Jugendrotkreuz: "Nachfrage ist da"

25. April 2018 05:59; Akt: 25.04.2018 06:04 Print

Ramadan-Kalender an 740 Schulen im Angebot

Wirbel in Wien: Gegen Spenden können Schüler an Wiens Schulen einen "Ramadan"-Kalender erwerben. Bis zu 2.500 Kalender im Jahr werden verkauft, so das Rote Kreuz.

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Der "Ramadan-Kalender sorgt für Aufregung bei manchen Eltern. (Bild: Jugendrotkreuz/Screenshot)

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"Die Frühjahrsaktion 2018 ist da!", wirbt das Jugendrotkreuz um freiwillige Spenden. Neben bunten Karten mit Tierbildern gibt es – rechtzeitig vor dem Start des islamischen Fastenmonats am 15. Mai – auch einen Ramadan-Kalender. "Das Angebot hat mich irritiert", so eine besorgte Mutter, deren Sohn das Flugblatt in seine Simmeringer Volksschule bekam.

FPÖ: "Einziges Objekt mit religiösem Bezug"

FPÖ-Landesparteisekretär Michael Stumpf befürchtet eine "ganzheitliche Islamisierung Wiens", ist erbost darüber, dass es "das einzige Objekt mit religiösem Bezug" sei.

Rotes Kreuz: "2.500 Stück werden pro Jahr verkauft"

"Das Angebot wird angenommen. In Wien gibt es viele Kinder mit islamischem Glauben", heißt es vom Stadtschulrat, der ein Partner des Jugendrotkreuzes ist.
Seit 2011 gibt’s den Ramadan-Kalender in Wien als einzigem Bundesland – heuer gegen eine Spende von 1,80 Euro an das Jugendrotkreuz. "Wir haben bei Spendenaktionen genauso Adventkalender und Glückwunschkarten."

Es herrsche ein regelrechter Run auf den Ramadan-Kalender: "2.000 bis 2.500 Stück werden jedes Jahr an 740 Schulen von den Kindern gekauft. Es gibt eine Nachfrage", so Alexander Tröbinger, Pressesprecher des Wiener Roten Kreuzes (WRK). Demgegenüber gehen laut WRK nur eine Handvoll Beschwerden ein. Hinter den Kalender-Türchen sind übrigens etwa Zeichnungen von Seil springenden Kids zu sehen.

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(gem)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martin am 25.04.2018 06:14 Report Diesen Beitrag melden

    Absolute Frechheit

    Mich würde es interessieren ob in der Türkei ein Adventkalender verteilt wird. Die Islamisierung geht voran .

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  • Alex am 25.04.2018 06:44 Report Diesen Beitrag melden

    Mich wundert nicht,

    daß die Österreicher immer allergischer auf Türken reagieren. Man fühlt sich wie eine Minderheit im eigenen Land. Unsere Politiker sind schuld an der zunehmenden Ausländerfeindlichkeit.

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  • Sonja am 25.04.2018 06:29 Report Diesen Beitrag melden

    unfassbar

    Ja, aber Weihnachtskarten und Adventkalender gehören zum europäischen traditionellen (meinetwegen religiösen) Kulturkreis...man wird in eine Richtung gesteuert, die absolut falsch ist. Zurückrudern! Schnell! Sonst wird man sich noch in ein paar Jahrzehnten wundern und dann zurückrudern wollen, wo es zu spät ist.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Abdel am 25.04.2018 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Wir reden über Kinder. Lassen Sie bitte die Kinder entdecken eine Religion. Es gibt damit kein Problem und diese Reaktionen führen uns zurück in eine dunkle Zeit Österreichs.

    • Willkommen in der Steinzeit am 18.05.2018 10:59 Report Diesen Beitrag melden

      Echt jetzt?

      Kinder sollten Kinder sein können, und sich in erster Linie mit Integration beschäftigen. Wenn sie älter sind und es besser verstehen können haben sie immer noch zeit.

    • Niki am 18.05.2018 11:12 Report Diesen Beitrag melden

      Neib!

