KAV kontert ÖVP-Kritik

12. Januar 2018 14:30; Akt: 29.03.2018 15:11 Print

KH Nord: "Finanzierung zählt nicht zu Baukosten"

Das Spital in Wien-Floridsdorf werde um weitere 178 Mio. € teurer, kritisierte die ÖVP. Der KAV kontert: Finanzierungkosten seien nach ÖNORM nicht den Bau- und Errichtungskosten zuzurechnen.

Erneut Aufregung um das KH Nord. (Bild: Sabine Hertel)

Erneut Aufregung um das KH Nord. (Bild: Sabine Hertel)

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Im Jahr 2005 wurde der politische Grundsatzbeschluss für das Krankenhaus Nord gefasst. "Allererste Projektkostenschätzungen können klarerweise heute nicht mehr als Referenzgrößen herangezogen werden, da es sich seinerzeit um ein anderes Projekt handelte", reagiert KAV-Direktor Herwig Wetzlinger auf die Kritik der ÖVP. Diese hatte am Freitag kritisiert, dass die Kosten für das Krankenhaus Nord in Wien-Floridsdorf um weitere 178 Mio. € auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro steigen würden. Auch die – bereits mehrfach verschobene – Eröffnung Ende 2019 wackle laut ÖVP.

KAV: "Keine neuen Budgetzahlen oder Verteuerungen"

„In den Bau- und Errichtungskosten sind die Finanzierungkosten nicht enthalten – so wie von Beginn des Projektes an stets kommuniziert. Die ÖNORM schließt die Finanzierungskosten nicht mit ein, um so auch mit anderen Bauprojekten vergleichen zu können“, erläutert KAV-Direktor Wetzlinger. Es handelt sich hier also um keine neuen Budgetzahlen oder Verteuerungen. Die Abwicklung von Refinanzierungen ist Entscheidung und Kompetenz der Stadt Wien.

KAV: Schlimmstenfalls 1,4 Mrd. Euro Kosten

Die geplanten Kosten für das Krankenhaus Nord-Projekt beliefen sich ursprünglich auf 825 Millionen Euro, das sind wenn man die Valorisierung bis Ende 2018 berücksichtigt 1,017 Milliarden Euro, rechnet der KAV. Von diesen Zahlen gehe auch der Rechnungshof aus. Darüber hinaus zeige er auch ein von der Begleitenden Kontrolle errechnetes best- (1,3 Milliarden Euro) und ein worst-case-Szenario (1,4 Milliarden Euro) auf. Dies wurde auch bei der Pressekonferenz zum weiteren Projektplan zum Krankenhaus Nord vor weniger als einem Monat so kommuniziert, so der KAV.

„Der KAV als Bauherr hat selbstverständlich den Auftrag und das Ziel, den best case zu erreichen. Der KAV ist einerseits zur Vertragstreue verpflichtet, wird jedoch keine Kosten anerkennen, die nicht gerechtfertigt sind“, so Wetzlinger abschließend.

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(Red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • derwiener am 12.01.2018 15:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Konsequenzen?

    wann gibts endlich konsequenzen? sind wir einen bananenrepublik?

  • Alex am 12.01.2018 15:12 Report Diesen Beitrag melden

    Schlimmsten Fall 1.5mrd

    Also werden es mindestens 1.5 Milliarden.

  • Gerechtigkeit am 12.01.2018 17:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Worte

    Warum werden die Verantwortlichen nicht mit nassen Fetzen aus der Stadt geprügelt? Es kann ja nicht sein, dass so ein Missmanagement ohne Konsequenzen bleibt!!!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • stealth71 am 14.01.2018 09:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erkenntnissresistent

    scheint die SPÖ zu sein, denn scheinbar hat man aus dm AKH Skandal nichts gelernt. Für diese Tatsache sollte der Bürgermeister sehr wohl zur Verantwortung gezogen werden.

  • Gerechtigkeit am 12.01.2018 17:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Worte

    Warum werden die Verantwortlichen nicht mit nassen Fetzen aus der Stadt geprügelt? Es kann ja nicht sein, dass so ein Missmanagement ohne Konsequenzen bleibt!!!

    • So wird es sein am 12.01.2018 17:55 Report Diesen Beitrag melden

      Schieder/Wehsely

      Es wird nicht passieren. Schieder wird Bürgermeister und wird den angerichteten Schäden seiner Lebensgefährtin schön brav unter dem Tisch kehren.

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  • Alex am 12.01.2018 15:12 Report Diesen Beitrag melden

    Schlimmsten Fall 1.5mrd

    Also werden es mindestens 1.5 Milliarden.

  • derwiener am 12.01.2018 15:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Konsequenzen?

    wann gibts endlich konsequenzen? sind wir einen bananenrepublik?