In Sicherheit

05. August 2017 15:10; Akt: 05.08.2017 15:28 Print

Nach viraler Flucht-Doku: So geht es Rania in Wien

Das Video ihrer Flucht aus Syrien wurde 3,5 Millionen Mal gesehen. In Wien baut sich Rania seit einem Jahr ein neues Leben auf.

Rania's Flucht nach Wien

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Die schrecklichen Szenen verbreiteten sich im Internet wie ein Lauffeuer. Der Filmemacher Anders Hammer ermutigte sie, auf ihrer Flucht aus Syrien ein Video-Tagebuch zu führen.

Auf ihrem Weg über die Türkei nach Europa landet sie nach einer gefürchteten Fahrt übers Meer in den berüchtigten Lagern auf Lesbos und in Idomeni an der mazedonischen Grenze. Ein Tränengas-Einsatz lässt Erinnerungen an den Krieg hochkommen.

Schließlich schafft sie es gemeinsam mit ihrem Kindheitsfreund Ayman nach Wien und wird von der Polizei gefasst. Im Zuge ihres Asylverfahrens wird ihr subsidiärer Schutz gewährt, sie darf drei Jahre in Österreich bleiben.

Wie geht es Rania in Wien?
Diese Zeit will sie auch nutzen. Fünf Mal die Woche besucht sie einen Deutschkurs. Bewerbungen für einen Job waren aber aufgrund ihrer noch mangelnden Sprachkenntnisse noch nicht erfolgreich.

Der "Kurier" hat mit der mittlerweile 21-Jährigen gesprochen. Wien gefällt ihr: "Es ist, als ob man in einem Museum wohnen würde." Doch trotz ihrer Dreier-WG in Wien-Landstraße vermisst sie ihre Familie, die in Kobane bleiben musste. Ihr Vater, vier Schwestern und ein Bruder sind noch dort, weil ihre Geschwister teilweise zu klein und eine ihrer Schwestern gehbehindert ist.

"Um ehrlich zu sein, ich fühle mich allein", sagt sie. Es sei schwierig, Österreicher kennenzulernen. "Ich versuche wirklich, mich zu integrieren, aber Kontakt zu Österreichern zu finden ist sehr schwierig. Sie sind alle sehr nett, aber man kann kaum zu ihnen durchdringen", erzählt sie.

Traumjob Journalistin
Rania will sich jetzt voll und ganz darauf konzentrieren, schnell Deutsch zu lernen. Ihr Traumberuf ist Journalistin. Drei Jahre hat sie jetzt in Österreich dafür Zeit, danach wird erneut über ihren Asylstatus entschieden.

(csc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Vorname/Nachname am 05.08.2017 19:26 Report Diesen Beitrag melden

    Illegale Immigration wird nun erlaubt?

    Zurückschieben ins erste sichere Land welches diese betretten hat, dies ist ein Paradebeispiel von medialer Aufmerksamkeit für illegale Immigration. Die Videoaufzeichnung dürfte Beweis genug sein.

  • herst horst am 05.08.2017 20:21 Report Diesen Beitrag melden

    Dublin Abkommen

    Dem Dublin-Abkommen zufolge MUSS der Asylantrag in dem Land gestellt werden , in dem der Asylwerber zum ersten mal europäischen Boden betreten hat . Ich bin sehr gespannt ob sich die Justiz der Sache annimmt und bestehende Gesetze durchsetzt .

  • Petronoe7 am 05.08.2017 19:55 Report Diesen Beitrag melden

    3 Jahre

    Sollte der Aufenthalt in Österreich nach den 3 Jahren aus irgendwelchen Gründen nicht verlängert werden werden wir noch einiges von der jungen Frau hören , und ich denke das wird nichts Gutes sein .

Die neusten Leser-Kommentare

  • Christine am 06.08.2017 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Der lererin sollte man den beruf verbieten und einsperren schluessel weckschmeissen wir haben genug vergewaltiger bei uns die sich an junge menschen vergreifen da braucht sich nicht eine schabrake an die jungs ranmachen. Wie gesagt bestrafen einkerkern schluessel ab in den kanal. Und sowas wie die vergessen.

    • Tarkov am 07.08.2017 13:20 Report Diesen Beitrag melden

      Sie haben viel Hass in sich

      Sonst wäre hier der Tatbestand eines Hasspostings nicht mehr als erfüllt...

    einklappen einklappen
  • AuchneMeinung am 06.08.2017 07:31 Report Diesen Beitrag melden

    von der kommt sicher bald ein Buch raus

    #nicht ohne meine Kamera#. Wer trägt nochmals die Kosten für die kommenden 3 Jahre? Rund 250.000 Kosten werden ja pro «Fluchtling« von offiziellen stellen geschätzt. Und schon frontal 21 hat vor 2 Jahren festgestellt, dass innerhalb der ersten 7 Jahre nicht damit gerechnet werden kann, dass die meisten beruflich Fuss fassen können. Das könnte jetzt bei dieser Dame so laufen wie bei der lieben A. Für mediale Aufsehen ist gesorgt. Meine Einschätzung; Letztendlich wird auch die Familie hierherkommen.

  • jaja am 06.08.2017 07:30 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist keine Asylberechtigte!

    und in 3 Jahren werden bestimmt wieder die Wogen hochgehen weil eine "Integrierte" abgeschoben werden soll! Dann darf sie bleiben und holt schnell ihre Großfamilie nach Österreich, die sie dann bestimmt selbst ernährt! Super!

  • Mission Impossible am 06.08.2017 06:42 Report Diesen Beitrag melden

    Resettlementprogramm

    Österreich hat sich bereit erklärt, 1.500 syrische Flüchtlinge im Rahmen eines Humanitären Aufnahmeprogramms aufzunehmen. Ein reguläres Resettlementprogramm, das jährliche Aufnahmequoten vorsieht, gibt es bereits in zahlreichen europäischen Ländern, in Österreich aber noch nicht. https:// Österreich schiebt Flüchtlinge gerne weiter, war schon damals beim Ungarn Aufstand so. Die meisten Resettlement-Flüchtlinge werden von den USA und Kanada aufgenommen, in Europa haben die nordischen Staaten eine lange Resettlement-Traditi

  • katercarlo am 05.08.2017 23:04 Report Diesen Beitrag melden

    MÄRCHEN-ERZÄHLER ??????????

    ein gutes geschichterl, wenn ich in Todesangst fliehe kann ich sicher nicht wochenlang eine doku mit dem Handy filmen !!!!!!!!! wer!s glaubt wird selig