Kampagne gegen Belästigung

14. Juni 2018 15:44; Akt: 14.06.2018 15:44 Print

Mehr Sicherheit für Frauen am Donauinselfest

"Wir schauen aufeinander und die Stadt schaut auf dich": So lautet das Motto der neuen Kampagne für mehr Sicherheit am 35. Donauinselfest.

Donauinselfest-Organisator Thomas Waldner, SPÖ-Wien-Managerin Barbara Novak, Frauenstadträtin Kathrin Gaal und Landespolizei-Vizepräsident Michael Lepuschitz (Bild: Sabine Hertel)

Donauinselfest-Organisator Thomas Waldner, SPÖ-Wien-Managerin Barbara Novak, Frauenstadträtin Kathrin Gaal und Landespolizei-Vizepräsident Michael Lepuschitz (Bild: Sabine Hertel)

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Von 22. bis 24. Juni wird die Donauinsel wieder zur riesigen Freiluft-Bühne. Schon jetzt zählt das Donauinselfest zu den sichersten und friedlichsten Großveranstaltungen seiner Art. Ziel: Besucher und Besucherinnen – besonders Frauen – sollen sich rund um die Uhr wohlfühlen. Die Sicherheitskonzepte des Inselfests bestehen aus vielen verschiedenen Maßnahmen, die gemeinsam mit der Polizei, den zuständigen Behörden und Experten entwickelt und realisiert werden. Doch: Die Inselfest-Organisatoren zählen auf die Hilfe und Aufmerksamkeit aller Besucher und Besucherinnen.

Neue Awareness-Kampagne

Am Donnerstag stellte SPÖ Wien-Landesparteisekretärin Barbara Novak die neue Awareness-Kampagne der MA 57 (Frauenservice Wien) vor, die erstmals auf dem Donauinselfest, ein sichtbares Zeichen gegen Grenzverletzungen, Übergriffe und sexualisierte Gewalt setzen soll. Die SPÖ als Veranstalter des Festivals signalisiert: Frauen können sich in Wien sicher fühlen.

"Die Awareness-Kampagne gegen die Belästigung von Frauen ist eine der wichtigsten Aktionen, die wir im Rahmen des 35. Donauinselfestss starten. Mein großer Dank gilt unserer Frauenstadträtin Kathrin Gaál und dem Frauenservice der Stadt Wien. Das Donauinselfest ist die erste Großveranstaltung bei der dieser Rettungsanker für Frauen und Mädchen zum Einsatz kommt. Wir wissen, dass es immer wieder vorkommt, dass Frauen und Mädchen auf Großveranstaltungen belästigt werden. Als SPÖ Wien, als Veranstalter des Donauinselfestes, werden wir Übergriffe auf Frauen und Mädchen absolut nicht akzeptieren", erklärt Barbara Novak.

Sicherheitsempfinden soll gestärkt werden

Durch die Awareness-Kampagne soll das Sicherheitsempfinden von Frauen gestärkt und gleichzeitig Frauen in Gefahren-Situationen unterstützt werden. Die Sicherheitskräfte werden für das Donauinselfest speziell geschult, mit Stoffbuttons ausgestattet und sind sich ihrer Aufgabe als "Rettungsanker" bewusst, um eine abschreckende Wirkung gegen potentielle Täter zu erzielen.

"In Wien sollen Frauen unabhängig, frei und selbstbestimmt leben können und auch am Donauinselfest, das seit vielen Jahren ein voller Erfolg ist, wird das Thema Sicherheit sehr groß geschrieben. Frauen und Mädchen sollen sich am Donauinselfest wohlfühlen –ohne Sorgen oder Belästigungen. Wenn Mädchen oder Frauen in Not geraten ist es überaus wichtig, dass es dafür zuständige Stellen und Ansprechpersonen gibt. Deshalb gibt es erstmals am Donauinselfest ein eigens geschultes Personal, welches im Falle einer Belästigung sofort ansprechbar ist und sofort eingreift und helfen kann. Sichtbar für alle Besucherinnen und Besucher sind die genannten Personen durch eigene Buttons“, erklärt Frauenstadträtin Kathrin Gaál.

