16-Jähriger gestand alles

15. Mai 2018 10:18; Akt: 15.05.2018 13:52 Print

"Sie war zur falschen Zeit am falschen Ort"

In einer Pressekonferenz am Dienstag äußerten sich die Ermittler zu dem Mordfall der kleinen Hadishat. Selbst hartgesottene Fahnder schocken die Details.

Jetzt live: Polizei gibt Details zum Mord an Hadishat bekannt

Zum Thema
Fehler gesehen?

Bei einer Pressekonferenz hat die Polizei am Dienstag weitere Details zu dem Mordfall der kleinen Hadishat bekannt gegeben. So äußerten sich unter anderem Landespolizeivizepräsident Dr. Michael Lepuschitz, der stellvertretende Leiter des Landeskriminalamtes, Oberst Michael Mimra und der stellvertretende Leiter des Ermittlungsdienstes, Oberst Gerhard Haimeder zu den umfangreichen Ermittlungstätigkeiten sowie zur Festnahme des 16-jährigen Verdächtigen.

Umfrage
Wird Wien immer brutaler?
85 %
4 %
8 %
3 %
Insgesamt 71996 Teilnehmer

So hatte der Killer Robert K. die kleine Hadishat in die Wohnung in Wien-Döbling gelockt und dort getötet. Das Mädchen kam öfters zu Besuch und kannte die Familie K. gut.

Mit Küchenmesser auf Hadishat eingestochen

Die Tat soll nicht geplant gewesen sein, doch als die 7-Jährige das Bad betrat, hatte der Gymnasiast bereits ein Küchenmesser in der Hand. Dort stach er dann so brutal auf das Kind ein, dass er Hadishat fast den Kopf abtrennte.

Nach der grausamen Tat versuchte er das Blut zu beseitigen, doch dabei verstopfte er den Abfluss. Die Polizei konnte darin dann Blutspuren sicherstellen. Er packte die Leiche des Mädchens in einen Plastiksack und warf ihn in einen Müllcontainer. K. hoffte, dass die Müllabfuhr den Sack vorher wegbringt, bevor ihn die Polizei findet.

Pressekonferenz zum Mord an Hadishat

Füße ragten aus Plastiksack

Doch die Beamten hatten die Müllmänner zuvor gebeten, bei verdächtigen Gegenständen aufzupassen und umgehend die Polizei zu verständigen. Als dann ein Mitarbeiter der MA 48 eine Mülltonne öffnete, sah er den Plastiksack, in dem sich die Leiche des Mädchens befand. Nur mehr ihre Füße ragten aus dem Sack.

Die Polizei konnte bei einer ersten Durchsuchung schnell feststellen, dass es sich um ein Gewaltverbrechen handelt. Die Suche nach dem mutmaßlichen Täter begann. Spürhunde führten die Ermittler dann zu der Wohnung des Verdächtigen.

Killer hat kein Mitgefühl

In der Nacht auf Dienstag, um Punkt Mitternacht, wurde Robert K. dann festgenommen. Er ist geständig, zeigt allerdings kein Mitgefühl für die Tat. Die Mutter des Kindes tue im zwar leid, das Mädchen aber nicht.

Wie K. gegenüber den Ermittlern erklärte, hätte es an diesem Tag jeden treffen können. Hadishat war einfach "zur falschen Zeit am falschen Ort." Die Familie des 16-Jährigen zum Tatzeitpunkt nicht zu Hause und gerade einkaufen.

"heute.at" war bei der Pressekonferenz live vor Ort und berichtete von dem Gespräch. In unserem Ticker können Sie die Konferenz nachlesen.

Zum Liveticker im Popup

Chronologie des Mordfalls Hadishat

Video: Die Ermittler am Tatort kurz nach dem Leichenfund


Video: heute.at

Alle Artikel zum Kindermord in Döbling:

  • Mord an Hadishat: Es war der Nachbar!

