Grazer Amokfahrer verteidigt

17. Mai 2018 15:44; Akt: 18.05.2018 08:20 Print

Bekannte Anwältin für Killer von Hadishat († 7)

Nach Informationen von "heute.at" hat die Strafverteidigerin Liane Hirschbrich den Fall Robert K. übernommen. Sie wird den 16-Jährigen vor Gericht verteidigen. Er sitzt in U-Haft.

Bildstrecke im Grossformat »
Robert K.: das Gutachten ist da. Er muss wohl für sehr lange Zeit in den Maßnahmen-Häfn nach Göllersdorf (NÖ). Robert K. soll das Mädchen in der elterlichen Wohnung ermordet haben. Er will am Freitag eine "allgemeine Wut" verspürt haben: Hadishat war nach seinen Angaben einfach Ihr Tod schockte ganz Wien: Die erst sieben Jahre alte Hadishat wurde am Samstag (12. Mai) Ihre Leiche wurde am Samstag (12. Mai) in einer Wohnhausanlage in der Heiligenstädter Straße in einem Mistkübel entdeckt. Das Mädchen wurde Freitagabend als vermisst gemeldet, nachdem es beim Spielen am Nachmittag plötzlich verschwunden war. Fieberhaft suchten auch Freunde und Verwandte nach dem Kind: Auch auf Facebook wurde ein Suchaufruf gestartet. Wie die Polizei mitteilte, wurde daraufhin von der Polizei im Bereich der Wohnhausanlage und Umgebung eine Suchaktion gestartet. Im Zuge dieser Suchaktion machten Polizisten am Samstagmorgen schließlich die schreckliche Entdeckung. Gegen 8.30 Uhr fanden die Beamten den Leichnam des vermissten Mädchens. Die kleine Hadishat mit tschetschenischen Wurzeln wurde in Plastik gewickelt und ihre Leiche im Restmüll entsorgt. Laut Obduktion wurde das Mädchen durch einen Messerstich getötet. Noch am Samstag musste die Mutter ihre Siebenjährige identifizieren. Bei der Obduktion wurden keine Anzeichen auf ein Sexualdelikt festgestellt, so Polizeisprecherin Irina Steirer. "Ich weiß nicht, wie ich weiterleben soll", klagte die verzweifelte Mutter, Zarema G., "Welche Bestie hat mir das angetan? Denn ein Mensch, der nur etwas Herz hat, kann so etwas nicht machen. Sie war so ein liebes Mädchen - unser Sonnenschein." "Ich kann einfach nicht fassen, was passiert ist. Ich will nicht glauben, dass meine süße Hadishat nicht mehr bei der Tür hereinkommen wird." "Hadish hat niemandem etwas getan. Warum bringt jemand ein unschuldiges Kind um und entsorgt es wie ein Stück Abfall?", so Mama Zarema und äußert einen schrecklichen Verdacht. "Es war bestimmt jemand aus diesem Hof - das spüre ich", hatte sie vermutet und sollte offenbar recht behalten ... In der Nacht auf Dienstag wurde ein Nachbar wegen dringenden Tatverdachts verhaftet. Im Bild: Die versiegelte Wohnungstür des Tatverdächtigen. Der Nachbar soll in einer ersten Einvernahme die Tat ohne jegliche Emotionen gestanden haben.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Wiener Rechtsanwältin Liane Hirschbrich hat das Mandat für Robert K. übernommen. Der 16-jährige Gymnasiast soll die 7-jährige Hadishat im Badezimmer in der Duschtasse erstochen haben.

Umfrage
Wird Wien immer brutaler?
85 %
4 %
8 %
3 %
Insgesamt 71996 Teilnehmer

K. wurde in der Nacht auf Dienstag von den Beamten festgenommen, nachdem Spürhunde die Polizei zu seiner Wohnung im "Ditteshof" in Döbling geführt hatten. Zuerst hatte er die Tat noch bestritten und behauptet, dass er sich in der Schule verletzt hatte.

