In Badewanne erstochen

15. Mai 2018 10:44; Akt: 15.05.2018 13:26 Print

Killer von Hadishat († 7) ist 16 Jahre alter Nachbar

Der mutmaßliche Mörder der kleinen Hadishat heißt Robert K. - er ist 16. Der gebürtige Tschetschene sagte den Ermittlern, er sei wütend, daher habe er jemanden umbringen wollen. Auf einen Anwalt verzichtet er.

Bildstrecke im Grossformat »
Robert K.: das Gutachten ist da. Er muss wohl für sehr lange Zeit in den Maßnahmen-Häfn nach Göllersdorf (NÖ). Robert K. soll das Mädchen in der elterlichen Wohnung ermordet haben. Er will am Freitag eine "allgemeine Wut" verspürt haben: Hadishat war nach seinen Angaben einfach Ihr Tod schockte ganz Wien: Die erst sieben Jahre alte Hadishat wurde am Samstag (12. Mai) Ihre Leiche wurde am Samstag (12. Mai) in einer Wohnhausanlage in der Heiligenstädter Straße in einem Mistkübel entdeckt. Das Mädchen wurde Freitagabend als vermisst gemeldet, nachdem es beim Spielen am Nachmittag plötzlich verschwunden war. Fieberhaft suchten auch Freunde und Verwandte nach dem Kind: Auch auf Facebook wurde ein Suchaufruf gestartet. Wie die Polizei mitteilte, wurde daraufhin von der Polizei im Bereich der Wohnhausanlage und Umgebung eine Suchaktion gestartet. Im Zuge dieser Suchaktion machten Polizisten am Samstagmorgen schließlich die schreckliche Entdeckung. Gegen 8.30 Uhr fanden die Beamten den Leichnam des vermissten Mädchens. Die kleine Hadishat mit tschetschenischen Wurzeln wurde in Plastik gewickelt und ihre Leiche im Restmüll entsorgt. Laut Obduktion wurde das Mädchen durch einen Messerstich getötet. Noch am Samstag musste die Mutter ihre Siebenjährige identifizieren. Bei der Obduktion wurden keine Anzeichen auf ein Sexualdelikt festgestellt, so Polizeisprecherin Irina Steirer. "Ich weiß nicht, wie ich weiterleben soll", klagte die verzweifelte Mutter, Zarema G., "Welche Bestie hat mir das angetan? Denn ein Mensch, der nur etwas Herz hat, kann so etwas nicht machen. Sie war so ein liebes Mädchen - unser Sonnenschein." "Ich kann einfach nicht fassen, was passiert ist. Ich will nicht glauben, dass meine süße Hadishat nicht mehr bei der Tür hereinkommen wird." "Hadish hat niemandem etwas getan. Warum bringt jemand ein unschuldiges Kind um und entsorgt es wie ein Stück Abfall?", so Mama Zarema und äußert einen schrecklichen Verdacht. "Es war bestimmt jemand aus diesem Hof - das spüre ich", hatte sie vermutet und sollte offenbar recht behalten ... In der Nacht auf Dienstag wurde ein Nachbar wegen dringenden Tatverdachts verhaftet. Im Bild: Die versiegelte Wohnungstür des Tatverdächtigen. Der Nachbar soll in einer ersten Einvernahme die Tat ohne jegliche Emotionen gestanden haben.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Killer der kleinen Hadishat ist gefasst! Um Mitternacht klickten für den verdächtigen Robert K. die Handschellen. Der Festgenommene ist selbst erst 16 Jahre alt und hat die Siebenjährige gut gekannt.

Offenbar hatte K. am Freitag eine "allgemeine Wut" und lockte das Mädchen in die Wohnung. Sie aß gerade ein Eis, als er sie in das Badezimmer führte.

Leiche in Plastik gepackt

Der eingebürgerte Tschetschene hat Hadishat dann in der Badewanne erstochen. Die Siebenjährige hatte keine Chance. Mit einem Messer trennte der 16-Jährige dem Mädchen fast den Kopf ab. Nach der Tat packte er die Leiche von Hadishat in einen Plastiksack und warf ihn wie Müll weg.


Er hatte gehofft, dass die Müllabfuhr den Sack wegbringt, bevor ihn die Polizei findet. Doch die Rechnung ging nicht auf, denn die Beamten hatten die Müllmänner gebeten, bei der Mitnahme des Abfalls auf verdächtige Gegenstände zu achten.

Ein Mitarbeiter der MA 48 durchsuchte gemeinsam mit der Polizei Samstagfrüh dann den Abfall und fand das tote Mädchen in dem Plastiksack - die Beine Hadishats ragten heraus.

Hunde führten Polizei zu Killer

Seit dem Fund der Leiche liefen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren. Zahlreiche Zeugen wurden zu dem Vorfall befragt, auch Spürhunde befanden sich im Einsatz. Die ausgebildeten Hunde sollen schließlich eine Spur gefunden und die Beamten zu dem Verdächtigen geführt haben.

