Pläne der Bezirkschefin

28. November 2017 13:46; Akt: 28.11.2017 14:01 Print

Praterstern wird umgebaut und bekommt Festival

von Gerda Mackerle - Uschi Lichtenegger zieht nach einem Jahr als Bezirkschefin Bilanz. Geplant: Attraktivierung des Pratersterns und Sanierung der Praterstraße.

Die grüne Leopoldstädter Bezirkschefin Uschi Lichtenegger in der Praterstraße,  einem ihrer Groß-Projekte für die nächsten Jahre. (Bild: Denise Auer)

Die grüne Leopoldstädter Bezirkschefin Uschi Lichtenegger in der Praterstraße, einem ihrer Groß-Projekte für die nächsten Jahre. (Bild: Denise Auer)

Zum Thema
Fehler gesehen?

"Im Fokus steht: Ich will die Bewohner der Leopoldstadt abholen, höre zu, hole ihre Meinung ein", sagt Uschi Lichtenegger (Grüne). Nach genau einem Jahr als Bezirksvorsteherin des zweiten Bezirks zog sie im Café Ansari in der Praterstraße Bilanz und gab einen Ausblick auf die Zukunft des zweiten "Hiebs".

Umfrage
Was wünschen Sie sich für die Praterstraße?
64 %
34 %
2 %
Insgesamt 200 Teilnehmer

Praterstern als urbaner Platz mit Festival

Ein lässiges Vorhaben: Der Verkehrsknotenpunkt Praterstern bekommt ein neues Gesicht. "Die Beleuchtungskörper werden erneuert. Außerdem soll der Platz kulturell bespielt werden", kündigt Lichtenegger an. Eine eigene Homepage soll für das "Praterstern-Festival" eingerichtet werden, auf der alle Initiativen vermerkt werden. "Es soll ein schöner, urbaner Platz werden", so Lichtenegger. Derzeit würden Financiers für einen Abriss der vier bis fünf großen Betonkörper gesucht – damit die Aufenthaltsqualität steigt. Neue Aufenthaltsbereiche und bessere Fußwege sollen kommen. Die Gestaltung ist durchlässig geplant, "die dunklen Ecken sollen weg", so Lichtenegger. 250.000 bis 300.000 Menschen steigen am Praterstern täglich um. "Es soll ein freundlicher Platz werden, wo die Menschen gerne hingehen."

Umbau der Praterstraße 2019 geplant

Das Projekt Praterstraße – zumindest dessen Umsetzung – ist bis auf weiteres in der Warteschleife. Wegen der EU-Ratspräsidentschaft im nächsten Jahr – es darf auf bestimmten Straßen nicht gebaut werden – soll der Umbau erst 2019 stattfinden. Doch: "Eine Verkehrszählung machen wir schon nächstes Jahr", kündigt Lichtenegger an. "Wir wollen auf keinen Fall, dass sich der Verkehr in die umliegenden Straßen verlagert." Dort, wo die Praterstraße zum Teil siebenspurig ist (etwa beim Nestroyplatz oder beim Praterstern), kann sich Lichtenegger durchaus vorstellen, dass die Straße so gestaltet wird, "dass Fußgänger und Radler es nützen können."

Nach 40 Jahren soll die sanierungsbedürftige Straße also endlich erneuert werden. 500 bis 600 Ideen zur Praterstraße seien an die Gebietsbetreuung gegangen. Was für die Anrainer der Praterstraße wichtig ist: "Die Menschen wünschen sich mehr Querungsmöglichkeiten und Verbindungen zwischen den Straßenseiten", so Lichtenegger. Außerdem finden die Bewohner die derzeit vorhandenen Radwege zu schmal, wünschen sich eine Öffnung des derzeit eingezäunten Therese-Krones-Parks. Auch eine Idee: Dass die teilweise vorhandene Allee mit Bäumen fortgesetzt wird.

Bilanz eines Jahres grüner Bezirksvorstehung

"Mein Motto ist, nicht zu streiten. Wir wollen ein Miteinander und kein Gegeneinander", so Lichtenegger. Die bisherigen Erfolge: Die Sichtrelationen auf Schulwegen seien verbessert worden. Und: "Wir haben Tempomessgeräte bei manchen Schulwegen aufgestellt", berichtet Lichtenegger. Ergebnisse: Auf der Nordbahnstraße wurden einmal 125 km/h gemessen, auf der Walcherstraße 85 km/h.

