Im Allianz Stadion Rapid

08. Mai 2018 15:00; Akt: 08.05.2018 17:47 Print

Neue Lehrstellenbörse in Wien ist ein „Volltreffer“

270 offene Lehrstellen in 27 Lehrberufen: Am Dienstag wurde im Allianz Stadion Rapid in Hütteldorf die große Lehrstellenbörse „Volltreffer“ angekickt. 500 Jugendliche waren dabei.

Renate Brauner eröffnete die Jobmesse im Allianz Stadion Rapid. (Bild: PID David Bohmann)

Renate Brauner eröffnete die Jobmesse im Allianz Stadion Rapid. (Bild: PID David Bohmann)

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Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner (SPÖ) und die Landesgeschäftsführerin des AMS Wien, Petra Draxl, kickten Dienstag früh im Allianz Stadion Rapid in Hütteldorf die große Lehrstellenbörse „Volltreffer“ an. Rund 500 Jugendliche aus der sogenannten überbetrieblichen Lehrausbildung wurden dazu eingeladen. Sie können sich vor Ort für insgesamt 270 offenen Lehrstellen in 27 Lehrberufen bewerben bzw. wertvolle Bewerbungserfahrung sammeln, wenn es mit der Lehrstelle nicht klappen sollte. Die Lehrstellen werden von 38 renommierten Unternehmen angeboten. Die Lehrstellenbörse ist eine gemeinsame Initiative von AMS Wien und waff (Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds).

Brauner: "Neue Chancen auf praxisnahe Top-Ausbildung in Betrieben für rund 500 Jugendliche"

„Wir bieten damit Jugendlichen, die auf den ersten Anhieb keine reguläre Lehrstelle gefunden haben, eine großartige neue Chance, ihre Ausbildung praxisnahe in einem Betrieb abzuschließen und danach vielleicht sogar als Fachkraft übernommen zu werden,“ betont die Wiener Wirtschaftsstadträtin. Die vom AMS und der Stadt Wien finanzierte überbetriebliche Ausbildung sei "ein unverzichtbares Sprungbrett für den Ausbildungsweg und die berufliche Zukunft von jährlich rund 4.000 jungen Menschen", so Brauner. Ziel müsse es aber sein, dass möglichst viele von hier auf eine Lehrstelle in einem Betrieb wechseln und dort zu Fachkräften ausgebildet werden. "Die Lehrstellenbörse legt dafür quasi einen 11 Meter auf," zeigt sich die Wirtschaftsstadträtin überzeugt.

Draxl: "Wollen zeigen, dass sich in den Überbetrieblichen Lehrausbildungen top-motivierte Jugendliche finden"

„Unser Wunsch ist, dass die Jugendlichen zumindest einen Teil ihrer Lehrausbildung in einem Betrieb erlernen - denn natürlich hebt es den Horizont, in einem Unternehmen zu lernen, das auf dem Markt bestehen muss“, sagt AMS-Wien-Chefin Petra Draxl. „Mit dieser Lehrstellenbörse wollen wir zeigen, dass in den Überbetrieblichen Lehrausbildungen großartige, top-motivierte junge Menschen sind, die sehr gern die Chance ergreifen, auf dem ersten Lehrstellenmarkt zu zeigen, was in ihnen steckt.“ Der Wiener AMS-Chefin ist es daher auch wichtig, die Wiener Wirtschaftstreibenden noch einmal daran zu erinnern, dass Jugendliche aus den Überbetrieblichen Ausbildungen jederzeit – nicht nur zu Beginn des Lehrjahres – ins Unternehmen geholt werden können.

"Volltreffer“ für die berufliche Zukunft

Konkret richtet sich die Lehrstellenbörse an rund 500 Jugendliche im 1. oder 2. Lehrjahr, die derzeit in einer überbetrieblichen Lehrwerkstätte bei Jugend am Werk, Weidinger & Partner, BFI (Berufsförderungsinstitut) sowie weiteren sechs Trägereinrichtungen ausgebildet werden und in einen Betrieb wechseln wollen. Die BewerberInnen wurden in den jeweiligen Einrichtungen vorgecastet, vorbereitet und für den großen (Bewerbungs)Tag gebrieft.