In der Nacht auf Dienst wurde Robert K. dann von der Polizei festgenommen. In seiner Einvernahme soll der 16-Jährige die Tat bereits gestanden haben. Ohne jegliche Emotionen gab er das Verbrechen zu. Für K. gilt die Unschuldsvermutung.

Bisher sei der junge Mann der Polizei nicht aufgefallen. Er ist ein guter Schüler, dem man "solch eine Tat nicht zutrauen" würde, so die Polizei in der Pressekonferenz. Bei seiner Befragung gab er in der Nacht an, er wolle keinen Anwalt.

Video: Die Ermittler am Tatort kurz nach dem Leichenfund


Video: heute.at

Alle Artikel zum Kindermord in Döbling:

  • Mord an Hadishat: Es war der Nachbar!

  • Um Mitternacht klickten die Handschellen für den Killer

  • Polizeieinsatz bei Trauer für Hadishat im Dittes-Hof

  • Mord an Hadishat (7) – Das Protokoll des Verbrechens

  • Kleine Hadish (7) musste sterben – Jagd auf Täter

  • Hadishat (7) getötet: Suche mit Hunden nach dem Killer

  • Jetzt spricht die Mutter des ermordeten Mädchens

  • Erstochene Hadishat (7): Jeder verdächtigt jeden

  • Kleine Hadishat (7) musste sterben – Jagd auf Täter

  • Kinderleiche in Döbling: Mädchen wurde ermordet

  • Kinderleiche identifiziert, Todesursache wird geklärt

  • Döbling: Mädchen (7) tot im Mistkübel gefunden
  • Die Bilder des TagesDie Bilder des Tages

    Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


    Das könnte Sie auch interessieren:

    (wil)

    Kommentarfunktion geschlossen
    Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

    Die beliebtesten Leser-Kommentare

    • Dr. Mabuse am 15.05.2018 11:37 Report Diesen Beitrag melden

      NIE WIEDER FREI

      Das einzige, was ich mir wünsche ist, dass er NIE wieder freikommt. Was ich mir sonst für Bestrafung für ihn wünsche, darf hier leider nicht abgedruckt werden.

      einklappen einklappen
    • SockenRambo am 16.05.2018 20:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Gleichbehandlung

      Als ein Bekannter, dessen Frau gehbehindert ist, bei einem Autounfall von einem Betrunkenen quasi ermordet wurde, bekam seine Witwe KEINE neue behindertengerechte Wohnung. Sie musste unter Hilfe von Verwandten und Bekannten 11 Monate darum kämpfen und sicher 25x zu WW!! Ich sage nicht dass die hier jetzt keine Wohnung bekommen sollen, aber ich verlange das ALLE gleich behandelt werden und nicht nur dann wenn es sich medienwirksam um Migranten handelt!!!

      einklappen einklappen
    • zimbo am 15.05.2018 11:26 Report Diesen Beitrag melden

      War ers wirklich ?

      Als 16jähriger hat er geringere Strafe.EWv. hilft er jemand unterzutauchen und widerruft sein Geständnis später.

      einklappen einklappen

    Die neuesten Leser-Kommentare

    • Sarah K. am 19.05.2018 23:32 Report Diesen Beitrag melden

      Woher kommt Ihre Frustration?

      Zum Großteil hasserfüllte Kommentare von frustrierten, empathielosen Menschen hier. Da wird sogar der Familie des Opfers die neue Wohnung geneidet, unglaublich. Wirklich völlig unverständlich, dass man als Angehörige vom Ort des Verbrechens und Auffindeort der Leiche weg möchte, nicht war?

    • Petra fits am 19.05.2018 05:25 Report Diesen Beitrag melden

      Mag

      In welcher Stadt würden sich denn alle die sich so unsicher fühlen sicher fühlen?

    • nelly nacht am 18.05.2018 21:18 Report Diesen Beitrag melden

      Um der Wahrheit die Ehre zu geben ...

      Bei aller Antipathie für Wiewo ... und bei aller Missbilligung der Politiker, die es zulassen und fördern, dass die Parallelgesellschaft immer zahlreicher wird ... aber es ist halt so, dass diese problematische Familie keine ZUSÄTZLICHE Wohnung in Anspruch nehmen wird, sondern die Döblinger Wohnung Zaremas frei wird. Daher ist der Vergleich mit Personen, die ab ovo eine Gemeindewohnung anstreben, unzulässig.

    • k.k. am 18.05.2018 09:51 Report Diesen Beitrag melden

      traurig aber wahr

      Wenn das jetzt so weiter geht mit der Medienpräsenz der beiden Familien haben sie in Zukunft keine Geldsorgen mehr! Ob sie dann in Frieden leben werden?

    • Simon am 17.05.2018 20:03 Report Diesen Beitrag melden

      Fragwürdiges Verhalten

      Aus dem Tod des eigenen Kindes Kapital schlagen wollen? Gleich mal a neue Wohnung die eh der Steuerzahler blecht und dann noch tägliche Interviews. Ich führe lieber nicht weiter aus was ich mir dazu denke...