Kirchenkritiker behaupten

18. Oktober 2013 15:00; Akt: 18.10.2013 15:24 Print

Schönborn unter 100 reichsten Österreichern

Laut der "Initiative gegen Kirchenprivilegien" sitzt der Wiener Erzbischof auf einem hübschen Geldberg.

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Laut der "Initiative gegen Kirchenprivilegien" sitzt der Wiener Erzbischof auf einem hübschen Geldberg.

Die ruft auch österreichische Kirchenkritiker auf den Plan. Die "Initiative gegen Kirchenprivilegien" kritisiert die Intransparenz, was das Vermögen der heimischen römisch-katholischen Bischöfe betrifft. Wiens Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn zählt aus ihrer Sicht zu den 100 reichsten Österreichern.

Geheimes Geld für feudales Leben

Die Initiative verlangt die Offenlegung der kirchlichen Mensalien in Österreich. Es seien geheime Gelder und Besitztümer, die den Bischöfen und dem Kardinal persönlich zustünden und ihnen ein feudales Leben ermöglichen sollen. Der Mindestwert liege bei 417 Mio. Euro, Schönborn sei bei Amtsübergabe ein geschätztes Vermögen von rund 152 Mio. Euro übergeben worden.

Öffentlich macht sich das östereichische  Kirchenoberhaupt stets für einen gerechtere Verteilung  stark. Das gesamte Kirchenvermögen in Österreich taxiert die Initiative unter Berufung auf den Buchautor Carsten Frerk auf mindestens 4,5 Mrd. Euro.

Kirche nimmt Einfluss über Medien

"Durch ihre Beteiligung an meinungsbildenden Unternehmen wie Verlagen und Medienhäusern übt die Kirche auch einen verdeckten, aber starken gesellschaftspolitischen Einfluss aus. Das ist ebenso undemokratisch wie die mangelnde Transparenz bei den Mensalien", kritisierte der Sprecher der Initiative, Christian Fiala. "Was haben die österreichischen Bischöfe zu verbergen? Wieso machen sie ihre Besitzverhältnisse nicht öffentlich?"

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