In der Seestadt Aspern

28. August 2018 12:39; Akt: 28.08.2018 16:17 Print

Neue Gemeindebauten für Wien, hier die Details

Insgesamt 4.000 neue Gemeindewohnungen will die Stadt Wien in den nächsten Jahren errichten. Die ersten 75 Einheiten in der Donaustadt sollen 2021 fertig sein.

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Wiens Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal und der Donaustädter Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy präsentieren den Gemeindebau Neu in der Seestadt Aspern.

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Kompakt, kostengünstig und eigenmittelfrei sollen sie sein, die Gemeindewohnungen Neu. Nun werden auch in der Seestadt Aspern (Donaustadt) bis 2021 75 neue Wohnungen errichtet. Nachdem das Bundesverwaltungsgericht kürzlich grünes Licht für den UVP-Bescheid für Straßen- und Städtebau nördlich des Sees gegeben hat, können nun die Pläne umgesetzt werden.

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Am Dienstag stellten die Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal und der Donaustädter Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (beide SPÖ) gemeinsam mit WIGEBA-Direktor Ewald Kirschner und Wiener Wohnen-Vizedirektor Michael Stangl den neuen Gemeindebau vor.

Rote Wohnbautradition trifft auf "Stadt der Zukunft"

Als Standort des ersten Gemeindebau Neu in der Donaustadt hat die Stadt Wien den Seebogen in der Seestadt Aspern auserkoren. Hier soll im Einklang mit den umgebenden geförderten Wohnbauprojekten auch neue Gemeindewohnungen geschaffen werden.

"Wir nehmen die große Tradition des Wiener Gemeindebaus mit in die 'Stadt der Zukunft'. Die neuen Gemeindewohnungen in der Seestadt stehen nicht nur für eine hohe, leistbare und moderne Wohnqualität, sondern auch für Werte, die schon die ersten städtischen Wohnhausanlagen in Wien geprägt haben: gesellschaftlicher Zusammenhalt und eine gute soziale Durchmischung", betonte die Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal.

Bezirksvorsteher Nevrivy freute sich über die Wahl des Standortes: Die Seestadt biete ausreichend Platz für die erforderliche Infrastruktur, etwa einen eigenen Kindergarten, Veranstaltungssaal sowie mehrere gewerblich nutzbare Lokale und ausreichend Parkflächen in einer eigenen Sammelgarage.

75 Wohnungen mit ein bis drei Zimmer

Das neuen Gemeindebauprojekt nach Entwürfen des Architekturbüros "wup_wimmerundpartner" sieht einen achtgeschossigen Bau mit 75 Wohnungen auf insgesamt 4.320 m² Nutzfläche sowie Gemeinschaftsflächen vor. Die Wohnungen verfügen über ein bis drei Zimmer und eine Wohnfläche von ca. 35 bis 70 m².

"Als Bauträger ist uns eine gelungene Eingliederung in das Gesamtensemble am Baupatz H4 wichtig", betonte Kirschner. So sollen die 75 Gemeindewohnungen gemeinsam mit den benachbarten 105 Wohnbauinitiativen-Wohnungen im Rahmen einer offenen Blockstruktur der Baukörper markante städtebauliche Akzente setzen.

Alle Wohnungen mit privaten Freiflächen

Die neuen Gemeindewohnungen sind an der südwestlichen Bauplatzecke zum angrenzenden Park hin orientiert und werden mit privaten Freiflächen ausgestattet. Das heißt, dass allen künftigen Bewohnern entweder ein eigener Balkon oder eine Loggia zur Verfügung stehen wird. Zudem wird es im begrünten Innenhof Bewegungs- und Spielzonen geben.

Für ausreichend Parkplätze soll eine Hochgarage mit 114 Stellplätzen an der Süd-Ost-Ecke des Areals sorgen, die den Bewohnern des neuen Gemeindebau sowie jenen der geförderten Wohnungen am Bauplatzes H4 zur Verfügung stehen. Weitere 192 Garagenplätze sind für zukünftige Bewohner umliegender Bauplätze vorgesehen.

Der Baubeginn erfolgt im Herbst 2019, einziehen können sollen die ersten neuen Gemeindebau-Bewohner dann im Herbst 2021.