      Leider nicht diese Reaktionen führen undie in die Dunkelheit, sondern der Hass gegen alle anderen Religionen in einem fremden Land.

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  • Rami am 25.04.2018 14:44 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Rot Kreuz

    Super Sache Ramadan ist wichtig für uns Wiener

    • Willkommenindersteinzeit am 18.05.2018 10:45 Report Diesen Beitrag melden

      Nein danke

      Wirklich, Danke Rot Kreuz ? Ich für meinen Teil werde solange nicht mehr dort spenden bis die mit so einem Blödsinn aufhören.

    • Willkommenindersteinzeit am 18.05.2018 10:55 Report Diesen Beitrag melden

      Nein danke

      Echt jetzt, danke Rot Kreuz? Werde solange nichts mehr dort spenden bis sie sowas komplett einstellen. Und für uns Wiener ist Ramadan einiges aber wichtig ist das falsche Wort. Wenn es in den Schulen Aufregung gibt sobald irgendwas katholisch ist, weil es angeblich beleidigend sein soll, hat gar keine andere Religion Platz dort. Vor allem nicht in einer Zeit wo Religionshintergründe so stark polarisieren. Für uns Wiener ist Freiheit wichtig.

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  • Jennifer am 25.04.2018 10:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geschmacklos

    und wo ist der christliche Fastenkalender ach ja ich vergaß wir Christen dürfen unseren glauben nur noch im Untergrund ausleben

  • Hermi am 25.04.2018 09:37 Report Diesen Beitrag melden

    Vorbildhaft

    Ich finde das absolut vorbildhaft für Wien. Man muss doch jedem Menschen seine Glaubensfreiheit geben!! Wenn ich mich nicht irre ist dies ein Menschenrecht.

    • Protetstant am 25.04.2018 09:59 Report Diesen Beitrag melden

      Vorbilder wackeln manchmal ...

      @Hermi wenn es sich um eine friedliche, tolerante, positive Religion handelt gebe ich dir recht. Allerdings ist der Islam weder friedlich noch tolerant. Alles in unserem Land zu "erlauben" bedeutet nicht Weltoffen zu sein - sondern nur blind für die Realität zu sein. Wien ist eine christliche Stadt und dass sollte sie auch bleiben ...

    • Kritischer Geist am 25.04.2018 10:39 Report Diesen Beitrag melden

      @Hermi

      Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht. Religionsfreiheit bedeutet auch, dass man durch die Religionsausübung anderer nicht beeinträchtigt werden darf. Religionsfreiheit setzt damit die Trennung zwischen Religion und Öffentlichkeit bzw. Politik voraus, die es im Islam genau so wenig gibt wie Religionsfreiheit. Damit verstößt eine solche einseitige Bevorteilung von Muslimen ganz klar GEGEN eine Religionsfreiheit und man kann nicht eine Religionsfreiheit als Glaubensgemeinschaft einfordern, wenn dieser Glaube selbst keine Religionsfreiheit kennt.

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  • Lionhunter am 25.04.2018 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Ramadankalender, braucht wer?

    Tja dann ist das wieder eine NGO deren Erlagscheine man ohne Bedenken wegwerfen kann? Nein! Das komplette Rote Kreuz ist nicht so - ohne den Verein wäre in vielen Bundesländern (ausgenommen Wien) die ärztliche Versorgung und Krankentransporte nicht möglich. Aber in Wien ticken die Uhren leider anders. Man sollte das Jugendrotkreuz in die Pflicht nehmen! Zeigen, dass diese Aktionen nicht positiv aufgenommen werden. Nur weil eine "Nachfrage" da ist ... dies öffentlich zu bewerben ist mehr als bedenklich.

    • Rudi Stein am 25.04.2018 22:05 Report Diesen Beitrag melden

      Ungglaublich was bei uns abgeht

      Warum wird das so hoch gegaukelt, keinen Interessiert das! Österreicher sind eben naiv und dumm zugleich :-) In deren Staaten wird auf christliche Werte gepfiffen!

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