Sie wollte mit der Katze spielen

16. Mai 2018 08:33; Akt: 16.05.2018 08:43 Print

Hadishat klopfte um 15 Uhr an der Tür ihres Killers

Der Mord an der kleinen Hadishat ist geklärt! Drei Tage nach dem Verbrechen wurde der 16-jährige Robert K. festgenommen. Reue oder Mitgefühl zeigt er keine.

Hadishat (L) mit ihrem Killer Robert K. (R) in dessen Wohnung. (Bild: privat)

Hadishat (L) mit ihrem Killer Robert K. (R) in dessen Wohnung. (Bild: privat)

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So viel Kälte macht fassungslos: Robert K. (16) soll Hadishat G. in
einem Gemeindebau in Wien-Döbling ermordet und im Müll entsorgt haben – weil er "in schlechter Stimmung" und "die ganze Woche über schon voller Wut" gewesen war.

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Das sagte er wörtlich bei der ersten Einvernahme nach seiner Festnahme Montagnacht aus. Er schilderte den Ermittlern auch, wie furchtbar das Drama auf Stiege 1 des "Ditteshof" ablief:

Freitag gegen 15.00 Uhr hatte das kleine Mädchen an die Tür ihres späteren Killers geklopft. Sie wollte die Katze streicheln, die Robert K. von Verwandten geschenkt bekommen hatte. Die beiden aßen zusammen Eis.

"Dann dirigierte er das Mädchen ins Badezimmer", sagte Polizei-Oberst Gerhard Haimeder. Davor hatte er unauffällig ein Küchenmesser eingesteckt. "Der Verdächtige stieß sie in die Duschtasse und verübte dort die Tat."

"Kopf war fast zur Gänze abgetrennt"

Dabei ging er mit unfassbarer Brutalität vor, schildert Haimeder:
"Die Obduktion ergab massivste Gewalteinwirkung gegen den Hals des Opfers. Der Kopf war fast zur Gänze abgetrennt."

Mordfall Hadishat: Mädchenleiche in Döbling gefunden

Doch warum musste ausgerechnet Hadishat sterben? "Sie war zur falschen Zeit am falschen Ort", sagte Robert K. im Polizei-Verhör.
Der 16-Jährige –angeblich war er alleine daheim – reinigte selbst den Tatort. Dabei verstopfte der Abfluss. Er packte die Leiche, die er davor gewaschen hatte, in schwarze Einkaufssackerl.

Weil ein Henkel abriss, brachte er sie mit einer Tragehilfe zum Müll. Da Beine herausragten, flog das Verbrechen bei der Container-Entleerung auf. Ob er nicht damit gerechnet habe, dass er entlarvt werde, wollte die Kripo wissen. Antwort: "Wahrscheinlich schon, aber ich dachte, vielleicht ist die Müllabfuhr ja schneller."

Robert K. log Polizei an

Blutspuren führten die Polizei-Spürhunde letztlich zur Wohnung des 16-Jährigen. Zuerst log er die Beamten noch an: "Ich habe mich in der Schule geschnitten." Als die Ermittler forsch nachhakten, knickte Robert K. ein.

Chronologie des Mordfalls Hadishat

Seine Mutter brach nach dieser Beichte zusammen – Rettungseinsatz! Er selbst bereut nichts: "Hadishat tut mir nicht leid, nur ihre Mutter."

Doch wer ist der eiskalte Killer? "Er ist ein fescher junger Bursche
und ein guter Schüler. Sie würden ihm ein derartiges Verbrechen nie zutrauen, wenn Sie ihm auf der Straße begegnen würden", meint Oberst Haimeder.

Elite-Gymnasium besucht

Robert K. kam im Alter von zwei Jahren nach Österreich, besuchte ein Elite-Gymnasium, war gut integriert und unbescholten, hatte keine Probleme mit anderen Teenagern - die ganze Biografie lesen Sie hier. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Anwalt Rast im Video: So geht es jetzt der Familie

Das "Heute"-Interview mit der Mutter, die Fotos:
Mordfall Hadishat: Jetzt spricht die Mutter

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    Die beliebtesten Leser-Kommentare

    • Anonym am 15.05.2018 08:06 Report Diesen Beitrag melden

      Unfassbar

      Familienstreit hin und her! Was kann eine 7-Jährige dafür?! Der Mann muss mehr als krank sein! Wie bringt man es überhaupt ums Herz, ein unschuldiges Mädchen das noch ihr ganzes Leben vor sich hatte wegen so einem Schwachsinn zu töten? Kein Grund der Welt würde diese Tat entschuldigen.

    • Dodo2340 am 15.05.2018 08:18 Report Diesen Beitrag melden

      Täter aus der Nachbarschaft

      Keine Überraschung, dass der Täter aus der Nachbarschaft stammt. Wer hätte das tote Mädchen sonst dort in die Mülltonne gegeben?

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    • Salzamt am 15.05.2018 08:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Herr

      das wirklich Schlimme an der ganzen Sache ist dass ein junges unschuldiges Mäderl ihr Leben lassen musste für den Wahnsinn ihrers Umfeldes... da kommt Hass und absolutes Unverständnis in jedem hoch und ich hoffe auch dass unsere Richter dafür die richtige Antwort geben... leider ist es für das Mäderl zu spät..

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    Die neusten Leser-Kommentare

    • Matthias am 22.05.2018 15:49 Report Diesen Beitrag melden

      Unfassbar

      Mein Beileid möchte ich der Familie aussprechen.

    • nessii am 16.05.2018 22:19 Report Diesen Beitrag melden

      so arm

      echt traurig mann die mutter tut mir so leid.das ist echt nicht leicht

    • Olly am 16.05.2018 15:45 Report Diesen Beitrag melden

      ...über Ungereimtheiten

      ...ebenso gibt der Vater des Täters zwar Interviews im tschetschenischen TV, nicht aber hier, aber das komischte ist das die Mutter des Opfers erzählt das die Mutter des Täters am WE bei ihr war und sie "ausgehört" hat, da ist sie sicher weill sie sehr nervös reagiert hat. Ebenso erklärt der Opferanwalt das die Familie der Kleinen keinen Gedanken an Rache verschwendet, gleichzeitig aber ersucht die Familie des Täters um Polizeischutz weill sie Angst vor Blutrache haben, Paralell- bzw. Gegengesellschaft lässt grüssen, was da ans Tageslicht kommt wenn so etwas passiert zeigt einiges auf.

    • olga.chraska@chello.at am 16.05.2018 15:12 Report Diesen Beitrag melden

      Tatwaffe in Mist

      Etwas aus Krimis: Pistole in Müllcontainer geworfen: man weiß den abholenden Mistwagen, weiß wo der den Mist abgeladen hat, man hat Spuren, die entsprechende Polizeihunde verfolgen können. Entgeht denen nicht so bald was, wenn man das will. Lange warten ist sicher nicht richtig. Muß auch nicht die Waffe im Mist sein. Wird aber sicher nicht sehr weit vom Tatort sein. Kann wo sein, wo keiner das annimmt. Komplicen?

    • Heeeuo am 16.05.2018 13:41 Report Diesen Beitrag melden

      Sowas verdient lebenslanger haft

      Wenn man mit 16 Jahren sowas macht als kind noch sag ich...., wie würde er bitte erzogen, höchstwahrscheinlich auf Gewalt, sowas sollte lebenslang im haft bleiben, warum sollte man bitte ein kleines Mädchen umbringen.... Und