Verdächtiger in Haft

07. März 2018 20:21; Akt: 08.03.2018 12:27 Print

Messer-Attacke in der Praterstraße - 4 Verletzte

In der Praterstraße in Wien-Leopoldstadt hat ein Unbekannter offenbar wahllos auf Passanten eingestochen. Vier Menschen wurden lebensgefährlich verletzt.

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Auf der Praterstraße hat am Mittwoch (7. März) ein vorerst Unbekannter eine dreiköpfige Familie nieder und flüchtete anschließend. Die Bluttat ereignete sich an einem Abgang zur U-Bahnstation Nestroyplatz. Eines der Opfer, ein 17 Jahre altes Mädchen, konnte sich schwer verletzt in ein nahes Asia-Restaurant retten. Sie und ihre Eltern (Vater 67, Mutter 56 Jahre alt) wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei sowie die Spezialeinheit WEGA suchten nach dem flüchtigen Mann. Eine knappe halbe Stunde später wurde ein 20-Jähriger auf dem nahen Praterstern ebenfalls mit einem Messer attackiert. Kurz darauf konnte ein 23-jähriger Afghane als Tatverdächtiger festgenommen werden. Lange Zeit war unklar, ob es sich bei dem Verdächtigen auch um den Täter aus der Praterstraße handelt. Der junge Mann wurde am Donnerstag einvernommen und zeigte sich gegenüber der Polizei geständig beide Taten begangen zu haben. Er selbst gab an, dass er in einer schlechten, aggressiven Stimmung war, auf seine gesamte Lebenssituation wütend war. Deshalb habe die Familie angegriffen. Am Praterstern habe er schließlich einen Bekannten, den 20-Jährigen, angegriffen, weil er diesen für seine vergangene Drogensucht verantwortlich macht. Berichte, wonach die Tat politisch motiviert gewesen sein soll, wurden durch die Aussage des Verdächtigen widerlegt. Die Nachfrage, ob die Tat auch politisch motiviert war, habe der 23-Jährige eindeutig verneint, so die Polizei am Donnerstag. In der Nacht auf Donnerstag konnten drei der vier Opfer von den Ärzten stabilisiert werden: Die beiden Frauen (56 und 17), sowie ... ... der verletzte Mann am Praterstern (20) befinden sich nicht mehr in Lebensgefahr. Der Gesundheitszustand des Mannes (67) ist nach wie vor kritisch.

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Ein Unbekannter hat am Mittwochabend auf der Praterstraße auf Höhe der U1-Station Nestroyplatz gegen 19.45 Uhr mit einem Messer offenbar wahllos auf Passanten eingestochen und flüchtete anschließend in Richtung Praterstern. Laut Informationen gibt es vier Schwerverletzte - zwei schweben in Lebensgefahr.

Die genaue Umstände der Tat sind noch nicht bekannt. Die Polizei sowie die Spezialeinheit WEGA waren im Einsatz. Schwer gerüstete Beamte mit Sturmgewehren suchten die umliegende Gegend ab. Polizeifahrzeuge mit Blaulicht patrouillierten auf den umliegenden Straßen. Ein Verdächtiger wurde am späten Abend verhaftet. Die Streifenpräsenz in Wien wurde jedoch erhöht für den Fall, dass es sich nicht um den Gesuchten handelt.


Ein auf Snapchat veröffentlichtes Video, das in der Leopoldstadt in Wien aufgenommen wurde, zeigt vermutlich den Polizeieinsatz wegen des Messerstechers. Video: Tamedia/Snapchat

Opfer zwischen 40 und 50 Jahre alt

Bei den Opfern, die am Nestroyplatz angegriffen wurden, handelt es sich um eine dreiköpfige Familie (Vater 67, Mutter 56 und Tochter 17 Jahre alt). Während die beiden Frauen inzwischen stabilisiert wurden, schwebt der Mann weiterhin in Lebensgefahr. Die Berufsrettung war mit acht Rettungsfahrzeugen und einem Katastrophenzug im Einsatz.