Robert K. zeigt sich wenig kooperativ

Doch als die Polizei nachhackte und immer misstrauischer wurde, änderte er seine Geschichte. Nachdem die Beamten seine Eltern aus der Wohnung gebracht hatten, legte er ein umfangreiches Geständnis ab. Er gab zu, die kleine Hadishat getötet zu haben.

Als Grund für die Tat gab er an, dass er bereits die ganze Woche in "schlechter Stimmung" war. Er hatte seine "allgemeine Wut" im Badezimmer an dem Mädchen entladen.


Anfangs zeigte sich Robert K. gegenüber den Beamten noch durchaus kooperativ, mittlerweile soll er aber nicht mehr mit der Polizei sprechen wollen und schweigen. Er sitzt seit Donnerstag in Untersuchungshaft.

Grazer Amokfahrer verteidigt

Nun wird ihm die bekannte Anwältin Liane Hirschbrich zur Seite gestellt. Mit ihr wird der 16-Jährige vermutlich mehr reden als mit den Ermittlern.

Hirschbrich erlangte in Österreich vor allem mit ihrer Verteidigung des Grazer Amokfahrers Alen R. Bekanntheit. Nun wird sie den Killer von Hadishat vor Gericht verteidigen.

Neues Video aufgetaucht: Was wusste die Familie des Killers wirklich? Hier geht es zur Exklusiv-Story >>

Mordfall Hadishat: Mädchenleiche in Döbling gefunden

Anwalt Rast im Video: So geht es jetzt der Familie

Das "Heute"-Interview mit der Mutter, die Fotos:
Mordfall Hadishat: Jetzt spricht die Mutter

Alle Artikel zum Kindermord in Döbling:

  • Familie von Hadishat (7) hat bereits neue Wohnung

  • Bleibt die Tatwaffe für immer verschollen?

  • Hadishats Killer will nicht mehr mit der Polizei reden

  • Hadishat klopfte um 15 Uhr an der Tür ihres Killers

  • "Beim Tee fragte mich Mama des Täters aus"

  • Täterprofil: "Massive emotionale Defizite"

  • "Er wollte auch schon seinen Bruder umbringen."

  • Familie von Hadishats Killer unter Polizeischutz

  • Hadishats Mutter will von Tatort wegziehen

  • Mit 2 kam er nach Wien, so wurde Robert K. zum Killer

  • Killer Robert K.: "Mutter tut mir leid, Hadishat nicht"

  • Mit 2 kam er nach Wien, so wurde Robert K. zum Killer

  • "Sie war zur falschen Zeit am falschen Ort"

  • Mord an Hadishat: Es war der Nachbar!

  • Um Mitternacht klickten die Handschellen für den Killer

  • Polizeieinsatz bei Trauer für Hadishat im Dittes-Hof

  • Mord an Hadishat (7) – Das Protokoll des Verbrechens

  • Kleine Hadish (7) musste sterben – Jagd auf Täter

  • Hadishat (7) getötet: Suche mit Hunden nach dem Killer

  • Jetzt spricht die Mutter des ermordeten Mädchens

  • Erstochene Hadishat (7): Jeder verdächtigt jeden

  • Kleine Hadishat (7) musste sterben – Jagd auf Täter

  • Kinderleiche in Döbling: Mädchen wurde ermordet

  • Kinderleiche identifiziert, Todesursache wird geklärt

  • Döbling: Mädchen (7) tot im Mistkübel gefunden
  • Die Bilder des TagesDie Bilder des Tages

    Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


    Das könnte Sie auch interessieren:

    (wil)

    Kommentarfunktion geschlossen
    Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

    Die beliebtesten Leser-Kommentare

    • N. Utten am 17.05.2018 17:03 Report Diesen Beitrag melden

      Das Ansehen von Anwälten

      ist mittlerweile schlimmer als bei Maklern, Gebrauchtwagenhändlern od. Prostituierten.

