Parkte vor Privatwohnung

11. September 2018 06:20; Akt: 11.09.2018 07:37 Print

So tricksen Promis bei Parkstrafen

von Christine Ziechert - Ein Ex-Politiker parkte sein Dienstfahrzeug mehrmals widerrechtlich vor seiner Privatwohnung. Die Parkstrafen wurden wieder gelöscht, so ein Insider.

Parksheriffs ließen angeblich nicht nur eigene Parkstrafen stornieren. (Bild: picturedesk.com/APA)

Parksheriffs ließen angeblich nicht nur eigene Parkstrafen stornieren. (Bild: picturedesk.com/APA)

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Paukenschlag im Parksheriff-Skandal: Laut einem Insider ließen Mitarbeiter der Parkraumüberwachung nicht nur eigene Parkstrafen löschen ("heute.at" berichtete).

Auch ein hochrangiger Ex-Politiker (Name der Redaktion bekannt) parkte mit seinem Dienstwagen mehrmals widerrechtlich vor seiner Privatwohnung. Anschließend wurden die Parkstrafen wieder storniert. "Bei einer Besprechung sagte ein Polizist, dass dieses Fahrzeug nicht mehr aufgeschrieben werden darf", so der Informant zu "Heute".

Auch Promi-Veranstalter intervenierte

Ebenfalls brisant: Auch ein prominenter Veranstalter soll bei der MA 67 (Parkraumüberwachung) wegen einer Strafe interveniert haben: "Er war am Stützpunkt und hat sich beschwert, dass er aufgeschrieben wurde. Ich weiß aber nicht, ob die Strafe dann wirklich storniert wurde", berichtet der Insider.

Ebenfalls gang und gäbe: Polizisten, die für bestimmte Personen Stornos verlangten: "Die Parksheriffs haben das gemacht – aus Angst vor dienstlichen Schwierigkeiten."

Bereits 13 Parksheriffs vor Entlassung

Insgesamt stehen derzeit 13 Mitarbeiter der Parkraumüberwachung – darunter angeblich auch ein SP-Bezirksrat – unter dringendem Verdacht, dass sie ihre Parkstrafen bzw. jene von nahestehenden Personen widerrechtlich stornieren ließen. Die Beamten wurden vom Dienst freigestellt und ihre Entlassung in die Wege geleitet. Die Ermittlungen des Bundesamtes für Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung sowie von Polizei und MA 67 laufen auf Hochtouren. Laut Polizei-Pressechef Manfred Reinthaler ist mit weiteren Verdächtigen zu rechnen, allerdings "nicht mehr mit sehr vielen".

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gerlinde M am 11.09.2018 06:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufklärung bitte!

    Warum erfährt man nicht den Namen des Politikers? Jeder Schmarren wird veröffentlicht, das nicht? Der angebliche Druck auf die Parkwächter, ist das nicht Nötigung?

  • Jango am 11.09.2018 07:00 Report Diesen Beitrag melden

    Na bitte

    Hab ich doch gesagt, dass das vom Politiker bis nach unten alle machen.

  • Ehklar am 11.09.2018 07:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Das gehört aufgeklärt und eine Wiederholung unterbunden. Mich wundert, dass auch die Polizei interveniert hat, die sollte um das Problem der späteren Aufdeckung wissen. In jeder Interventionette gehört das oberste Glied wegen Amtsmissbrauch oder Anstiftung zum Amtsmissbrauch angezeigt. Die die Strafen gelöscht haben sind unter Druck gestanden.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Alice im Wunderland am 12.09.2018 14:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ..

    Entlassen werden nur die kleinen Fische, die gemacht haben was die Großen verlangten, aus Angst um den Job!!

  • Oh Yeah am 11.09.2018 09:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich

    Das hat bei denen jeder gemacht und es sind sehr sehr viele... wenn man sie sieht tut jeder von denen telefonieren!!!!!!

    • Gerhard Schwarz am 12.09.2018 19:53 Report Diesen Beitrag melden

      Möglicherweise...

      ...verwechseln Sie da den PDA (personal date assembler) mit einem smartphone. Das ist deren Arbeitsgerät. Gibt nämlich keine Brieftauben mehr - außer der Kickl führt sie nach den Polizeipferden auch wieder ein...

    einklappen einklappen
  • Penelope am 11.09.2018 09:05 Report Diesen Beitrag melden

    Jaja die Politbonzen...

    ...können Es sich richten, ist doch immer so. Wenn man aber als Jungfamilie ein eindeutig widerrechtliches Organmandat bekommt (parkschein fehlte außerhalb der Kurzparkzonengrenze), dann ist ein Storno natürlich unmöglich und man darf das im Verwaltungsstrafverfahren klären... Rechtsstaat eben.

  • fritz/unker am 11.09.2018 08:54 Report Diesen Beitrag melden

    auch in St.Pölten

    Man sollte sich auch mal St.Pölten ansehen. Dort ist mir vor einiger Zeit ein ähnlicher Fall (Verwandschaftsverhältnis) zu Ohren gekommen.

  • Cornelius am 11.09.2018 08:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Täter

    Und was passiert mit den Polizisten oder werden nur die Parksheriffs bestraft. Wäre typisch für Österreich...