Attacke auf Soldaten

12. März 2018 15:33; Akt: 12.03.2018 15:53 Print

Angreifer war Fan von islamistischen Predigern

Weiterhin wird über das Motiv des Mannes gerätselt, der einen Soldaten vor der iranischen Botschaft attackierte. Sein Facebook-Profil könnte Hinweise liefern.

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Mohamed E.-M. - ein 26-jähriger, österreichischer Staatsbürger mit Wurzeln in Ägypten. Er attackierte Montagnacht einen Tiroler Bundesheer-Soldaten vor der iranischen Botschaft in Hietzing und wurde von diesem erschossen.

Über die Hintergründe der Tat ist bislang nichts bekannt. Auch Terror könnte ein mögliches Motiv sein. Inzwischen stellte man bei einer Hausdurchsuchung ein Handy und einen PC sicher. Diese werden in den nächsten Tagen gesichtet und ausgewertet, so die Polizei Wien in einer Aussendung. Augenscheinliche Hinweise auf ein Motiv sind bei der Hausdurchsuchung nicht gefunden worden.

Das Video vom Tatort:

Klar ist nur, dass sich Mohamed auf Facebook streng gläubig präsentierte. Er postete ausschließlich religiöse Inhalte. Auf seinem Profilbild liest man "Allah" in arabischen Schriftzeichen.

Prediger als Vorbilder

Zusätzlich scheint Mohamed Fan von islamischen Facebook-Seiten gewesen zu sein. Besonders auffällig: Der 26-Jährige folgte auch islamistischen Predigern, wie zum Beispiel dem ehemaligen Boxer Pierre Vogel.

Vogel gilt als einer der einflussreichsten Personen der deutschen Konvertitenszene. Auch war er Mitglied eines salafistischen Vereins, der vom Verfassungsschutz beobachtet und inzwischen aufgelöst wurde. Vogel spricht sich für das Tragen von Kopftüchern aus, lehnt die Evolutionstheorie ab und fordert junge Menschen dazu auf, sich von der "nicht-muslimischen Lebensumwelt" abzugrenzen.

Weitere Namen, die in seiner "Gefällt mir"-Liste auftauchen, sind Ibrahim Abou-Nagie und Sven Lau. Beide sind salafistische Prediger, die schon mehrere Klagen am Hals haben. Lau unter anderem für die Unterstützung terroristischer Organisationen.

Soldat noch unter Schock

Der Bundesheer-Soldat steht noch unter Schock, er wurde nach dem Angriff ins Spital gebracht. Eine Stichschutzweste rettete ihm ebenso das Leben, wie seine schnelle Reaktion. Der Tatort, die Blaimschein-Villa in der Wenzgasse 2, wird weiterhin rund um die Uhr von Soldaten bewacht und untersucht.

Der iranische Botschafter hatte sich zum Tatzeitpunkt mit seiner Frau und zwei Kindern in der Villa aufgehalten, bestätigte inzwischen Polizeisprecher Harald Sörös.

Die Fotos der Attacke:

Soldat erschießt Angreifer vor iranischer Botschaft

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(slo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Daniel am 12.03.2018 15:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So So

    Ein Fan von Herrn Vogel... Keine weiteren Fragen mehr

    einklappen einklappen
  • Versaute Gesellschaft + feige Politik am 12.03.2018 17:56 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Mitleid hält sich in Grenzen...

    Offen bleibt die Frage, warum solche Typen die Staatsbürgerschaft erhalten haben und warum der sogenannte Staatsschutz meines Erachtens tatenlos zuschaut, wie unser Land in den Abgrund gezogen wird.

    einklappen einklappen
  • Calimero am 12.03.2018 16:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meldung

    Der Messerstecher vom Praterstern wollte sich das Leben nehmen ! Nichts passiert - wieder in die Zelle befördert !

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dr.Mag. Martin Schneider am 13.03.2018 22:00 Report Diesen Beitrag melden

    Warum???

    Stellt euch mal vor da steht ein Soldat, bewaffnet mit Waffen und Schussweste am Körper. Dann geht man zu ihn hin und sticht ihn mit einem kleinem Messer ab ?????? Und wenn warum die Iranische Botschaft. Laut meines erachtens herrscht derzeit kein Konflikt zwischn Ägypten und dem Iran Irgendetwas ist hier faul!??

  • Iglu am 13.03.2018 18:11 Report Diesen Beitrag melden

    Reinigung- u. Putzdienst unter Bewachung

    Das Ministerium soll die militärische und körperliche Ausbildung von Islamisten aussetzen.

  • gscheitl am 13.03.2018 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    volle kanne

    Prediger als Vorbilder - Prediger als anstifter anklagen

  • krass am 13.03.2018 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    gefährliche Lage in Ö.

    Nach Radiomeldung war dieser Mensch beim Bundesheer und Gardesoldat! War klar, dass diese Menschen uns in den Rücken fallen und niemals zu Ö. stehen! Ich kann seit Jahren nicht verstehen, wie man diese Menschen zum Heer oder in staatliche Institutionen aufnimmt! Es wird jetzt brisant und Hr. Kickl schwächt noch dazu den Verfassungsschutz!

  • Kassandra am 13.03.2018 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Held

    Dieser Soldat hat Grossartiges für unser Land getan. Ein Beweis mehr, dass der Islam nicht zu Österreich gehört.