Aufregung in Wien

24. August 2018 09:21; Akt: 24.08.2018 11:06 Print

Parksheriff ließ mehrere Strafzettel verschwinden

Eine hochrangige Personalvertreterin der Parkwächter soll sowohl ihre eigenen, als auch die Strafzettel ihrer Tochter verschwinden lassen haben – Fristlose!

Ein Organ der Wiener Parkraumbewirtschaftung im Einsatz. Symbolfoto (Bild: Denise Auer)

Ein Organ der Wiener Parkraumbewirtschaftung im Einsatz. Symbolfoto (Bild: Denise Auer)

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Mindestens sechs Parkstrafen für ihr Privatauto soll die SPÖ-Gewerkschafterin seit Anfang 2016 storniert haben, wie aus dem Entlassungsschreiben der für Personal zuständigen MA 2 hervorgehen soll. Dieses liege der Redaktion vor und sei vom Magistrat als echt bestätigt worden, heißt es in dem Bericht der "Kronen Zeitung".

Die Beschuldigte soll selbst das Schreiben sogar kurzfristig auf Facebook veröffentlicht haben: "Bei der ersten Entlassung geht es um sechs Stornos in zwei Jahren und vier Monaten, ich sprach in meinem Brief, der vorgelesen wurde von vier Stornos im Jahr von mir bzw. Tochter und das ist dezidiert nicht gelogen, sondern mein Wissensstand laut MA 67", äußerte sich die entrüste Frau in einem Facebook-Beitrag, und wehrt sich dagegen als "Schwerverbrecherin hingestellt" zu werden. Die Entlassung habe sie aufgrund ihres Urlaubs noch nicht erhalten.

Die Personalvertreterin soll laut Angaben von Insidern ihr Fahrzeug regelmäßig ohne entsprechendem Parkschein in Kurzparkzonen abgestellt haben: "Wurde sie erwischt, hat sie über die Dienstnummer den Kollegen ausfindig gemacht und ihn aufgefordert, die Daten aus dem Erfassungsgerät zu stornieren", zitiert die "Krone". Erst durch einen Streit mit einer Kollegin darüber sei die Sache aufgeflogen – ein Polizist hatte die Auseinandersetzung zufällig mitangehört.

Seitens der Magistrate wolle man unter Berufung auf den Datenschutz nicht auf die Details des Falles eingehen, wie es abschließend in dem Bericht heißt.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eva F. am 24.08.2018 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Täglich praktiziert

    Und was passiert mit den ach so hilfreichen Kollegen? Das Rechtsverständnis der SPÖ-Gewerkschafterin ist sowieso das Letzte. Hoffentlich kriegen die Alle das was ihnen zusteht. Aber im roten Wien beruft man sich typischerweise gleich auf den Datenschutz.

  • Brigittenauer am 24.08.2018 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    SPÖ-Gewerkschafterin

    Das war ja sowas von klar!

  • Donald Trampl am 24.08.2018 10:03 Report Diesen Beitrag melden

    Tja....

    Fraktionstypisch. Die anderen blechen, selber ein bisschen korrumpieren, kleine Gefälligkeiten, bisschen bevorzugen...

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Trinchen am 24.08.2018 17:01 Report Diesen Beitrag melden

    Ja, ja der

    Datenschutz und die Dienstverschwiegenheit sind unter anderem die großen Freunde des roten wiener Korruptionsstadels. Der ganze Apparat gehört schon längst einmal finanziell, sowie dienstrechtlich unter die Lupe genommen

  • Nico am 24.08.2018 17:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alle gleich

    Das hat mit der SPÖ nichts zu tun. An der Macht angekommen sind sie alle gleich. Nur das Volk ist anders.

  • fuhrinat am 24.08.2018 15:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gepetzt

    Darum sei nett zu deinen Arbeitskollegen/Innen

  • Fpö Wähler am 24.08.2018 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    wundert sich nochvwer?

    Ein Sittenbild aus Wien.

  • Lionhunter am 24.08.2018 11:53 Report Diesen Beitrag melden

    Doppelter Schaden

    So eine Aktion ist doppelt schändlich. Schädigt die Stadt um Einnahmen und beschädigt das Image der "Parksheriffs", die dann allesamt unter Generalverdacht fallen. Dass dies durch eine Personalvertreterin passiert ist -ist ein Skandal sondergleichen ...