Mögliche weitere Opfer

Nach der Tat gab es am Praterstern gegen 20.15 Uhr ebenfalls einen Schwerverletzten nach einem Messerstich. Der 20-Jährige wurde ebenfalls lebensgefährlich verletzt.

Im Zuge einer Sofortfahndung konnte ein 23-jähriger Tatverdächtiger festgenommen werden. Ob zwischen den beiden Taten ein Zusammenhang besteht, war zunächst noch Gegenstand von Ermittlungen, teilte die Polizei mit. Der Praterstern befindet sich nur wenige Gehminuten von der Praterstraße entfernt.


Polizei bewacht Hauseingänge

Schwerbewaffnete Polizisten bewachten Hauseingänge. Ein Rettungsfahrzeug raste gegen 21.20 Uhr mit Blaulicht in Richtung Innenstadt.




U-Bahnzüge drehten um

Die U-Bahnen beim und rund um den Nestroyplatz wurden sicherheitshalber umgeleitet. So blieb ein U-Bahnzug der Linie U2 am Praterstern zunächst 10 Minuten stehen, bevor er umdrehte und wieder zur Taborstraße zurückfuhr.

Die Polizei durchkämmte am Abend neben der näheren Umgebung auch die Kärntner Straße und den Donaukanal.

So berichtet die Welt über die Messerattacke in Wien:
Messerattacke in Wien: Die Schlagzeilen der Welt

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ulli G. am 07.03.2018 21:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Praterstrasse

    Die Wega muss schon fast tägl. ausrücken....kostet eh fast nix so ein Einsatz. Bei sovielen "Messerspezialisten" fühlt man sich nirgens mehr sicher..Trauriges Wien. Da war es mal sehr schön - Betonung liegt auf "war".

    einklappen einklappen
  • Como am 07.03.2018 21:12 Report Diesen Beitrag melden

    Ergebnis der Politik von Rot/Grün

    Da tobt die Brauner! der Ungar hat doch recht. Das ist das neue Wien. Gemacht von Rot/Grüne. Danke

  • seven am 07.03.2018 21:23 Report Diesen Beitrag melden

    Die Slogans der Politiker bei der Wahl

    Van der Bellens Slogan - Mutig in die Zukunft C.Kern - Nehmt euch was euch zusteht

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Bubi am 08.03.2018 07:59 Report Diesen Beitrag melden

    Sicherheit

    Soviel zum ach so sicheren Wien!

  • zimbo am 08.03.2018 06:04 Report Diesen Beitrag melden

    Und wieder frei ?

    Wieviel kostet der Promianwalt dem Steuerzahler, den unsere NGOs stellen ?

  • zachaeus am 08.03.2018 04:44 Report Diesen Beitrag melden

    Kann es sein,

    dass der ungarische Politiker mit seinem Video "Bingo" sagt, wenn er das liest?

  • Stefan R am 07.03.2018 23:57 Report Diesen Beitrag melden

    Reflektiert bitte

    Jede Stadt verändert und entwickelt sich im Laufe der Jahre. In den Medien waren immer schon Schreckensmeldungen zu lesen und das wird auch immer so sein. Dennoch ist Wien eine wunderschöne und einer der sichersten Städte der Welt mit einer der höchsten Lebensqualitäten!!! Menschen die aus den unterschiedlichsten Motiven solche Taten begehen gibt es in jeder Kultur. Das ist unabhängig davon ob jemand Migrationshintergrund hat oder nicht... Kopf hoch Wien ist schön und es leben auch sehr viele herausragende, wunderbare Menschen hier und auch solche aus den unterschiedlichsten Ländern der Welt

  • Pontius Pilatus am 07.03.2018 23:39 Report Diesen Beitrag melden

    Bei der Hidda Moschee

    in der Praterstrasse 52 direkt neben dem U1 Eingang Nestroyplatz ist immer was los. Viele nette Leute treffen sich da zum Gebet und geselligem Beisammensein. Dieser heimtückische Angriff auf das friedliche Zusammenleben in unserer Stadt ist aufs schärfste zu verurteilen.