Wien-Hietzing

12. März 2018 00:58; Akt: 12.03.2018 11:35 Print

Soldat erschießt Angreifer vor iranischer Residenz

von M. Hofer - Vor der Residenz des iranischen Botschafters in Hietzing fielen Schüsse. Ein zur Bewachung abgestellter Soldat wurde verletzt, tötete einen Angreifer.

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Laut Sprecher Harald Sörös ging ein 26-jähriger Mann gegen 23.35 Uhr in der Nacht auf Montag mit einem Messer auf einen zur Bewachung des Hauses des iranischen Botschafters in Wien-Hietzing eingesetzten Soldaten los. Der Mann zog ein Messer aus seiner Jacke und attackierte den Soldaten damit.

Der 23-jährige Soldat wehrte sich zunächst mit Pfefferspray. Doch das zeigte keine Wirkung. Die beiden Männer kamen bei der Auseinandersetzung schließlich zu Sturz, wobei der 26-Jährige unentwegt auf den Soldaten einstach.

Als der Angreifer dem Heeresangehörigen eine tiefe Schnittwunde am Oberarm zufügte, zog der seine Dienstwaffe, eine Glock 17 mit Kaliber 9 Millimeter, und feuerte in Todesangst mindestens vier Schüsse ab, wie Polizeisprecher Harald Sörös mitteilte.

Von mehreren Projektilen getroffen brach der Mann zusammen. Er starb noch vor Ort. Der unter Schock stehende Soldat wurde versorgt und dann ins Spital gebracht, Ermittler nahmen noch in der Nacht die Arbeit in Hietzing auf.

Neben der schnellen Reaktion ist es auch der Stichschutzweste zu verdanken, dass der Soldat keine weitaus schwereren Verletzungen erlitt.

Angreifer war Österreicher

Bei dem Angreifer soll es sich um einen 26-jährigen österreichischen Staatsbürger mit aufrechtem Wohnsitz in Wien gehandelt haben. Das Motiv der Tat ist derzeit noch unklar.

Hier erschoss Soldat den Angreifer

Der Tatort, die Blaimschein-Villa in der Wenzgasse 2 in Wien-Hietzing, wird routinemäßig als sensibles Objekt rund um die Uhr von Soldaten des Bundesheeres bewacht. Hier wohnen die Mitarbeiter der iranischen Botschaft in Wien, auch der Botschafter.

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Stichschutzweste rettete Soldat (23) das Leben >>


Das ist der tote Angreifer der Wiener Iran-Botschaft >>>

Tiroler Bundesheer-Soldat berichtet

Nach dem ersten Schock schildert der Tiroler Soldat der Angriff gegenüber Michael Bauer, dem Sprecher des Verteidigungsministeriums. Mohamed E.-M. habe sich erst "sehr verdächtig verhalten", bevor er sich näherte und mit dem Messer zustach. Der Wachsoldat habe erst versucht, seinen Angreifer mit Pfefferspray abzuwehren, bevor er einen Warnschuss abgeben musste. Zwei der drei darauffolgenden Schüsse trafen Mohamed E.-M. "Aus jetziger Sicht hat der Berufssoldat alles richtig gemacht", erklärt Bauer gegenüber dem ORF.

Der Armee-Angehörige sei nach dem Vorfall "psychologisch natürlich entsprechend herausgefordert". Er wird vom heerespsychologischen Dienst betreut, versichert Bauer.

Erstmals Schüsse bei Überwachung

Der Tatort wurde zunächst abgesperrt, die Durchfahrt im Bereich Wenzgasse-Lainzer Straße war in den Morgenstunden nicht möglich. Die Überwachung der historischen Blaimschein Villa wurde verstärkt. Derzeit überwacht das Bundesheer neun diplomatische Einrichtungen in Wien. Der Fall des 23-jährigen Tiroler Berufssoldaten ist der bisher erste Angriff mit anschließendem Schusswaffengebrauch.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wolfgang am 12.03.2018 03:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frau Brauner

    Kann es sein, dass sie bei ihren vielen Reisen Wien vielleicht verwechselt haben? Wie ist die Stadt, wo täglich ein Messerangriff stattfindet, durchgeführt von importierten Kriminellen, die seit 3 Jahren mit Steuergeld ausgehalten werden

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  • KNIGHT99 am 12.03.2018 05:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glück im Unglück

    Man sollte sofort zu Waffe greifen und nicht zuerst zum Pfefferspray. Der Soldat hatte mehr als Glück eher einen großen Schutzengel auf seiner Seite.

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  • Penelope am 12.03.2018 04:10 Report Diesen Beitrag melden

    Schlimm.

    Wer ist jetzt nochmal das Sicherheitsrisiko für Österreich? Wirklich schrecklich was sich hier mittlerweile so alles abspielt. Stand der Täter auch unter Beobachtung des unantastbaren BVT? Gute Besserung dem Soldaten.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Calimero am 12.03.2018 10:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steiermark

    Zwei Wochen nachdem ihr Sohn sie mit einem Küchenbeil schwer verletzt hat, ist in der Nacht auf Montag die 75-jährige Mutter verstorben. Das bestätigte das Grazer LKH.

  • Calimero am 12.03.2018 09:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorsicht !

    Diese Schutzweste ist nur stichfest sonst leider nichts !

    • Fred von Jupiter am 12.03.2018 10:24 Report Diesen Beitrag melden

      @Calimero

      Umgekehrt sind schusssichere Westen nicht stichfest. Um Stichwaffen und Projektile abzuhalten, bräuchte es schon eine massive und damit untragbar schwere Rüstung.

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  • SockenRambo am 12.03.2018 09:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mechanismen

    Laut UNabhängigeren Medien soll es sich um einen eingebürgerten Ägypter handeln!!! Ich gehe mal stark davon aus, das der Soldat selbst, und nicht die iranische Residenz das Ziel des Angreifers war!! Ich hoffe sehr das es dem tapferen Soldaten bald wieder besser geht. Weiters hoffe ich, das in Österreich Mechanismen geschaffen werden, um Menschen, denen die Staatsbürgerschaft hinterhergeworfen wurde, in solchen Fällen, selbige auch wieder entziehen zu können!!

  • Peter Pirko am 12.03.2018 09:42 Report Diesen Beitrag melden

    Gut gemacht!

    Hut ab für den pflichtbewußten Soldaten!

  • Calimero am 12.03.2018 09:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meldung

    Der 26-Jährige - er ist österreichischer Staatsbürger, seine Familie stammt aus Ägypten - starb an Ort und Stelle. Laut Krone-Informationen dürfte es sich um eine islamistisch motivierte Attacke gehandelt haben.

    • @penzing16 am 12.03.2018 10:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Calimero

      Österreichischer Staatsbürger mit Ägyptischen Wuzeln.Staatsbürger schaft wird viel zu schnell vergeben,.

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