt Wien haben werdende Mütter ab sofort die Möglichkeit, von Hebammen durch die Schwangerschaft und die Geburt begleitet zu werden.

Damit kommt das Spital dem Wunsch von Frauen nach, die in Begleitung von hochprofessionellen Hebammen gebären, dabei aber nicht auf die Sicherheit und Infrastruktur eines großen Spitals verzichten wollen.

Voraussetzung ist eine unauffällig verlaufende Schwangerschaft und die weitere Betreuung durch niedergelassene Fachkräfte nach der Entlassung aus dem Spital, die zumeist bereits einige Stunden nach der Geburt erfolgen wird.

Anmeldung ab der 25. Schwangerschaftswoche
Für eine Hebammengeburt anmelden können sich Frauen ab der 25. Schwangerschaftswoche. Ob eine Hebammengeburt tatsächlich stattfinden kann, wird auf Basis von festgelegten Kriterien entschieden. So muss die werdende Mama gesund sein, eine Risikoschwangerschaft darf nicht vorliegen.

Der Wechsel in eine ärztlich geleitete Geburt im Laufe der Schwangerschaft ist möglich, wenn die Untersuchungen dies nahelegen. "Die schwangeren Frauen werden in einem spitzenmedizinischen Umfeld betreut und können, wenn dies notwendig wird, auch ärztliche Versorgung erhalten. Wir gehen aber davon aus, dass dies nur selten der Fall sein wird", erklärt der Leiter der Universitätsklinik für Frauenheilkunde Peter Husslein.

Expertinnen im Kreißsaal
Im AKH Wien sind derzeit 44 Hebammen an der Klinischen Abteilung für Geburtshilfe und feto-maternale Medizin tätig. Sie arbeiten nach dem neuesten Stand der Wissenschaft und mit Einsatz modernster technischer Geräte, um beispielsweise die Herztöne von ungeborenen Kindern zu überwachen. Gleichzeitig werden altbewährte Handgriffe angewendet, wie das Ertasten der Lage des Kindes über die Bauchdecke.

Hebammen haben eine gesetzlich vorgesehene Fortbildungspflicht, im AKH Wien werden spezielle Fortbildungen für Hebammen angeboten, unter anderem interdisziplinäre, interprofessionelle Simulationstrainings.

Mehr Betreuung für schwangere Frauen
An der Universitätsklinik für Frauenheilkunde wurden im Jahr 2017 rund 2.500 Kinder geboren. Durch das neue Angebot der Hebammenambulanz wird eine Steigerung um 300 Geburten erwartet und damit auch den steigenden Geburtenzahlen in Wien Rechnung getragen.

"Wir können nun mehr schwangere Frauen betreuen als bisher und die werdenden Mütter bei der Gestaltung ihres individuellen Geburtserlebnisses unterstützen. Das Team der Hebammen freut sich auf die neue Aufgabe und Herausforderung", freut sich Oberhebamme Christa Hauser-Auzinger.

Hebammengeburt mit höherer Zufriedenheit
Internationale Publikationen berichten von einer höheren Zufriedenheit bei Frauen, die sich für eine Hebammengeburt entschieden haben. Die Frauen fühlen sich besser aufgeklärt und empfinden einen höheren Grad an Selbstbestimmung. Die im AKH Wien tätigen Hebammen erwarten mehr komplikationslos verlaufende Schwangerschaften und mehr gesunde Neugeborene und damit ebenfalls höhere Zufriedenheit bei ihrer Tätigkeit.

Die Hebammenambulanz hat Dienstag, Mittwoch und Freitag von 7.30 bis 15.30 Uhr (nach Terminvereinbarung) geöffnet. Mehr Informationen finden Sie auch hier.

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(lok)

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