255 Bäume wurden allein im Herbst 2017 gepflanzt, so Lichtenegger, im gesamten letzten Jahr waren es 299 Bäume. Der zweite Bezirk hat insgesamt 5.299 neue Bäume. Gerade am Nordbahnhof-Gelände sei mit Beteiligung der Bürgerinitiativen "etwas gelungen". Dort ist bis 2020 auch ein Schulcampus für 4.800 Kinder geplant. Im Bezirk gibt es 44 neue Radständer und fünf neue E-Tankstellen.

290 neue Gemeindewohnungen sind am Handelskai 214 geplant. In der Oberen Augartenstraße 4 entstehen 45 geförderte Mietwohnungen. Und: Eine neue Bimlinie 12 kommt am Nordbahnhof.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ichhalt am 28.11.2017 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    Wie schön

    haben die Grünen endlich wieder was gefunden wo sie unsere Steuergelder versenken können.

  • Leopoldi am 28.11.2017 14:22 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte nicht unseren Bezirk ruinieren

    früher fuhren noch straßenbahnen in der gegend , lassalle, Ausstellung, praterstern Unterführung.... heute kannst von der urania bis zur reichsbrücke zufuss gehen, weil es die bims dort nimma gibt. nur die ubahn , aber man will ja dawischen auch mal wo sein. jetzt noch die Autos weg und die menschen haben noch mehr Probleme von a nach b zu kommen im 2ten.... aber die grünen haben mit arbeit nix am hut... ich dachte diese grünen weltfremden hat man abgewählt und aus der regierung geworfen... jetzt geht der Terror wieder los auf das berufstätige Volk?

  • Mündiger Bürger am 28.11.2017 15:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    umbau

    Ich bin keine Wienerin aber ist der nicht erst umgebaut worden ... grübel

Die neusten Leser-Kommentare

  • Anna Le am 28.11.2017 22:10 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich!

    Toll, wenn endlich etwas in die Gänge kommt! Wir Menschen an der Praterstraße haben mehr Lebensqualität verdient mMn. Was spricht gegen mehr Platz für Fußgänger, für Kinder? Nur der unverbesserliche Wiener Grandscheam.

  • WolfgangHeute am 28.11.2017 16:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geldversenkung

    Ein urbaner Platz soll es werden? Das Wort Urban gefällt den Grünen. Doch scheinbar unterliegen sie einem Irrtum, der Praterstern ist schon urban er liegt fast mitten in Wien und Wien ist doch eine Stadt, oder?

  • Bertl Kral am 28.11.2017 15:35 Report Diesen Beitrag melden

    "Jetzt erst recht"

    scheint die Devise der Grünen in Wien zu sein, um nicht auch hier zurecht wie man sieht, abgewählt und in Vergessenheit zu geraten.- Bin ich froh nicht mehr in meinem Kinder- Jugendbezirk 1964-1980 leben zu müssen, der früher auch schon bunt, aber weit lebenswerter war als heute und angedroht, noch schlimmer werden soll ?! Ein gewisses Klientel wird sich darüber sicher freuen, die Anrainer werden sich dann aber sehr wundern und noch sehr ärgern, diese Truppe je gewählt zu haben !

  • Mündiger Bürger am 28.11.2017 15:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    umbau

    Ich bin keine Wienerin aber ist der nicht erst umgebaut worden ... grübel

  • Leopoldi am 28.11.2017 14:22 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte nicht unseren Bezirk ruinieren

    früher fuhren noch straßenbahnen in der gegend , lassalle, Ausstellung, praterstern Unterführung.... heute kannst von der urania bis zur reichsbrücke zufuss gehen, weil es die bims dort nimma gibt. nur die ubahn , aber man will ja dawischen auch mal wo sein. jetzt noch die Autos weg und die menschen haben noch mehr Probleme von a nach b zu kommen im 2ten.... aber die grünen haben mit arbeit nix am hut... ich dachte diese grünen weltfremden hat man abgewählt und aus der regierung geworfen... jetzt geht der Terror wieder los auf das berufstätige Volk?