Mehr Kontrollen

25. April 2018 18:44; Akt: 25.04.2018 18:46 Print

Mindestsicherung: Erstgespräche ab Herbst

Die "Taskforce Mindestsicherung" zieht nach einem Jahr Bilanz: Es gibt mehr Kontrollen und künftig Erstgespräche mit Video-Dolmetsch.

"Taskforce"-Leiter Peter Stanzl, Noch-Sozialstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) und MA40-Leiterin Agnes Berlakovich (Bild: Sabine Hertel)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die "Taskforce Mindestsicherung" startete vor einem Jahr. Bilanz: "Die Schnittstelle zum AMS wird verbessert", so Taskforce-Leiter Peter Stanzl. Ab Sommer 2018 werden wöchentlich Daten zwischen MA40 und AMS ausgetauscht. "Wenn es etwa Sanktionen vom AMS gibt, scheint das gleich bei der MA40 auf", erklärt Stanzl. Außerdem gibt es mehr und häufigere Kontrollen durch die Mitarbeiter der MA40.

Erst-Gespräche mit Video-Dolmetsch

Eine weitere Neuerung ist ab Herbst geplant: Beim ersten Antrag auf Mindestsicherung gibt es ein Gespräch – wenn nötig mit Video-Dolmetsch. Denn: "Vielen Menschen sind in die Beratungszentren gekommen, weil sie sich nicht ausgekannt haben." Durch die Erstgespräche will die MA40 neue Mindestsicherungsbezieher von Anfang an informieren. Videodolmetscher wird es für den Abbau von Sprachbarrieren geben.

Seit Februar 2018 gilt die neue Wiener Mindestsicherung. 140.103 Bezieher gab’s im März 2018, davon 45.804 Asyl- oder subsidiär Schutzberechtigte. Der Voranschlag für die Mindestsicherung 2018 liegt bei 660 Millionen Euro.

Alle aktuellen Zahlen zur Wiener Mindestsicherung gibt es im Quartalsbericht für das erste Quartal 2018.

Zur Ankündigung von Türkis-Blau, die Mindestsicherung bis 1. 6. im Alleingang für alle 9 Bundesländer zu reformieren, sagt Noch-Sozialstadträtin Sandra Frauenberger: "Die Länder werden sich wehren." Die scheidende Stadträtin betont: "Die Länder wollen keine Grundsatzgesetzgebung, sondern ein gemeinsames Modell."

SP-Wien-Chef Ludwig: "Desavouierung der Länder"

SP-Wien-Chef Michael Ludwig sieht von der Seite der Bundesregierung eine "Desavouierung der Länder". Und: "Ich bin immer für eine bundeseinheitliche Lösung eingetreten. Eine Lösung, die auch gemeinsam erarbeitet wird. Das wird aber nur möglich sein, wenn man mit den Bundesländern spricht und ihnen nicht etwas vorschreibt." Er stellt klar, dass eine Lösung entscheidend wichtig sei, "die auch verfassungskonform ist. Und letztlich geht es auch um die Finanzierung." Wichtig ist dem SP-Wien-Chef: "Die Mindestsicherung ist immer das letzte soziale Netz, das vorgesehen ist für Menschen, die keine andere Möglichkeit haben, ihr Leben zu finanzieren."

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

(gem)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hiesiger am 25.04.2018 18:52 Report Diesen Beitrag melden

    Mindestsicherung

    Was heisst Gespräche mit Antragsteller (Dolmetsch) Zuerst müsste man mit NGOs und Konsorten sprechen, die diesem Personenkreis alles schmackhaft machen. Die richtigen Österreicher wissen am wenigsten wohin und wieviel und scheuen sich auch meistens.

  • Sara am 26.04.2018 04:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum?

    Warum Dolmetschen? Wenn ich im fremden Land nicht für meine Familie und mich sorgen kann, dann muss ich zurück nach hause, habe hier nichts verloren. Zudem sind scheinbar keine Deutschkenntnisse vorhanden

  • Micky mau am 26.04.2018 08:59 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne gute Deutschkenntnisse ist man

    am Arbeitsmarkt nicht vermittelbar und darum dürften diese Leute auch keine Mindestsicherung bekommen, da sie nicht arbeitsfähig sind. Die Grundversorgung ist ausreichend,bis sie wieder nach Hause fahren.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Micky mau am 26.04.2018 08:59 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne gute Deutschkenntnisse ist man

    am Arbeitsmarkt nicht vermittelbar und darum dürften diese Leute auch keine Mindestsicherung bekommen, da sie nicht arbeitsfähig sind. Die Grundversorgung ist ausreichend,bis sie wieder nach Hause fahren.

  • Sara am 26.04.2018 04:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum?

    Warum Dolmetschen? Wenn ich im fremden Land nicht für meine Familie und mich sorgen kann, dann muss ich zurück nach hause, habe hier nichts verloren. Zudem sind scheinbar keine Deutschkenntnisse vorhanden

  • Sanii am 25.04.2018 23:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mindestsicherung ?

    Wo ist das die Relation ? ich bin 20 Jahre alt und bekomme keine mindestsicherung ich bekomme von als nur 270 Euro. Ich bekomme nichts von der Ma40 weil ich bei meiner Mutter wohne und meine Mutter bekommt auch nur 900 Euro. Ich hab 2 Anträge gestellt und es wurde mir gesagt ich bekomme es erst wenn ich 21 bin.

    • Poo Doody am 26.04.2018 09:00 Report Diesen Beitrag melden

      Warum suchst du dir keine Arbeit?

      Und für die Mutter auch gleich eine.

    • Katrin, Wallner am 26.04.2018 10:55 Report Diesen Beitrag melden

      Wozu hakeln?

      Weil chillen bequemer ist! Meine Nachbarn chillen auch den ganzen Tag auf dem Balkon, fahren ein Auto auf Verwandte zugelassen. Mit 2 Kindern kommt ein 2 Erwachsenen Haushalt auf 1900 netto Grundeinkommen zzgl. freier Fahrt in den Öffis und Medikamenten Befreiung!

    • sanii am 26.04.2018 12:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Poo Doody

      Weile meine Mutter im Rollstuhl sitzt und seit heuer bettlägerig ist. Und ich muss sie pflegen. Wie soll ich dann arbeiten gehen ?

    • Poo Doody am 26.04.2018 14:35 Report Diesen Beitrag melden

      @sanii

      na, wenn das so ist, muss ich mich bei dir entschuldigen.

    einklappen einklappen
  • WolfgangHeute am 25.04.2018 20:05 Report Diesen Beitrag melden

    Ich fürchte da sitzen die Falschen

    am Tisch. Alleine im Quartalsbericht ist zu sehen Asyl kostet immer meht, da die Zahlen steigen. Ob da jetzt ein paar Österreicher den Anspruch verloren haben scheint in der sinkenden Gesamtzahl sich zu erklären. Wien ist da voll am falschen Weg, denn die Folgeschäden an der Bevölkerung sind da noch nicht einberechnet.

  • Hiesiger am 25.04.2018 18:52 Report Diesen Beitrag melden

    Mindestsicherung

    Was heisst Gespräche mit Antragsteller (Dolmetsch) Zuerst müsste man mit NGOs und Konsorten sprechen, die diesem Personenkreis alles schmackhaft machen. Die richtigen Österreicher wissen am wenigsten wohin und wieviel und scheuen sich auch meistens.