Hadishat erstochen

17. Mai 2018 05:22; Akt: 17.05.2018 09:14 Print

Hadishats Killer ging nach dem Mord in die Schule

von Clemens Oistric - Er konnte das Böse gut verbergen: Noch am Montag kam Robert K. zum Unterricht in eine katholische Privatschule in Wien-Döbling.

Bildstrecke im Grossformat »
Robert K.: das Gutachten ist da. Er muss wohl für sehr lange Zeit in den Maßnahmen-Häfn nach Göllersdorf (NÖ). Robert K. soll das Mädchen in der elterlichen Wohnung ermordet haben. Er will am Freitag eine "allgemeine Wut" verspürt haben: Hadishat war nach seinen Angaben einfach Ihr Tod schockte ganz Wien: Die erst sieben Jahre alte Hadishat wurde am Samstag (12. Mai) Ihre Leiche wurde am Samstag (12. Mai) in einer Wohnhausanlage in der Heiligenstädter Straße in einem Mistkübel entdeckt. Das Mädchen wurde Freitagabend als vermisst gemeldet, nachdem es beim Spielen am Nachmittag plötzlich verschwunden war. Fieberhaft suchten auch Freunde und Verwandte nach dem Kind: Auch auf Facebook wurde ein Suchaufruf gestartet. Wie die Polizei mitteilte, wurde daraufhin von der Polizei im Bereich der Wohnhausanlage und Umgebung eine Suchaktion gestartet. Im Zuge dieser Suchaktion machten Polizisten am Samstagmorgen schließlich die schreckliche Entdeckung. Gegen 8.30 Uhr fanden die Beamten den Leichnam des vermissten Mädchens. Die kleine Hadishat mit tschetschenischen Wurzeln wurde in Plastik gewickelt und ihre Leiche im Restmüll entsorgt. Laut Obduktion wurde das Mädchen durch einen Messerstich getötet. Noch am Samstag musste die Mutter ihre Siebenjährige identifizieren. Bei der Obduktion wurden keine Anzeichen auf ein Sexualdelikt festgestellt, so Polizeisprecherin Irina Steirer. "Ich weiß nicht, wie ich weiterleben soll", klagte die verzweifelte Mutter, Zarema G., "Welche Bestie hat mir das angetan? Denn ein Mensch, der nur etwas Herz hat, kann so etwas nicht machen. Sie war so ein liebes Mädchen - unser Sonnenschein." "Ich kann einfach nicht fassen, was passiert ist. Ich will nicht glauben, dass meine süße Hadishat nicht mehr bei der Tür hereinkommen wird." "Hadish hat niemandem etwas getan. Warum bringt jemand ein unschuldiges Kind um und entsorgt es wie ein Stück Abfall?", so Mama Zarema und äußert einen schrecklichen Verdacht. "Es war bestimmt jemand aus diesem Hof - das spüre ich", hatte sie vermutet und sollte offenbar recht behalten ... In der Nacht auf Dienstag wurde ein Nachbar wegen dringenden Tatverdachts verhaftet. Im Bild: Die versiegelte Wohnungstür des Tatverdächtigen. Der Nachbar soll in einer ersten Einvernahme die Tat ohne jegliche Emotionen gestanden haben.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Sein dunkles Geheimnis schlummerte im Rucksack - dort bewahrte Robert K. nämlich eine blutige Jeans auf. Ansonsten gab er sich noch am Montag wie immer. Mit modischer Frisur und sauberem Outfit kam er pünktlich zum Unterricht in ein Elite-Gymnasium in Wien-Döbling.

In der Pause erzählte der Fünftklässler seinen Schulkollegen noch von der unfassbaren Tat, die ein Irrer am Wochenende im "Ditteshof" begangen hatte. Was keiner der Teenager ahnen konnte: Der Killer der kleinen Hadishat (7) stand ihnen unmittelbar gegenüber.

