Einjährigem in Kopf gebissen

12. September 2018 13:10; Akt: 12.09.2018 13:54 Print

Frauerl bekommt ihren Rottweiler nie wieder

Jener Hund, der am Montagabend ein einjähriges Kind am Kopf lebensgefährlich verletzte, befindet sich nun im Tierheim. Nach sechs Wochen gehört er der Stadt Wien.

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Die Verletzungen, die der Einjährige am Kopf erlitt, sind so schwer, dass auch am Mittwoch noch Lebensgefahr besteht. Ärzte kämpfen rund um die Uhr um das Leben des Kleinkindes, es wurde dafür in ein künstliches Koma versetzt.

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Der kleine Bub war am Montagabend mit seinen Großeltern in der Ziegelhofstraße unterwegs, als ihnen die Frau mit dem Rottweiler entgegenkam. Der Einjährige wurde - wie berichtet - mit den Händen in die Höhe geschaukelt, der Hund, der keinen Beißkorb hatte, riss sich von der Leine los und fiel über den Buben her.

Was passiert nun mit dem Rottweiler?
Der Hund ist nach der fast tödlichen Beißattacke "gesetzlich verfallen". Das bedeutet, dass er nicht resozialierbar ist und somit nach einer Frist von sechs Wochen in den Besitz der Stadt Wien übergeht, wie das Magistrat gegenüber "heute.at" erläutert.

Damit ist klar: Die Besitzerin wird ihren aggressiven Rottweiler nicht mehr zurückbekommen, ihr wurde ein Hundehalteverbot ausgesprochen - auch weil sie zum Zeitpunkt der Attacke mit 1,4 Promille stark alkoholisiert war, wie "heute.at" berichtete.

Laut Bundesgesetz kann sie innerhalb einer Frist von sechs Wochen eine sogenannte "Maßnahmenbeschwerde" beim Verwaltungsgericht einbringen, danach entscheidet die Stadt Wien über das weitere Schicksal des Hundes. Insbesondere wird die Frage zu prüfen sein, ob der Rottweiler eingeschläfert wird. Derzeit ist er noch in einem Tierheim untergebracht - dort befindet er sich in Quarantäne.

Ist Hundeführschein ausreichend?
Die Besitzerin hatte einen Hundeführschein für sogenannte Listenhunde. Voraussetzungen, ihn zu bekommen, sind unter anderem das Alter - man muss mindestens 16 Jahre alt und darf nicht einschlägig vorbestraft sein. Eine Regelung übrigens, ob man alkoholisiert mit einem Hund spazieren gehen darf, gibt es derzeit nicht.

Auf der Liste der betroffenen Hunderassen, für die man den Schein machen muss, stehen: American Staffordshire, Terrier, Bullmastiff, Bullterrier, Dogo Argentino (Argentinischer Mastiff), Fila Brasileiro, Mastiff, Mastin Espanol, Mastino Napoletano, Pitbullterrier, Rottweiler, Staffordshire Bullterrier, Tosa Inu. Der Führerschein gilt übrigens auch für Mischlinge mit diesen Rassen.

Video: "heute.at"-Lokalaugenschein am Tatort

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(Red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • fuhrinat am 12.09.2018 14:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beschämend

    War auch sehr unverantwortlich von ihr und im besoffenen Zustand auch noch

  • Alex am 12.09.2018 15:10 Report Diesen Beitrag melden

    Das arme Kind

    Ich drück dem Kleinen und den Angehörigen jedenfalls fest die Daumen! Ich hoffe es kommt bald eine positive Nachricht.

  • Martina am 13.09.2018 06:36 Report Diesen Beitrag melden

    Besitzerin trägt alleine die Schuld

    Die Schuld liegt alleine bei der Besitzerin! Mit 1,4 Promille ist Frau nicht mehr handlungsfähig und kann die Situation nicht mehr richtig einschätzen bzw. richtig reagieren. Der Hund hat bemerkt, dass es seinem Frauerl nicht gut geht und wollte diese beschützen! Das ist genau so wie wenn man betrunken mit dem Auto fährt! Die volle Verantwortung trägt hier nur die Hundebesitzerin nicht der Hund! Es gibt keine Kampfhunde wie sie hier beschrieben werden, nur fahrlässige und ungeeignete Besitzer!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Amdrea am 19.09.2018 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    Arme Hunde

    Hundehalter müssen stärker Überprüft werden die meisten nehmen sich einen großen Hund den sie nicht richtig erziehen danhaben sie das malör. Der Hund kann nichts dafür.

  • Melanie am 14.09.2018 13:56 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Worte

    Echt traurig, dass immer der Hund das Biest ist. Manche Leute wissen anscheinend nicht was sie da reden! Kein Hund wird aggressiv geboren, es ist der Besitzer bzw. die Erfahrungen, die einen Hund zu dem machen, was er ist. Es ist und bleibt so: Hunde sind die besseren Menschen!!!!

    • Andrea am 19.09.2018 09:06 Report Diesen Beitrag melden

      Hundebesitzer

      Da hast du recht. Immer der am hinteren Teil der Leine ist schuld. Oft sieht man am Hund den Besitzer seinen Karakter.

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  • Einszweidrei am 14.09.2018 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    Hundeverbot

    Immer sind die Hunde schuld und werden getötet. Dem Halter selbst passiert nix... Das ist die größere Frechheit :(

    • Andrea am 19.09.2018 09:11 Report Diesen Beitrag melden

      Keine tötung für Hunde.

      Hunde sind nicht schuld immer der am anderen Ende der Leine geht.

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  • Nora wolf am 14.09.2018 13:02 Report Diesen Beitrag melden

    Dr

    Nächster Vorfall ist vorprogrammiert weil menschen die tiere als menschen sehen ...nicht als raubtiere mit beutetrieb ...so wird es immer so weiter gehn ...

  • Herrmann bar am 14.09.2018 09:42 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Der Halter sollte zu einem Test herangezogen werden. 70%der Hundehalter können nicht richtig umgehen mit ihrem Tier.