Polizist unter Verdacht

14. August 2017 13:42; Akt: 14.08.2017 16:35 Print

Obdachlosen verprügelt: Ermittlungen nun beendet

In Wien-Penzing soll der Polizist auf den Obdachlosen eingeschlagen haben, zwei Kollegen schauten zu – "Heute" berichtete. Jetzt ist der Staatsanwalt am Wort.

Tatort: das Übergangs-Wohnheim in der Reizenpfenninggasse 3 in Penzing (Bild: Helmut Graf)

Tatort: das Übergangs-Wohnheim in der Reizenpfenninggasse 3 in Penzing (Bild: Helmut Graf)

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Der Vorfall ereignete sich am 2. Juli in einem Wohnheim in der Reizenpfenninggasse 3 in Wien-Penzing. Ein Mitarbeiter brachte den Fall zur Anzeige und erhob schwere Misshandlungsvorwürfe gegen zwei Polizisten der Landespolizeidirektion (LPD) Wien und einen Polizeischüler. Als Beweis reichte er einen USB-Stick mit einem Video des Vorfalls ein.

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Die Polizei leitete daraufhin eine interne Untersuchung ein. Nun wurde der Abschlussbericht der Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft übergeben. Bis das strafrechtliche Verfahren der Staatsanwaltschaft läuft, wird das interne Disziplinarverfahren ausgesetzt, heißt es.

Nach Sichtung des Videos und Prüfung durch das Referat für besondere Ermittlungen wurden die beiden Polizisten suspendiert. Der Polizeischüler wurde vorläufig in den Innendienst versetzt.

Polizeiführung "verurteilt die Vorgehensweise der beteiligten Beamten aufs Schärfste"

"Die LPD Wien verurteilt die Vorgehensweise der beteiligten Beamten aufs Schärfste", hieß es nach dem Vorfall in einer Aussendung der Behörde. "Dieser Vorfall zeigt erneut, dass jeder Misshandlungsvorwurf gegen die Polizei Wien genau geprüft wird und gegebenenfalls alle notwendigen straf- und dienstrechtlichen Schritte unternommen werden."

Auch die Volksanwaltschaft hatte sich eingeschaltet: "Die Volksanwaltschaft wird die dienstrechtlichen und gerichtlichen Verfahren genauestens beobachten", kündigte Volksanwalt Peter Fichtenbauer nach Bekanntwerden des Übergriffs an.

(ck)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rudolf am 14.08.2017 18:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Prüft

    Bitte ab jetzt jeden gegenwärtigen unmittelbaren rechtswidrigen Angriff gegen die Exekutive auch sehr genau und urteilt auch dem entsprechend

    einklappen einklappen
  • Klans Stritzi am 14.08.2017 21:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jaja

    Naja hin u wieder wird ein Fall wohl geprüft wenn genug Beweise da sind - sonst kann man ja alles untern Tisch kehren

Die neusten Leser-Kommentare

  • Klans Stritzi am 14.08.2017 21:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jaja

    Naja hin u wieder wird ein Fall wohl geprüft wenn genug Beweise da sind - sonst kann man ja alles untern Tisch kehren

  • Rudolf am 14.08.2017 18:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Prüft

    Bitte ab jetzt jeden gegenwärtigen unmittelbaren rechtswidrigen Angriff gegen die Exekutive auch sehr genau und urteilt auch dem entsprechend

    • Michael am 14.08.2017 20:28 Report Diesen Beitrag melden

      Voll auf Ihrer Seite...

      ... sehe das genauso!

    • Tarkov am 15.08.2017 00:37 Report Diesen Beitrag melden

      Passt doch eh alles

      Schaust einen Kiberer nur schief an, heissts "Widerstand gegen die Staatsgewalt".

    • Bertl K. am 15.08.2017 08:38 Report Diesen Beitrag melden

      Auf dem USB-Stick

      das der Betreuer als Beweis vorlegt, ist sicher nicht die ganze Vorgeschichte zu sehen. Ausserdem gab der selbst an, daß der Ubdachlose zuvor und auch während der Amtshandlng "randalierte". Dennoch werden die Beamten suspendiert, weil sie sich nicht verletzen haben lassen ? Damit will man auch in Wien sichtlich künftige rechtsfreie Räume ermöglichen, wie es sie in diversen Großstädten unter rot-grüner Führung gibt ?!

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