Verdächtige ausgeforscht

29. Juli 2018 13:48; Akt: 29.07.2018 19:42 Print

Spitalsputzfrau erbeutete 45.000 Euro von Toten

Nach monatelangen Ermittlungen konnte die Wiener Polizei eine Spitalsputzfrau ausforschen, die mit den Bankomatkarten verstorbener Patienten Abhebungen getätigt haben soll.

(c) iStock (Symbolbild)  (Bild: zVg)

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Erfolg für das die Außenstelle West des Landeskriminalamtes Wien. Nach langwierigen Ermittlungstätigkeiten ist es gelungen, eine Tatverdächtige auszuforschen, die durch mehrfachen Diebstahl eine Schadenssumme von rund 45.000 Euro verursacht haben soll.

Die beiden bekannten Fälle ereigneten sich bereits in den Jahren 2016 und 2017. Die tatverdächtige Kroatin (56) soll mit den Bankomatkarten kürzlicher verstorbener Patienten im Otto-Wagner-Spital (Penzing) und dem Wilhelminenspital (Ottakring) unautorisierte Behebungen durchgeführt haben. Beim ersten Fall betrug der Schaden rund 37.000 Euro, beim zweiten 8.000 Euro.

Anzeige erst nach einem Jahr

Da in den beiden Fällen die Diebstähle erst später zur Anzeige gebracht wurden, gestaltete sich die Arbeit der Kriminalbeamten als sehr schwierig. Im ersten Fall bemerkte eine Verwandte rund ein Jahr nach dem Diebstahl, das etwas nicht stimmte. Zu dem Zeitpunkt waren sämtliche Beweismittel, wie etwa Videomaterial, nicht mehr verfügbar. Auch beim zweiten Diebstahl gab es nur sehr vage Anhaltspunkte, der Fall wurde von einem aufmerksamen Bankangestellten bemerkt.

Nach komplexen Strukturermittlungen und Observationstätigkeiten konnte nun die 56-jährige Frau als Tatverdächtige ermittelt werden. Die Frau war als Reinigungskraft in jenen Spitälern angestellt, wo die Diebstähle der Bankomatkarten der verstorbenen Opfer stattgefunden haben. Die Verdächtige zeigte sich zu den Taten nicht geständig, sie wurde auf freiem Fuß zur Anzeige gebracht.

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(lok)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • A.Bauer am 30.07.2018 06:04 Report Diesen Beitrag melden

    falsches Verlassenschafts-Gestez in Ö.

    ... Anzeige erst nach einem Jahr ... Ja leider ist das Nachlass-Gesetz (jetzt Verlassenschaft) so in Österreich. Ich konnte auch nicht gegen eine falsche Rechnung vorgehen. So wurde die Erbschaft meines Vaters geklaut.

  • stef am 31.07.2018 08:10 Report Diesen Beitrag melden

    Kuscheljustiz

    Anzeige auf freiem Fuß? Nicht schlecht, bewerbe ich mich gleich heute als "Reinigungskraft" in einigen Spitälern ..

  • alterwiener am 29.07.2018 22:35 Report Diesen Beitrag melden

    Wozu Bankomatkarten im Spital

    Wozu haben Patienten, bei denen das Ableben eventuell bereits vorhersehbar ist, überhaupt noch Bankomatkarten mit im Spital?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • stef am 31.07.2018 08:10 Report Diesen Beitrag melden

    Kuscheljustiz

    Anzeige auf freiem Fuß? Nicht schlecht, bewerbe ich mich gleich heute als "Reinigungskraft" in einigen Spitälern ..

  • A.Bauer am 30.07.2018 06:04 Report Diesen Beitrag melden

    falsches Verlassenschafts-Gestez in Ö.

    ... Anzeige erst nach einem Jahr ... Ja leider ist das Nachlass-Gesetz (jetzt Verlassenschaft) so in Österreich. Ich konnte auch nicht gegen eine falsche Rechnung vorgehen. So wurde die Erbschaft meines Vaters geklaut.

  • Joseph am 30.07.2018 01:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gönn ich der Reinigungskraft

    Die Verstorbenen werdens wohl kaum brauchen und die Putzfrau wird wenigstens anständig entlohnt !

  • Alte neue Geschichte am 29.07.2018 23:36 Report Diesen Beitrag melden

    Ich will keinen Mann im Zimmer

    Die hat den Kot der Karte in der Schüssel gefunden.

  • alterwiener am 29.07.2018 22:35 Report Diesen Beitrag melden

    Wozu Bankomatkarten im Spital

    Wozu haben Patienten, bei denen das Ableben eventuell bereits vorhersehbar ist, überhaupt noch Bankomatkarten mit im Spital?