Und wieder freigelassen

14. März 2018 13:17; Akt: 14.03.2018 15:06 Print

Erstes Wildschwein wurde in Lebendfalle gefangen

Weil sich Wildschweine immer öfter in bewohntes Gebiet wagen, wurden in Donaustadt Lebendfallen aufgestellt. Das erste Tier wurde bereits gefangen.

In Donaustadt wurden Lebendfallen für Wildschweine aufgestellt. (Bild: iStock/Symbolbild)

In Donaustadt wurden Lebendfallen für Wildschweine aufgestellt. (Bild: iStock/Symbolbild)

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Etwa 15 Wildschweine leben rund um den Biberhaufenweg (Donaustadt). Das Problem: Die Wildtiere wagen sich immer näher in bewohntes Gebiet: "Die Wildschweine kommen nicht nur sehr nahe an die Häuser heran, sie stehen auch oft am Straßenrand und sind damit sehr gefährlich für Autofahrer. Das bedeutet eine Gefahr für Leib und Leben, wir mussten daher handeln", erklärt der Forstdirektor der MA 49, Andreas Januskovecz.

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Da es sich um besiedeltes Gebiet handelt, war eine Jagd unmöglich. Die MA 49 stellte daher vor etwa fünf Tagen zwei Lebendfallen auf, die mindestens zweimal pro Tag kontrolliert werden. Die innen abgedunkelten Holzbehälter sind mit einem Falltor ausgestattet. Das Wildschwein wird mit einem Apfel, der an einem Strick hängt, angelockt: "Sobald der Apfel vom Tier berührt wird, geht das Falltor automatisch zu", erklärt Januskovecz.

Männliches Jungtier ging in die Falle

Einen ersten Erfolg gibt es bereits: Dienstagfrüh ging das erste Tier in die Falle: "Das war ein etwa zwei- bis dreijähriges, männliches Jungtier. Wir haben es im Wienerwald, noch auf Wiener Stadtgebiet, wieder in die Freiheit entlassen", so der Forstdirektor.


(Quelle: MA 49)

Wie lange die Fallen noch stehen bleiben, ist noch nicht fix: "Wir fangen sicher nicht alle Tiere, sondern nur ein paar. Wildschweine sind ja hochintelligent und haben einen sehr guten Geruchssinn. Sie merken, dass ein paar ihrer Artgenossen plötzlich nicht mehr da sind und werden das Revier wechseln. Mit diesem Effekt rechnen wir", meint Januskovecz.

Vorsicht: Frühling ist Frischlings-Zeit

Obwohl es rund um den Biberhaufenweg bisher zu keinen gefährlichen Begegnungen zwischen Mensch und Tier kam, ist derzeit Vorsicht geboten. Denn bereits im März kommen viele Frischlinge zur Welt. Kommen Spaziergänger einer Bache (weibliches Wildschwein) und ihren Jungen zu nahe, kann es sein, dass diese aggressiv wird und ihren Nachwuchs verteidigt. Am besten ist es daher, den Tieren möglichst aus dem Weg zu gehen.

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(cz)

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