Regulär-Betrieb ab 2024

08. März 2018 18:14; Akt: 08.03.2018 18:14 Print

Erste fahrerlose U-Bahn ist schon Mitte 2020 fertig

Der Prototyp der ersten, selbstfahrenden U-Bahn ist Mitte 2020 fertig. Er kommt auf den Strecken der U1 bis U4 zum Einsatz – allerdings mit Fahrer. Erst 2024 ist der Zug dann vollautomatisch unterwegs.

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Die erste selbstfahrende U-Bahn-Garnitur ist bereits Mitte 2020 fertig. Der sogenannte "X-Wagen" wird dann auf den Strecken der U1 bis U4 unterwegs sein – allerdings halbautomatisch beziehungsweise mit Fahrer. Erst mit Inbetriebnahme der U5 ab 2024 sind die Züge dann vollautomatisch unterwegs.

Die Züge werden im Simmeringer Siemens-Werk produziert. Dort fand heute, Donnerstag, auch die Video-Präsentation der neuen U-Bahn statt. Gleich vorweg: Es gibt es zwar weniger Sitzplätze, aufgrund der komplett neuen Innengestaltung bietet der Waggon aber insgesamt Raum für mehr Fahrgäste (928 statt 882). "Mit dem 'X-Wagen' fährt bald eine völlig neue U-Bahn-Generation durch unsere Stadt. Diese neuen U-Bahnen haben ein größeres Platzangebot und können daher noch mehr Menschen rasch von A nach B bringen", freut sich Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SP).

Neue Gestaltung des Innenbereiches

Dafür werden die Sitze neu angeordnet. Erstmals wird es eine Kombination aus den gewohnten Quersitzen mit Längs- und Klapp-Sitzen geben. Zusätzlich stehen Rollstuhl-Fahrern in einem Waggon insgesamt sechs statt vier Plätze zur Verfügung. Die Einstiegsbereiche – die Fahrgäste gelangen über Klapprampen ins Innere – werden zudem großzügiger gestaltet. Für Eltern mit Kinderwägen und Fahrgäste mit Gepäck bedeutet dies mehr Platz.

Neu ist auch die transparente Trennwand zum Fahrerstand: Sie bietet Passagieren eine freie Sicht auf die Strecke. Und: Da beim vollautomatischen Betrieb der Fahrerstand wegfällt, entsteht Platz für weitere Sitzplätze. Ausgedient haben wiederum die sogenannten "Steck-Tafeln": Stattdessen zeigen Bildschirme über den Türen Fahrgästen künftig bereits vor Ankunft in der Station den nächstgelegenen Aufgang und die aktuellen Abfahrtszeiten von Anschlussverbindungen an.


(Quelle: Wiener Linien)

Züge am neuesten Stand der Technik

Auch auf ökologische Aspekte wurde viel Wert gelegt: Die Züge sind in Leichtbauweise ausgeführt und die eingesetzten Materialien sind zu über 90 Prozent wiederverwertbar. Die Sitze bestehen aus hochwertig beschichtetem Schichtholz. Der Einsatz von LED-Beleuchtung und einer besonders energiesparenden Heizungs- und Klima-Ausrüstung sorgen für einen niedrigen Energieverbrauch der Züge.

"Mit dem 'X-Wagen' stellen wir die Weichen für den vollautomatischen U-Bahn-Betrieb. Die Züge sind auf dem neuesten Stand der Technik und wurden extra für Wien entwickelt", erklärt Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.

Prototyp ist Mitte 2020 fertig

Bis 2030 werden 34 Züge von Siemens ausgeliefert (mit der Option auf weitere elf). Diese ersetzen dann schrittweise die alten "Silberpfeile", die bereits seit den 70er-Jahren unterwegs sind.
Bis der erste, fertige "X-Wagen" zu sehen sein wird, dauert es allerdings noch: "Unsere Ingenieure arbeiten derzeit noch an den Vorgaben. Mitte 2020 wird dann der erste Prototyp zur Verfügung stehen", meint Wolfgang Hesoun, CEO von Siemens Österreich.

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(cz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tori am 08.03.2018 21:39 Report Diesen Beitrag melden

    Schaffnerlos : Fahrerlos

    Immer mehr Berufe und Arbeitsplätze werden wegrationalisiert. Das finde ich sehr bedenklich. Zeit für Gerätesteuer!!!

