Kampf dem Glücksspiel

10. Januar 2018 11:15; Akt: 10.01.2018 15:00 Print

Hier werden illegale Wettautomaten zerstört

Die Stadt Wien sagt illegalem Wetten den Kampf an: Hunderte illegale Automaten wurden beschlagnahmt und zerstört.

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Seit Jänner 2015 ist das Kleine Glücksspiel in Wien illegal. Bisher wurden von der Stadt rund 430 illegale Automaten beschlagnahmt. Nun wurden die ersten 53 im Flachbunker des Abfalllogistikzentrums der MA 48 (Simmering) zerstört.

"In Wien haben illegale Wettlokale keinen Platz, unsere strengen Kontrollen zeigen Wirkung. Mir geht es dabei vor allem um Jugendschutz, daher werden wir unseren Kampf gegen illegale Wettautomaten konsequent fortsetzen", erklärt die zuständige Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke Ulli Sima (SPÖ).

Fachgerechte Entsorgung der Bestandteile

Vor der Zerstörung der Automaten erfolgte eine "Schadstoffentfrachtung" der Automaten, so wurden beispielsweise Elektronikkomponenten der fachgerechten, getrennten Entsorgung zugeführt.

Der Zerstörung der Automaten ging ein langwieriges Rechtsverfahren voran. Für die ersten 53 Fällen liege nun die rechtskräftige Entscheidung vor und somit sei rechtlich der Weg frei für die Demontage der Wettautomaten. Die restlichen Verfahren laufen noch, nach Abschluss der Verfahren erfolgt auch deren Vernichtung.

Wiener Wettengesetzes mit strengem Jugendschutz

Das Verbot des Kleinen Glückspiels im Jänner 2015 führte zunehmend zu einer Verlagerung vom Glückspiel auf Sportwetten. Neue Wettlokale schossen damals wie "Schwammerl aus dem Boden" – ohne die erforderlichen landesrechtlichen Genehmigungen. Die Stadt Wien reagierte auf diese negative Entwicklung mit einem neuen Wettengesetz mit strengerem Jugend- und SpielerInnenschutz, das im Frühjahr 2016 im Wiener Landtag verabschiedet wurde.

Das neue Gesetz löste das veraltete aus dem Jahr 1919 ab und brachte strenge Vorgangsweisen gegen illegale Wettlokale und strikte Sanktionen bei Verstößen. Zugleich wurde auch die Besteuerung der Wettterminals neu geregelt, seither werden pro Wettterminal 350 Euro pro Monat eingehoben.

"Das neue Wettengesetz war ein echter Meilenstein im Kampf gegen illegale Wettlokale und für einen strengen Jugend- und SpielerInnenschutz", so Sima. Die Stadträtin dankte allen, die den Kampf gegen illegale Wetten unterstütze, allen voran der Wiener Polizei.

Gesetzliche Verschärfungen

Neben den strengen und vermehrten Kontrollen wurden im neuen Wettengesetz der Stadt Wien Verschärfungen und Neuregelungen festgeschrieben. Dazu zählen etwa strengere Voraussetzungen für Betreiber (Bonitätsauskunft, Strafregisterauszug, Wettreglement, Warnsystem), Maßnahmen zur Geldwäsche- und Terrorismusbekämpfung oder eine Maximalhöhe des Wetteinsatzes von 50 Euro für Einzelaufstellungen in Tankstellen und Gastronomiebetrieben.

Zudem sieht das Gesetz einen strengen Jugendschutz (Wetten erst ab 18 Jahren und Zutrittsbeschränkungen) und Mindeststrafen von 2.200 Euro und Höchststrafen von bis zu 22.000 Euro bei Verstößen gegen das Wettengesetz sowie Beschlagnahme und die Möglichkeit zur Betriebsschließung vor.

"Strenge Kontrollen mit Erfolg"

Das strenge Vorgehen und die intensiven, unangekündigten Kontrollen der Abteilung für Sofortmaßnahmen und der MA 36 der Stadt Wien gemeinsam mit Exekutive und Finanzpolizei zeigten Wirkung.

Bislang wurden bereits rund 430 illegale Wettautomaten und mehrere tausend Euro an Bargeld beschlagnahmt sowie 23 Wettlokale geschlossen: "Das Gesetz wirkt sich eindeutig sehr positiv aus, die Entwicklungen sind erfreulich. Ganze Straßenzüge verändern ihr Gesicht, nun entstehen wieder Geschäfte und Gastronomie wo früher nur düstere Wettlokale zu finden waren. Die Anrainerinnen und Anrainer honorieren diese Entwicklung und wir werden unseren Weg konsequent weitergehen. Zum Schutz der Jugendlichen und Spieler und im Sinne des Stadtbildes", betont Sima.

(lok)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • WolfgangHeute am 10.01.2018 11:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zerstörungswut?

    Und wieder einmal die Ulli mit ihrem Lieblingsspielzeug, dem Bagger.

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  • Penelope am 10.01.2018 14:09 Report Diesen Beitrag melden

    Jugendschutz?!

    Warum geht es dabei um Jugendschutz, derartige Lokale konnte man noch nie unter 18 betreten... da gehts doch um ganz was anderes.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Penelope am 10.01.2018 14:09 Report Diesen Beitrag melden

    Jugendschutz?!

    Warum geht es dabei um Jugendschutz, derartige Lokale konnte man noch nie unter 18 betreten... da gehts doch um ganz was anderes.

  • WolfgangHeute am 10.01.2018 11:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zerstörungswut?

    Und wieder einmal die Ulli mit ihrem Lieblingsspielzeug, dem Bagger.

    • Peter am 10.01.2018 13:59 Report Diesen Beitrag melden

      Re: Zerstörungswut

      Ja macht ja nix, deine Spielhöhle ist nicht betroffen! Dafür hat K. gesorgt.

    • WolfgangHeute am 10.01.2018 15:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter

      Super, danke,. :))

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