    • Jupp Schmitz am 17.05.2018 16:10 Report Diesen Beitrag melden

      Wer soll das bezahlen ?

      ... wer hat das bestellt ?

      einklappen einklappen
    • Kalinka am 17.05.2018 15:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Honorar?

      mit was bezahlt er die Anwältin. FüF

      einklappen einklappen

    Die neuesten Leser-Kommentare

    • Resi am 18.05.2018 14:05 Report Diesen Beitrag melden

      Wir machen das schon.....

      Wir bezahlen das, so wie alles andere auch..... Ich habe grosses Mitgefühl was dieser Mutter und Familie widerfahren ist, trotzallemdem Frage ich mich wie es sein kann das hier sofort eine Wohnung zur Verfügung steht, ein Umzug organisiert wird und mit weiss nicht wievielen Fotos das Leid präsentiert wird. Ich habe selbst Kinder und der Schmerz ist nicht nachzuvollziehen, allerdings könnte ich nicht 3 Tage später für Fotos posieren. Aber sei es wie es ist, teure Anwälte, im wohl Überschuss freistehende Gemeindewohnungen ob wir dies auch in Tschetschenien erhalten würden.....

    • Willi Ott am 18.05.2018 12:40 Report Diesen Beitrag melden

      Herr

      urteil . Lebenslang. Nach 15 jahre Freiheit. Da kann er schon jetzt auf die 15 Jahre in Schutzhaft vorbereiten. Oder er bekommt die Weisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Das wäre das beste was ihm passieren kann. Doch eine Monster wie er sollte in die Hölle kommen um gleiches Leid zu erfahren wie das kleine unschuldige Mädchen und deren Mutter. R.I.P.

    • Calimero am 18.05.2018 08:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Krone

      Denn nach offenbar ernst zu nehmenden Morddrohungen von Mithäftlingen gegen den Verdächtigen - in der Häfenhierarchie stehen Kindermörder ganz unten - wird der 16-Jährige von der Justiz streng abgeschirmt. Selbst beim Hofgang muss Robert K. von mehreren Beamten begleitet werden.

      • Willi Ott am 18.05.2018 12:41 Report Diesen Beitrag melden

        Herr

        Spaziergang alleine. Dafür braucht es nur einen Beamten am wachturm.

      einklappen einklappen
    • mimimiiiii am 18.05.2018 07:52 Report Diesen Beitrag melden

      Die Mädels vom

      Laufhaus haben mittlerweile einen besseren Ruf als unsere Anwälte und Richter ( und Innen natürlich)

      • Asterix am 19.05.2018 10:59 Report Diesen Beitrag melden

        Kein Vergleich

        Was heißt schlechter Ruf! Sie verkaufen eine Dienstleistung. Muss auch keiner mit ihnen in Kontakt kommen wenn er oder sie es nicht will. Hier wird aber ein gefährlicher Mörder Verteidigt, so daß er wieder so schnell wie möglich unsere Gesellschaft bedrohen kann. Und genau das Gegenteil müsste geschehen. Es gibt keinen Grund mehr so einen Menschen unter uns weiter zu weilen zu lassen. Man muss sich schon gut überlegen wo man heutzutage mit seiner Familie in Österreich hin fährt ohne sie in Gefahr zu bringen. Danke liebe SPÖ und die anderen linksextremmen, das ist euer Werk.

      einklappen einklappen
    • Freudenhäusel am 18.05.2018 07:44 Report Diesen Beitrag melden

      Frau

      Warum stellt ihr Euch immer die Frage, wer das bezahlt? In diesem Fall werden es wohl die Eltern zahlen sind ja nicht arm ( Privat schule). Ansonsten hat jeder Angeklagte das Recht auf einen Pflichtverteidiger - das ist in einer Demokratie Gott sei Dank so. Staranwälte machen es oft ohne höheres Honorar um noch berühmter zu werden.