  • Um Mitternacht klickten die Handschellen für den Killer

  • Polizeieinsatz bei Trauer für Hadishat im Dittes-Hof

  • Mord an Hadishat (7) – Das Protokoll des Verbrechens

  • Kleine Hadish (7) musste sterben – Jagd auf Täter

  • Hadishat (7) getötet: Suche mit Hunden nach dem Killer

  • Jetzt spricht die Mutter des ermordeten Mädchens

  • Erstochene Hadishat (7): Jeder verdächtigt jeden

  • Kleine Hadishat (7) musste sterben – Jagd auf Täter

  • Kinderleiche in Döbling: Mädchen wurde ermordet

  • Kinderleiche identifiziert, Todesursache wird geklärt

  • Döbling: Mädchen (7) tot im Mistkübel gefunden
  • Die Bilder des Tages

    Die Bilder des Tages

    Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


    Das könnte Sie auch interessieren:

    (wil)

    Kommentarfunktion geschlossen
    Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

    Die beliebtesten Leser-Kommentare

    • Anonym am 15.05.2018 08:06 Report Diesen Beitrag melden

      Unfassbar

      Familienstreit hin und her! Was kann eine 7-Jährige dafür?! Der Mann muss mehr als krank sein! Wie bringt man es überhaupt ums Herz, ein unschuldiges Mädchen das noch ihr ganzes Leben vor sich hatte wegen so einem Schwachsinn zu töten? Kein Grund der Welt würde diese Tat entschuldigen.

    • Dodo2340 am 15.05.2018 08:18 Report Diesen Beitrag melden

      Täter aus der Nachbarschaft

      Keine Überraschung, dass der Täter aus der Nachbarschaft stammt. Wer hätte das tote Mädchen sonst dort in die Mülltonne gegeben?

      einklappen einklappen
    • Salzamt am 15.05.2018 08:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Herr

      das wirklich Schlimme an der ganzen Sache ist dass ein junges unschuldiges Mäderl ihr Leben lassen musste für den Wahnsinn ihrers Umfeldes... da kommt Hass und absolutes Unverständnis in jedem hoch und ich hoffe auch dass unsere Richter dafür die richtige Antwort geben... leider ist es für das Mäderl zu spät..

      einklappen einklappen

    Die neuesten Leser-Kommentare

    • Matthias am 22.05.2018 15:49 Report Diesen Beitrag melden

      Unfassbar

      Mein Beileid möchte ich der Familie aussprechen.

    • nessii am 16.05.2018 22:19 Report Diesen Beitrag melden

      so arm

      echt traurig mann die mutter tut mir so leid.das ist echt nicht leicht

    • Olly am 16.05.2018 15:45 Report Diesen Beitrag melden

      ...über Ungereimtheiten

      ...ebenso gibt der Vater des Täters zwar Interviews im tschetschenischen TV, nicht aber hier, aber das komischte ist das die Mutter des Opfers erzählt das die Mutter des Täters am WE bei ihr war und sie "ausgehört" hat, da ist sie sicher weill sie sehr nervös reagiert hat. Ebenso erklärt der Opferanwalt das die Familie der Kleinen keinen Gedanken an Rache verschwendet, gleichzeitig aber ersucht die Familie des Täters um Polizeischutz weill sie Angst vor Blutrache haben, Paralell- bzw. Gegengesellschaft lässt grüssen, was da ans Tageslicht kommt wenn so etwas passiert zeigt einiges auf.

    • olga.chraska@chello.at am 16.05.2018 15:12 Report Diesen Beitrag melden

      Tatwaffe in Mist

      Etwas aus Krimis: Pistole in Müllcontainer geworfen: man weiß den abholenden Mistwagen, weiß wo der den Mist abgeladen hat, man hat Spuren, die entsprechende Polizeihunde verfolgen können. Entgeht denen nicht so bald was, wenn man das will. Lange warten ist sicher nicht richtig. Muß auch nicht die Waffe im Mist sein. Wird aber sicher nicht sehr weit vom Tatort sein. Kann wo sein, wo keiner das annimmt. Komplicen?

    • Heeeuo am 16.05.2018 13:41 Report Diesen Beitrag melden

      Sowas verdient lebenslanger haft

      Wenn man mit 16 Jahren sowas macht als kind noch sag ich...., wie würde er bitte erzogen, höchstwahrscheinlich auf Gewalt, sowas sollte lebenslang im haft bleiben, warum sollte man bitte ein kleines Mädchen umbringen.... Und