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  • Andi am 08.03.2018 21:14 Report Diesen Beitrag melden

    Juhuuu

    Ein toller Schritt um das Personal bei den Wiener Linien ab - und beim AMS aufzustocken! If(ironieVerstanden=true) { return ironieOff;}

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  • Mustafa Cetin am 08.03.2018 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Stehen statt Sitzen also

    Welcher geistiger Null Quotient ist bitte auf diese Idee gekommen in einer UBahn weniger Sitzplätze ein zu Bauen ? Schon mal daran gedacht das man nach einem harten Arbeitstag nicht 12 Stationen oder mehr Stehen will.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Wienerberg am 09.03.2018 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    so wie man es erwartet...

    ...sinkt der Fahrgastkomfort durch weniger Sitzplätze, dafür steigen die Fahrkarten Preise.

  • ottokar am 09.03.2018 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    Pyramiden und andere Götzenbilder

    Es wäre alles im Lot (infolge Geburtenrückganges) wenn Österreich nicht die phantastisch blöde Eselei beginge, mittels Zuwanderung diesen natürlichen Prozess umzustülpen. Aber die Experten, insbesondere die Alterspyramide-Fetischisten, sind ja sooo gescheit und müssen daher recht haben.

  • Tori am 08.03.2018 21:39 Report Diesen Beitrag melden

    Schaffnerlos : Fahrerlos

    Immer mehr Berufe und Arbeitsplätze werden wegrationalisiert. Das finde ich sehr bedenklich. Zeit für Gerätesteuer!!!

    • fireone am 09.03.2018 07:22 Report Diesen Beitrag melden

      Gerätesteuer

      oder Maschinensteuer kann tödlich sein, wie uns das Beispiel von Alfred Dallinger zeigt

    • peter am 09.03.2018 07:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tori

      Die meisten u bahnen in wien könnten jetzt schon ohne Fahrer fahren zb. U1. U2. U3 und U4 geht technisch schon.

    • Tori am 09.03.2018 11:49 Report Diesen Beitrag melden

      @Peter

      Ja, ich weiß und ich glaube, so richtig fahrerlos soll es dann erst mit der U5 werden. Was die Sicherheit anbelangt, habe ich keinerlei Bedenken, aber die schwindenden Arbeitsplätze machen mir halt Sorgen. Alles verändert sich und unterliegt dem Fortschritt, ist schon klar, aber die Wegrationalisierung von Arbeitsplätzen ist für Betroffenen schon bitter und wir stehen erst am Anfang des KI-Zeitalters.

    • ottokar am 09.03.2018 17:15 Report Diesen Beitrag melden

      tori

      Kennst du das Drama "Die Weber" von Gerhard Hauptmann? Solltest du lesen oder lass dirs vorlesen. Alles fließt (Heraklit), besonders die Arbeitsplätze. Wie im 19. Jahrhundert die Eisenbahn aufkam, wurden zahlreiche Hufschmiede nicht mehr gebraucht. Heute macht der Computer Millionen von Bürostellen obsolet, von Fertigungsmaschinen ganz zu schweigen. Schon vor Jahrmillionen warnten die Baumaffen ihre mutigen Verwandten davor, aufrecht zu gehen und die Savanne zu besiedeln.

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  • Andi am 08.03.2018 21:14 Report Diesen Beitrag melden

    Juhuuu

    Ein toller Schritt um das Personal bei den Wiener Linien ab - und beim AMS aufzustocken! If(ironieVerstanden=true) { return ironieOff;}

    • @Andi am 08.03.2018 23:23 Report Diesen Beitrag melden

      Wiener Linien

      Es müsste sein (ironieVerstanden == true)! dein Programm ergibt nur einen Syntax Error.

    • fireone am 09.03.2018 07:24 Report Diesen Beitrag melden

      Wer wird dann am 1. Mai

      den roten Bonzen am Rathausplatz zujubeln, die paar Maxln, die übrig bleiben?

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  • j.l. am 08.03.2018 21:08 Report Diesen Beitrag melden

    glaubts wirklich

    ich verteau was führerloses? naja machen eben dann taxler mehr geschäft ,mit mir. kann ja net wahr sein sowas fahrlässiges

    • SockenRambo am 09.03.2018 02:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @j.l.

      So wie manche Taxler fahren weiß ich nicht was gefährlicher ist!! =) Was ich viel bedenklicher finde ist, das die Wiener Linien anscheinend so viel Geld haben, das sie alle 5 Jahre Massenhaft neue Modelle anschaffen!! Wozu? Ich kauf mir auch nicht alle 2 Jahre ein neues Auto!!

    • ottokar am 09.03.2018 17:30 Report Diesen Beitrag melden

      rambo

      Ich kauf mir schon alle 2 Jahre eins ---- aber ich habs ja ---- könnte mir auch alle 2 Monate eins kaufen. ---- Ich habs, GANZ ZUM UNTERSCHIED VON DER GEMEINDE WIEN, DIE ENORME SCHULDEN ZU MACHEN PFLEGT.

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