Lesen Sie mehr: Bruder der getöteten 7-Jährigen: "Täterfamilie terrorisiert uns mit SMS" >>

Ein so brutales Verbrechen hätte dem immer ruhigen und sehr introvertierten Robert niemand zugetraut. Er galt als Einzelgänger, war aber nicht der Musterschüler, der er bei der Kripo vorgibt zu sein. Ein Jahr musste er 16-Jährige laut "Heute"-Infos bereits wiederholen.

"Er war eigentlich ein Einzelgänger", berichten Mitschüler. In sozialen Netzwerken trat er noch unter seinem tschetschenischen Namen Azret auf.

Am Schulhof kursiert noch ein wildes Gerücht: Er soll seiner Freundin am Sonntag per WhatsApp seine Tat gestanden haben. Montagnacht ließ er ann auch die Kripo in seine seelischen Abgründe schauen: "Ja, ich habe sie getötet - weil ich in schlechter Stimmung war."

Als seine Eltern ein Konzert besuchten und der Bruder im Garten spielte, schritt Robert K. zum teuflichen Werk. Nur die Katze, die das Nachbarsmädchen so liebte, war Zeugin.

Ein "Heute" zugespieltes Video zeigt die blutgetränkte Badematte. Die Familie des Opfers sagt dazu: "Es ist für uns völlig undenkbar, das Mutter und Vater nichts vom Vertuschen des Verbrechens mitbekommen haben."

Für Robert K. gilt die Unschuldsvermutung.

Mordfall Hadishat: Mädchenleiche in Döbling gefunden

Anwalt Rast im Video: So geht es jetzt der Familie

Das "Heute"-Interview mit der Mutter, die Fotos:
Mordfall Hadishat: Jetzt spricht die Mutter

Alle Artikel zum Kindermord in Döbling:

  • Familie von Hadishat (7) hat bereits neue Wohnung

  • Bleibt die Tatwaffe für immer verschollen?

  • Hadishats Killer will nicht mehr mit der Polizei reden

  • Hadishat klopte um 15 Uhr an der Tür ihres Killers

  • "Beim Tee fragte mich Mama des Täters aus"

  • Täterprofil: "Massive emotionale Defizite"

  • "Er wollte auch schon seinen Bruder umbringen."

  • Familie von Hadishats Killer unter Polizeischutz

  • Hadishats Mutter will von Tatort wegziehen

  • Mit 2 kam er nach Wien, so wurde Robert K. zum Killer

  • Killer Robert K.: "Mutter tut mir leid, Hadishat nicht"

  • Mit 2 kam er nach Wien, so wurde Robert K. zum Killer

  • "Sie war zur falschen Zeit am falschen Ort"

  • Mord an Hadishat: Es war der Nachbar!

  • Um Mitternacht klickten die Handschellen für den Killer

  • Polizeieinsatz bei Trauer für Hadishat im Dittes-Hof

  • Mord an Hadishat (7) – Das Protokoll des Verbrechens

  • Kleine Hadish (7) musste sterben – Jagd auf Täter

  • Hadishat (7) getötet: Suche mit Hunden nach dem Killer

  • Jetzt spricht die Mutter des ermordeten Mädchens

  • Erstochene Hadishat (7): Jeder verdächtigt jeden

  • Kleine Hadishat (7) musste sterben – Jagd auf Täter

  • Kinderleiche in Döbling: Mädchen wurde ermordet

  • Kinderleiche identifiziert, Todesursache wird geklärt

  • Döbling: Mädchen (7) tot im Mistkübel gefunden
  • Die Bilder des TagesDie Bilder des Tages

    Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


    Das könnte Sie auch interessieren:

    Kommentarfunktion geschlossen
    Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

    Die beliebtesten Leser-Kommentare

    • Miz am 17.05.2018 08:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Mittäter suchen!