Vor Ort im Rapid-Stadion gehen die Jugendlichen dann begleitet von ihren AusbilderInnen in Kleingruppen zu den Bewerbungsgesprächen. Diese finden heute Vormittag von 9 bis 12 Uhr und Nachmittag von 13 bis 16 Uhr im 15 Minuten-Takt statt. Die Lehrlinge absolvieren jeweils 1 bis 6 Bewerbungsgespräche.

Die Palette der Unternehmen, die insgesamt 270 Lehrstellen anbieten, reicht von großen Betrieben, wie ÖBB, Rewe, Eurest Restaurationsbetriebsgesellschaft m.b.H, Nordsee Ges.m.b.H und Anker bis hin zu Klein– und Mittelbetrieben etwa in den Bereichen Glasbautechnik oder Telekommunikation. Zu den Lehrberufen zählen u.a. Einzelhandeslkauffrau/mann, GleisbautechnikerIn, Installations- und GebäudetechnikerIn, BetriebslogistikerIn, e-commerce Kauffrau/mann, MetalltechnikerIn, KonditorIn oder BäckerIn bis hin zur Systemgastronomin/zum Systemgastronomen.

Zur Auflockerung gibt es Stadionführungen, eine Gamezone mit Wuzzler, Darts und Co. Fürs richtige Bewerbungsstyling sorgt der Beautysalon, der von angehenden KosmetikerInnen aus überbetrieblichen Lehrwerkstätten „betrieben“ wird.

Als besonderes Highlight findet zu Mittag ein Bühnenprogramm mit Profispielern des SK Rapid statt, die über ihre Ausbildungszeit und Lehre mit Stadionsprecher Andy Marek plaudern.

Was ist die Überbetriebliche Lehrausbildung

Die Überbetriebliche Lehrausbildung (ÜBA) ist „das Kernstück“ der Wiener Ausbildungsgarantie. Für das aktuelle Ausbildungsjahr 2017/2018 kompensiert sie für rund 4.000 Jugendliche die fehlenden Ausbildungsplätze in Betrieben.

Rund 23 % der fast 17.000 Lehrlinge in Wien werden in einer Überbetrieblichen Lehre ausgebildet. Die Überbetriebliche Lehrausbildung wird federführend vom AMS Wien und mit finanzieller Beteiligung der Stadt Wien über den waff durchgeführt.

Teilnehmer einer Überbetrieblichen Lehrausbildung besuchen so wie andere Lehrlinge die Berufsschule. Sie haben einen Ausbildungsvertrag mit einem vom AMS Wien beauftragten Träger und erhalten eine Ausbildungsentschädigung.

(Red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Free am 08.05.2018 18:44 Report Diesen Beitrag melden

    Viele Lehrlinge brechen ihre Lehrzeit ab

    Sowohl das WAFF und das AMS untersteht dem Wirtschaftsministerium und Sozialministerium bzw. ist mit Subvetionen finanziert. Warum jungendliche bei einer Lehrstelle scheitern, weil sie weder lesen, schreiben und rechnen können. Und das sind halt einmal die Anfördugnen - bei einer Lehrusbildung in Betrieben. Diese Stadträtin Renate Brauner sollte nicht Schönfärberei betreiben, das heißt viele Lehrlinge brechen ihre Lehrzeit ab und ist nachvollziehbar. Es ist absurd so ein Satement abzugeben!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Free am 08.05.2018 18:44 Report Diesen Beitrag melden

    Viele Lehrlinge brechen ihre Lehrzeit ab

    Sowohl das WAFF und das AMS untersteht dem Wirtschaftsministerium und Sozialministerium bzw. ist mit Subvetionen finanziert. Warum jungendliche bei einer Lehrstelle scheitern, weil sie weder lesen, schreiben und rechnen können. Und das sind halt einmal die Anfördugnen - bei einer Lehrusbildung in Betrieben. Diese Stadträtin Renate Brauner sollte nicht Schönfärberei betreiben, das heißt viele Lehrlinge brechen ihre Lehrzeit ab und ist nachvollziehbar. Es ist absurd so ein Satement abzugeben!