Für mehr Flexibilität

14. November 2017 17:50; Akt: 14.11.2017 17:58 Print

Neos warnen vor einem Märktesterben in Wien

Die pinke Partei fordert flexible Öffnungszeiten, sieht derzeit ein "starres Regelungsregime" und nicht genügend Freiraum für die Standler.

Neos-Wirtschaftssprecher Markus Ornig mit Neos-Wien-Chefin Beate Meinl-Reisinger:

Neos-Wirtschaftssprecher Markus Ornig mit Neos-Wien-Chefin Beate Meinl-Reisinger: "Viele Marktstandler sind besorgt um ihre Zukunft." (Bild: Neos)

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"Die Märkte sind derzeit bedroht", fürchtet Neos-Wien-Chefin Beate Meinl-Reisinger. Das Konsumverhalten habe sich geändert. "Die reine Nahversorgung steht nicht mehr im Zentrum", so Meinl-Reisinger. Sie sieht ein "starres Regelungsregime", bei dem Marktstandler "nicht genügend Spielraum haben, sich anzupassen".

Ein Problem: Marktstandler dürfen derzeit nur acht Verabreichungsplätze haben, bei neuen Lebensmittel-Ständen wird dieses "Nebenrecht" für Gastro-Plätze überhaupt nicht mehr genehmigt. Ein Standler habe "zwischen 2.000 und 3.000 Euro Strafe" zahlen müssen, weil er zwei bis drei Gastroplätze mehr hatte, ist Meinl-Reisinger erzürnt.

87 Prozent der Wiener sind für Ausschankplätze bei Standlern

Im Auftrag der Neos führte das Hajek Public Opinion Strategies Institut eine Umfrage unter den Wienern durch. Ergebnis: 87 Prozent stimmen bei der Frage zu, dass mit dem Rückgang der Wiener Märkte auch ein großes Stück Identität verloren geht. Ebenfalls 87 Prozent der Befragten finden, dass es an klassischen Marktständen weiterhin erlaubt sein soll, an Ausschankplätzen Essen und Trinken zu konsumieren. Und: 67 Prozent sind der Meinung, dass das Angebot auf den Märkten in den letzten Jahren weniger geworden ist.

Neos fordern flexible Öffnungszeiten

Die Neos fordern flexible Öffnungszeiten für die Märkte – und etwa eine Möglichkeit, die Marktstände am Sonntag zu öffnen. "Märkte sind wesentlich für den Dialog zwischen Jung und Alt", so Meinl-Reisinger. Die Neos starten daher eine Kampagne unter dem Motto "Rettet die Wiener Märkte" (rettetdiemaerkte.wien). Außerdem fordert die pinke Partei eine Modernisierung der Marktordnung, eine Belebung von leer stehenden Ständen am Markt und die Einführung einer "Langen Nacht der Märkte".
"Es ist wichtig, dass über einen modernen, neuen Rahmen die Zukunft der Märkte gesichert ist", so Meinl-Reisinger.

Stadträtin Sima: Neue Marktordnung in Planung

Die Neos-Pläne würden "zu einem Rückgang an Lebensmittelständen führen", kontert SP-Gemeinderat Erich Valentin. Und: "Wir sind für Gastronomie am Markt und nicht für Markt in der Gastronomie. Eine neue Marktordnung mit Schutz für den Lebensmittelhandel soll 2018 präsentiert werden, so das Büro von Stadträtin Ulli Sima (SPÖ).

(gem)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • WolfgangHeute am 14.11.2017 18:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da sind Neos oft schon zu spät dran.

    Und wieder hört man was von der Ulli, eine Neuregelung? Den Genochmarkt hat man schon zerstört. Die macht alles mit dem Bagger.

  • Rorschach am 15.11.2017 11:36 Report Diesen Beitrag melden

    Der Viktor-Adler-Markt

    ist immer gut besucht.

  • Censorship am 15.11.2017 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    Bobos verdrängen Bauernstandler..

    Welche Standler? Die werden bei einer Sanierung eines Marktes doch alle vertrieben und durch Bobolokale ersetzt... Also durch die Klientel der NEOs...

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  • Censorship am 15.11.2017 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    Bobos verdrängen Bauernstandler..

    Welche Standler? Die werden bei einer Sanierung eines Marktes doch alle vertrieben und durch Bobolokale ersetzt... Also durch die Klientel der NEOs...

  • Rorschach am 15.11.2017 11:36 Report Diesen Beitrag melden

    Der Viktor-Adler-Markt

    ist immer gut besucht.

  • WolfgangHeute am 14.11.2017 18:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da sind Neos oft schon zu spät dran.

    Und wieder hört man was von der Ulli, eine Neuregelung? Den Genochmarkt hat man schon zerstört. Die macht alles mit dem Bagger.