      Als seine Eltern ein Konzert besuchten...Am Brunnenmarkt gibts Konzertbühnen))? einfach so liegt Teppich im Blut...und keiner fragt wo hast du dich SO verletzt? Polizei soll nicht aufhören und Mittäter weiter suchen!

    • Wienerin am 17.05.2018 09:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Hmm??

      Es hat geheißen zu der tat waren die einkaufen jetzt steht die waren auf ein Konzert irgendwas stimmt hier nicht

      einklappen einklappen
    • ray becker am 17.05.2018 09:38 Report Diesen Beitrag melden

      so schauts aus

      und die Familie hat nichts mitbekommen??? na das glaub ich sofort.

    Die neuesten Leser-Kommentare

    • Calimero am 17.05.2018 12:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Bande

      Der Vater soll eine Firma haben und die Mutter Schuhverkäuferin sein ! Die Familie soll daher etwas Geld haben !

      • Rorschach am 17.05.2018 13:07 Report Diesen Beitrag melden

        Und der Zusammenhang mit dem Artikel

        ist genau wo zu finden?

      einklappen einklappen
    • angi am 17.05.2018 11:27 Report Diesen Beitrag melden

      würde mich interessieren

      und wer bezahlt die Privatschule?

      • Stoltzer Österreicher am 17.05.2018 11:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

        @angi

        Genau dasselbe habe ich mir gerade auch gedacht. Ich würde meine Kinder auch gerne in eine Privatschule schicken. Aber leider sind die etwas teuer für meine Verhältnisse. Ich wußte auch gar nicht daß diese Familie katholisch ist (wenn er als Moslem in einer öffentliche katholische Schule geht, lasse ich mir noch einreden aber eine katholische PRIVATSCHULE????)

      • Janina Bruckner am 17.05.2018 12:07 Report Diesen Beitrag melden

        gratis - schulplatz

        jede privatschule hat ein begrenztes kontingent an gratisplätzen für sozialfälle. für diese kinder zahlen die anderen eltern mit. ist aber nur eine vermutung.

      • Rorschach am 17.05.2018 13:13 Report Diesen Beitrag melden

        Ist das Elite-Gymnasium privat?

        Oder braucht man nur einen sehr hohen Notendurchschnitt, damit man dort eintreten darf?

      einklappen einklappen
    • Zoey am 17.05.2018 11:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Hmm

      Ich weis nicht warum aber ich hab das Gefühl das da was nicht stimmt...er hat sie Vlt umgebracht aber alleine weg gebracht hat er sie sicher nicht, einen toten Körper kann keiner alleine weg tragen...ich hoffe das sich alles aufklärt.

      • Hadrian am 17.05.2018 15:54 Report Diesen Beitrag melden

        @Zoey

        Bitte, sofern vorhanden, Denkapparat (vulgo Hirn) einschalten! ...einen toten Körper kann keiner allein weg tragen!... es handelte sich bei diesen Körper um ein armes, siebenjähriges Mädchen! Da muss man kein ausgesprochen kräftiger Mann sein, um so einen kleinen Körper alleine wegzuschaffen, sowas schafft ein jeder normal gewachsener Bursche von 16 mit links! Bei einem Erwachsenen mit ca. 80 kg oder mehr wird man es kaum mehr alleine schaffen, ihn zu beseitigen...

      einklappen einklappen
    • Magomed. am 17.05.2018 10:09 Report Diesen Beitrag melden

      Trauer

      Hört doch auf das weiter in die länge zu ziehen. Zwei Familien haben jeweils ein Kind verloren. Hört auf die Familien da mit reinzuziehen. Der Junge ist krank keine frage aber hätten die Eltern des Jungen mit der Tat zu tun wären sie nicht frei. Hört auf es schwieriger zu machen als es ist und lasst beide Familien trauern.

    • ray becker am 17.05.2018 09:38 Report Diesen Beitrag melden

      so schauts aus

      und die Familie hat nichts mitbekommen??? na das glaub ich sofort.