Neue Attraktion

27. August 2018 17:14; Akt: 27.08.2018 18:42 Print

Spatenstich für MQ-Libelle auf Museumsdach

Auf dem Dach des Leopold-Museums im Wiener Museumsquartier entsteht bis 2020 ein neues Veranstaltungszentrum samt Terrasse. Heute erfolgte der bauliche Startschuss.

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MQ-Direktor Christian Strasser, Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaub-Hasler und Kulturminister Gernot Blümel (v.li.) nahmen den Spatenstich für die neue "MQ Terrasse und Libelle" vor.

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Mit dem Bau der "MQ Terrasse mit MQ Libelle" bekommt das MuseumsQuartier Wien eine neue Attraktion. Die "MQ Terrasse" wird bei freiem Eintritt und öffentlich zugänglich für alle einen der schönsten Ausblicke über die Wiener Innenstadt bieten. Mit der "MQ Libelle" entsteht zudem ein neuer Raum für Kunst- und Kulturprojekte. Am Montag nahmen Kulturminister Gernot Blümel (ÖVP), Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) sowie MQ Direktor Christian Strasser den Spatenstich vor.

Erste große Erweiterung nach MQ-Eröffnung

"Das MuseumsQuartier Wien ist einer der beliebtesten kulturellen Treffpunkte der Wienerinnen und Wiener und eines der größten und erfolgreichsten Kulturareale weltweit. Kulturstätte, Erholungsraum und Arbeitsplatz in einem ist hier kein Widerspruch, sondern ein einzigartiges Erfolgsrezept. Mit dem Bau der 'MQ Terrasse mit MQ Libelle' erfolgt jetzt, 17 Jahre nach der Eröffnung des MuseumsQuartiers, die erste große Erweiterung: Um einen einzigartigen Ausblick auf das Weltkulturerbe der Wiener Innenstadt", so Blümel.

Zusätzliche Plattform für Kunst- und Kulturprojekte

"Die Qualität einer Stadt wird besonders von der Qualität des öffentlichen Raums geprägt. Mit dem Bau der 'MQ Terrasse' wird neuer öffentlicher Raum in Wien geschaffen, der nicht nur neue Perspektiven auf die Wiener Innenstadt eröffnet, sondern insbesondere auch zum sozialen Austausch einlädt", betonte Kaup-Hasler.

Die "MQ Libelle" als multifunktionaler Veranstaltungsraum neben der "MQ Terrasse" biete eine zusätzliche Plattform, Kunst- und Kulturprojekte auszustellen. Für Künstlern öffneten sich hier Räume, etwas zu ermöglichen und neue Initiativen zu setzen, freute sich die Kulturstadträtin.

"Wiener Wohnzimmer" ohne Konsumzwang

Auch MQ Direktor Strasser freute sich über die Erweiterung: "Das MuseumsQuartier ist das 'Wohnzimmer der Wienerinnen und Wiener'. Wir wollen das Areal ständig weiterentwickeln und den Besucherinnen und Besuchern immer wieder Neues bieten. Die 'MQ Terrasse mit der MQ Libelle' ist ein wichtiger Baustein dabei", so Strasser.

Die "MQ Terrasse" werde den Wienern bei freiem Eintritt einen einmaligen Blick über die Wiener Innenstadt bieten und zum Verweilen einladen. Ein Kiosk werde für Erfrischungen sorgen, wie aber in den MQ Höfen bestehe kein Konsumzwang.

So soll die neue "MQ Terrasse und Libelle" aussehen:

(Quelle: schreinerkastler)

Glasfassade und Licht bringen Libelle zum Strahlen

Entworfen wurde die "MQ Libelle" von Laurids Ortner, der gemeinsam mit seinem Bruder Manfred Ortner für die großen Neubauten im MQ Haupthof (Leopold Museum, mumok, Kunsthalle Wien) verantwortlich zeichnete. Die "Libelle" soll als multifunktionaler Veranstaltungsraum sowohl für Kunst- und Kulturprojekte zur Verfügung stehen als auch für Veranstaltungen an Dritte vermietet werden.

Begleitet wird das Projekt von führenden österreichischen Künstlerinnen: Die Glasfassade der "MQ Libelle" wird von Eva Schlegel gestaltet, die im als Teilnehmerin und Kommissärin des österreichischen Beitrags zur Biennale in Venedig (2011) Bekanntheit erlangte. Ein weiterer Blickfang soll eine Lichtinstallation von Brigitte Kowanz sein, die für ihre Arbeiten zu Raum und Licht 2009 mit dem Großen Österreichischen Staatspreis für Bildende Kunst ausgezeichnet wurde.

Fertigstellung für Frühjahr 2020 geplant

Die Kosten für den Bau sind mit 7,5 Mio. Euro festgelegt, wovon die Hälfte aus Eigenmitteln des MQ stammt und die andere Hälfte mit zukünftigen Mieteinnahmen abgedeckt wird. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2020 geplant. Mit Ausnahme einer temporären Sperre der obersten Etage des Leopold Museums bleibt der Betrieb in vollem Umfang erhalten.

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(lok)

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