In der Taborstraße

24. Juli 2017 10:39; Akt: 24.07.2017 10:48 Print

Hebräisches Schild wird wieder aufgehängt

von Gerda Mackerle - Nach "Heute"-Berichten wird das hebräische Straßenschild mit Aufschrift "Taborstraße" in der Leopoldstadt wieder aufgehängt.

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Drei Wochen lang hing das Schild am Haus Taborstraße 18 in der Leopoldstadt. Der Name der Straße stand in hebräischen Buchstaben darauf. Am Montag vergangener Woche wurde das Schild dann vom Magistrat entfernt – da es nicht bewilligt war.

Kunstprojekt auf der "Mazzesinsel"

Was steckt hinter der Tafel? "Heute" klärte über die Geschichte hinter dem Straßenschild auf: Künstler Sebestyén Fiumei hatte die Tafel am Haus Taborstraße 18 angebracht, um auf die Geschichte der "Mazzesinsel" (Leopoldstadt) aufmerksam zu machen.

Wie er auf die Idee für das Kunstprojekt gekommen ist? "Da das Haus auf der Taborstraße schon seit Jahren aus irgendeinem Grund ohne Straßenschild dasteht, habe ich mir gedacht, ich mache es selbst, gebe etwas hinzu, ein kleines Kunstwerk sozusagen", sagt Fiumei. Und: "Viele Bewohner des 2. Bezirks haben es bemerkt und gemocht."

Umso trauriger war der Künstler, als das Schild abmontiert wurde: "Es tut mir leid, dass es abgemacht wurde, aber ehrlich gesagt, bin ich nicht besonders überrascht, denn Wien scheint für solche Kunstinstallationen im öffentlichen Raum wenig offen zu sein. Es wäre schön gewesen, wenn das Schild statt nur drei Wochen drei Jahrzehnte hängen würde."

Nach Facebook-Aktion: Schild wird wieder aufgehängt

Eine Facebookgruppe forderte "Das Taborstraße-Schild auf Jiddisch soll zurück" – mit Erfolg! Nur wenige Tage, nachdem das Schild abgehängt wurde, kam jetzt die Nachricht aus dem Bezirk: Das Straßenschild wird wieder aufgehängt. "Die Tafel wird in der Taborstraße 5 angebracht", freuen sich Bezirksrätin Andrea Stangl und Bezirkschefin-Vize Adi Hasch (Grüne).

"Der Bezirk Leopoldstadt als Heimat des größten Teils der Wiener jüdischen Community wird das Schild mit freudigem Einverständnis des Künstlers ganz offiziell auf Dauer auf der Taborstraße anbringen lassen", heißt es aus dem Büro der Bezirksvorstehung. Mit Zustimmung des Hausbesitzers soll das hebräische Schild dann auf Dauer seine neue Heimat in der Taborstraße 5 finden.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • DerHeuteLeser am 24.07.2017 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Lächerlich

    Wenn dann jemand am Reumanplatz in Favoriten das Schild, Allah Akbar aufhängt, ist das dann auch Kunst-Geschichte? Wird sicher auch bewilligt

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  • krtecek am 24.07.2017 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig aber wahr

    Einfach Traurig was aus Wien geworden ist !

  • WolfgangHeute am 24.07.2017 11:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kunst? Manche Türschilder sin auch schon "Kun

    Hebräische Schilder im zweiten, tschetschenische im zwanzigsten, türkische im zehnten, arabische über der Donau?

Die neusten Leser-Kommentare

  • herbie68 am 24.07.2017 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Witz

    Bitte ihr lieben Grünen erklärt mir bitte was an Hebräischen Buchstaben KUNST sein soll ?? Ich als Wiener finde es als Provokation gegen unsere Kultur

    • Tarkov am 24.07.2017 16:55 Report Diesen Beitrag melden

      Geschichte lernen

      Die sind im Mittelalter in diese Gegend gekommen. Und nur kurz davor die Baiern.

    • Ist Er am 25.07.2017 09:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tarkov

      nur kurz davor ist auch davor (z.B im Sport)!

    • Tarkov am 25.07.2017 11:37 Report Diesen Beitrag melden

      Kurz davor

      waren die Slawen hier. Und davor, und davor. Das kann man bis zu den Einzellern so weiterspielen.

    • Nili am 26.07.2017 00:14 Report Diesen Beitrag melden

      J.

      Das findest du provokant eurer kultur gegenüber??? Aber das in Kindergärten kein Weihnachten mehr gefeiert werden darf, ist tolerierbar? Schwachsinn!!!!

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  • WolfgangHeute am 24.07.2017 11:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kunst? Manche Türschilder sin auch schon "Kun

    Hebräische Schilder im zweiten, tschetschenische im zwanzigsten, türkische im zehnten, arabische über der Donau?

  • mark am 24.07.2017 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    stop

    i wo hörts dann aber auch mal auf...das muss nicht sein

  • krtecek am 24.07.2017 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig aber wahr

    Einfach Traurig was aus Wien geworden ist !

  • DerHeuteLeser am 24.07.2017 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Lächerlich

    Wenn dann jemand am Reumanplatz in Favoriten das Schild, Allah Akbar aufhängt, ist das dann auch Kunst-Geschichte? Wird sicher auch bewilligt

    • Tarkov am 24.07.2017 16:58 Report Diesen Beitrag melden

      Nein, weils religiös ist

      Aber "Reumannplatz" auf Arabisch wär was anderes. Natürlich würde das aber trotzdem bei manchen Leuten eine Blutdruckerhöhung mit sich bringen.

    • zimbo am 25.07.2017 07:35 Report Diesen Beitrag melden

      In Tahirplatz umbenennen

      Das träfe es wohl eher.

    • Gabriel am 26.07.2017 02:58 Report Diesen Beitrag melden

      Herr

      Tja, nur gibt es keinen Bezirk der " Allah akbar" heißt.

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