Stoffbuttons mit Rettungsanker als Erkennungsmerkmal

Die Organisatoren, Mitarbeiter und Sicherheitskräfte des Donauinselfests fungieren als "Awareness Teams" und können im Fall einer Belästigung schnell und kompetent eingreifen und helfen. Sie werden mit Stoffbuttons mit einem Rettungsanker und der Aufschrift "Hilfe bei Belästigung" und "Ich bin dein Rettungsanker" ausgestattet.

"Die Landespolizeidirektion Wien wird auch beim diesjährigen Donauinselfest für die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher sorgen. Wir unterstützen natürlich auch die Awareness-Kampagne der MA 57. Die Sicherheit der Frauen ist der Polizei ein Herzensanliegen, so der Wiener Landespolizeivizepräsident Michael Lepuschitz.

Statement für Sicherheit

Neben den auffälligen Stoffbuttons, wird die Aktion auch auf allen 16 Vidiwalls des Inselfests mit einem kurzen Imagefilm beworben. Plakate an den öffentlichen Toiletten des Donauinselfests mit Hinweis auf den 24 Stunden Frauennotruf der Stadt Wien (01/71719) sowie Aufkleber verstärken die Awareness-Kampagne.

"Als Veranstalter nehmen wir das Thema Sicherheit sehr ernst und sind uns der Verantwortung bewusst. Wir stehen voll hinter dem Motto ‚Wir schauen aufeinander und die Stadt schaut auf dich", so Thomas Waldner, Projektleiter des Donauinselfests, abschließend.

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(gem)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lauren am 14.06.2018 18:43 Report Diesen Beitrag melden

    Erinnert mich stark an .....

    ... Schweden !! Nachdem so viele Sexuelle Straftaten auf Festivals begangen wurden haben sie sich entschlossen "Platik Armbänder" mit der Aufschrift " Dont Rape" zu verteilen !! Gebracht hat es nichts .... und auch dieses Jahr wird wieder einiges passieren und dann von den Medien vertuscht weil " Wien ist sicher für euch Frauen" ..... wieso werden keine "Burkas" mit der Aufschrift " So fühl ich mich sicher in WIen" ???

  • genug am 14.06.2018 20:31 Report Diesen Beitrag melden

    die sicherste stadt ?

    wieso ist eigentlich mehr sicherheit notwendig ? ist es bei uns denn unsicher ?

  • Theodosius am 14.06.2018 21:30 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Armutszeugnis

    Vor 2015 war das kulturell noch kein Thema. Geben wir niemals unsere gesellschaftlichen Errungenschaften der westlichen Welt auf !

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Nina am 15.06.2018 06:36 Report Diesen Beitrag melden

    Anfang

    Es sollte damit angefangen werden, dass man die Besucher aus den "bestimmten" Ländern erst gar nicht auf das Donauinselfest reinlässt bzw. sofort verweist.

  • Theodosius am 14.06.2018 21:30 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Armutszeugnis

    Vor 2015 war das kulturell noch kein Thema. Geben wir niemals unsere gesellschaftlichen Errungenschaften der westlichen Welt auf !

  • genug am 14.06.2018 20:31 Report Diesen Beitrag melden

    die sicherste stadt ?

    wieso ist eigentlich mehr sicherheit notwendig ? ist es bei uns denn unsicher ?

  • Drakensang am 14.06.2018 20:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geht komplett schief!

    Zum einen ist die Dränglerei zu gross und zu Mandelentzündung gibt es zuviel Facharbeiter die grapschen werden und mit Öffis an- und abreisen.

  • Lauren am 14.06.2018 18:43 Report Diesen Beitrag melden

    Erinnert mich stark an .....

    ... Schweden !! Nachdem so viele Sexuelle Straftaten auf Festivals begangen wurden haben sie sich entschlossen "Platik Armbänder" mit der Aufschrift " Dont Rape" zu verteilen !! Gebracht hat es nichts .... und auch dieses Jahr wird wieder einiges passieren und dann von den Medien vertuscht weil " Wien ist sicher für euch Frauen" ..... wieso werden keine "Burkas" mit der Aufschrift " So fühl ich mich sicher in WIen" ???