Günstige Miete ohne Eigenmittel

Mit den neuen Gemeindewohnungen will die Stadt Wien wieder für mehr leistbaren Wohnraum in der Stadt sorgen. Dementsprechend sollen auch der Gemeinbau Neu ein sicheres und qualitätsvolles Zuhause zu besonders günstigen Konditionen bieten. Zusammengefasst bedeutet das:

- Mietpreis pro Quadratmeter: 7,50 Euro (inkl. USt)
- Keine Eigenmittel erforderlich
- Keine Kaution
- Keine Befristung

Die Vergabe der neuen Gemeindewohnungen soll zu 100 % durch Wiener Wohnen und "fair und transparent" nach den geltenden Vergabekriterien erfolgen.

Die neu errichteten Gemeindebauten stehen im Eigentum der WIGEBA – Wiener Gemeindewohnungs-Baugesellschaft und damit im Eigentum der Stadt Wien. An der WIGEBA sind zu 51 Prozent die in der Verwaltung von Wien Holding stehende GESIBA (Gemeinnützige Siedlungs- und Bau AG) und zu 49% Wiener Wohnen beteiligt.

Bis 2020 weitere 4.000 Gemeindewohnungen auf dem Weg

Neben dem Gemeindebau in der Seestadt sind bereits auch weitere Projekte in Vorbereitung. Bedingt durch die erforderlichen Schritte wie Widmungsverfahren, öffentliche Auflagen, Wettbewerbe und Ausschreibungen hätten Gemeindebauten mehrjährige Vorlaufzeiten.

"Von der ersten strategischen Planung bis zur Schlüsselübergabe an die neuen Mieterinnen und Mieter durchlaufen die einzelnen Projekte sechs Projektphasen, die je nach Projekt einen Gesamtzeitraum von zumindest 4,5 bis 5 Jahre in Anspruch nehmen", informierte Gaal.

Bereits in Bau sind die 120 Wohnungen des Gemeindebaus in der Fontanastraße (Favoriten), für mehr als 300 Gemeindewohnungen am Handelskai 214 (Leopoldstadt) erfolgen noch in diesem Jahr die ersten Bauvorbereitungen.

"Insgesamt befinden sich Projekte mit mittlerweile insgesamt rund 3.700 Gemeindewohnungen Neu in Umsetzung", freute sich Wiener Wohnen-Vizedirektor Michael Stangl.

Bis zum Jahr 2020 werden an den unterschiedlichsten Wiener Standorten rund 4.000 Gemeindewohnungen Neu auf den Weg gebracht sein", betonte Gaal.

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(lok)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Steuerzahler am 28.08.2018 14:50 Report Diesen Beitrag melden

    Kosten bezahlt wer?

    Man benötigt Wohnungen für (noch mehr) Einwanderer ins Sozialsystem. Bezahlen wird der Steuerzahler.

  • who knows am 28.08.2018 20:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wozu?

    warum vermietet man nicht zuerst mal die ganzen Leerstände? Welche Baufirma braucht denn da dringend einen Auftrag? Typisch.

  • Eva F. am 30.08.2018 07:32 Report Diesen Beitrag melden

    Und wer darf das bezahlen?

    Haben ja erst kürzlich 3000 Wohnungen á 2000.- unter dubiosen Umständen verkauft. Da braucht man unbedingt Nachschub für die Zukunft.

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  • Eva F. am 30.08.2018 07:32 Report Diesen Beitrag melden

    Und wer darf das bezahlen?

    Haben ja erst kürzlich 3000 Wohnungen á 2000.- unter dubiosen Umständen verkauft. Da braucht man unbedingt Nachschub für die Zukunft.

  • who knows am 28.08.2018 20:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wozu?

    warum vermietet man nicht zuerst mal die ganzen Leerstände? Welche Baufirma braucht denn da dringend einen Auftrag? Typisch.

  • Steuerzahler am 28.08.2018 14:50 Report Diesen Beitrag melden

    Kosten bezahlt wer?

    Man benötigt Wohnungen für (noch mehr) Einwanderer ins Sozialsystem. Bezahlen wird der Steuerzahler.