Gastroplätze beschränkt

15. November 2017 05:35; Akt: 15.11.2017 09:01 Print

"Traurig, wenn man Leute wegschicken muss"

von Gerda Mackerle - Marktstandlerin Isabel Kaas wünscht sich mehr Verabreichungsplätze für ihre Kunden – und die Möglichkeit, auch sonntags aufzusperren.

Standlerin Isabel Kaas vom

Standlerin Isabel Kaas vom "Kaas am Markt": "Ich würde es befürworten, wenn es am Sonntag die Möglichkeit gäbe, zu öffnen." (Bild: Sabine Hertel)

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Seit Juli bekommen neue Marktstände keine Gastroplätze mehr bewilligt, bei "alten" Ständen wird die Einhaltung der acht erlaubten Verabreichungsplätze genau kontrolliert.

Isabel Kaas, Betreiberin des "Kaas am Markt" am Karmelitermarkt (Leopoldstadt), hatte dadurch im Sommer Probleme. "Es wurde stark kontrolliert. Weil ich zu viele Sitzplätze hatte, musste ich Strafe zahlen", erzählt Kaas. Nicht nur das: Die Jung-Unternehmerin verlor – wegen einer weiteren Strafe – ihre Zulassung. "Ich habe derzeit eine Probezulassung, die vorerst für ein Jahr gilt", sagt Kaas. Davor sei die Regelung lockerer gehandhabt worden.

Standlerin: "Manche Stammkunden kommen nicht mehr"

Derzeit könne sie nur acht Verabreichungsplätze anbieten – entweder draußen oder drinnen. "Es ist eine Katastrophe, wenn man die Leute wegschicken muss", sagt Kaas. Und: "Wenn die Leute wissen, dass sie nicht mehr konsumieren können, kommen sie nicht mehr."

Was sich Kaas als betroffene Standlerin wünscht? "Acht Plätze drinnen plus acht Plätze draußen wären für Händler vertretbar." Und: "Wenn es die Möglichkeit gäbe, sonntags zu öffnen, würde ich das befürworten."

Neos treten für Flexibilität ein

Laut Umfrage im Auftrag der Neos sind 87 % der befragten Wiener weiterhin für Ausschankplätze bei Standlern.
"Die Märkte sind derzeit bedroht", fürchtet Neos-Wien-Chefin Beate Meinl-Reisinger. Statt einem "starren Regelungsregime" fordern die Neos flexible Öffnungszeiten – etwa auch abends und am Sonntag und mehr Freiheit für die Standler.

Stadträtin Sima: Neue Marktordnung in Planung

Die Neos-Pläne würden "zu einem Rückgang an Lebensmittelständen führen", kontert SP-Gemeinderat Erich Valentin. Eine neue Marktordnung mit Schutz für den Lebensmittelhandel soll 2018 präsentiert werden, heißt es aus dem Büro der zuständigen Stadträtin Ulli Sima (SPÖ).

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter am 15.11.2017 06:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Häupl = Wien(er)zerstörer

    Na Hauptsache die ausländischen Lokale dürfen machen was sie wollen und die werden von niemandem kontrolliert! Danke Häupl!

  • WolfgangHeute am 15.11.2017 08:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ulli und Märkte, ein nogo.

    Die Ulli spricht von neuer Marktordnung, und hat vor Jahren schon mit ihren Bagger am Genochmarkt alles abgerissen.

  • zimbo am 15.11.2017 07:28 Report Diesen Beitrag melden

    Verdeckte Lokale

    Keine Marktstände mehr.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bertl K. am 15.11.2017 12:43 Report Diesen Beitrag melden

    Inländer sind eben anders zu behandeln

    Ich wuchs dort auf und arbeite mit 12 schon in den 70ern, als es noch KEINE Aussensitzplätze gab, Samstags immer am Bauernmarkt mit ! In den 90ern begann es dann mit den Pizza- und Kebabstandln, welche ohne jegliche Bewilligung Sessel und Stühle aufstellten. Klar, daß andere dies dann ebenso taten, aber sehr schnell dafür bestraft werden, während unseren "Gästen" weiterhin nichts geschieht- Siehe etliche Hauptstrasssen (Simmeringer- Favoriten- Kopp----), an denen nicht erlaubte Schanigärten weiterhin betrieben werden ! Weg mit Sima, Hüypl & Co !

  • Robert am 15.11.2017 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Markt

    Ein Marktstand ist ein Marktstand, mit allen seinen Einschränkungen, dafür kostet er ja auch in der Regel nicht so viel und du brauchst keine Toiletten, usw. Wenn Sie mehr Plätze haben will soll Sie sich ein vernünftiges Gastrolokal anmieten. Davon gibt es jede Menge in jeder Gegend von Wien sicher auch rund um den Markt. Alle wollen immer nur und dann sind die anderen Schuld.

    • Roswitha am 15.11.2017 09:54 Report Diesen Beitrag melden

      Wer nicht hören will ...

      ... und wenn sie aus der ersten Strafe keine Lehre gezogen hat, habe ich auch kein Mitleid mit ihr und sehe es als OK an, dass sie ihre Zulassung verloren hat. Es ist eine genaue Parallele zu den Schanigärten in den Bezirken, die versuchen sich auch aus allem rauszuschwindeln.

    • Mike G am 15.11.2017 11:54 Report Diesen Beitrag melden

      Es gibt halt Regeln.

      Völlig richtig, dann muß sie halt die große Gastgewerbekonzession machen! Weil 8 draußen UND 8 drinnen - damit ist jeder andere benachteiligt, der NUR drin oder draußen hat! Diese kleine Gastgewerbe ist sowieso ein Entgegenkommen...

    einklappen einklappen
  • Schikanen pur am 15.11.2017 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    Das rote Wien

    Na wenn die Sima da was unternimmt wird der Karmelitermarkt bald zusperren. Was bei den Wiener Stadträtinnen herauskommt war noch selten was gescheites. Siehe Wehsely & Co.

    • zimbo am 15.11.2017 09:12 Report Diesen Beitrag melden

      Der Karmelitermarkt lebt vom Sa

      Wer dann Trauben das halbe Kilo um 3,50 kauft, will es wohl so.Habe aber schon aggressive Standler erlebt die mit Blumentrögen und Sesseln öffentlichen Gehweg sperren wollten, daher bin ich dankbar, daß wieder die Marktkomponente zum Vorschein kommt, wenngleich ich kein Obst kaufe, auf dem Tauben gesessen sind.

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  • WolfgangHeute am 15.11.2017 08:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ulli und Märkte, ein nogo.

    Die Ulli spricht von neuer Marktordnung, und hat vor Jahren schon mit ihren Bagger am Genochmarkt alles abgerissen.

  • zimbo am 15.11.2017 07:28 Report Diesen Beitrag melden

    Verdeckte Lokale

    Keine Marktstände mehr.