Täter wollte 80.000 €

28. August 2018 11:26; Akt: 28.08.2018 11:26 Print

Taxler rettet Wienerin (75) vor "Polizei"-Betrügern

Einem Taxifahrer ist es zu verdanken, dass eine Seniorin nicht auf Trickbetrüger hereinfiel. Der Täter gab sich am Telefon als Polizist aus und forderte Geld.

Der Verdächtige gab sich am Telefon als Polizist aus. (Bild: iStock/Symbolbild)

Der Verdächtige gab sich am Telefon als Polizist aus. (Bild: iStock/Symbolbild)

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Ein Mann rief Montagnachmittag bei der 75-jährigen Frau an und gab sich als Polizist der Polizeiinspektion Schönbrunner Straße aus. Der Verdächtige erzählte der Pensionistin, dass ihre Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht hätte und nun eine Kaution in der Höhe von 80.000 Euro zu bezahlen wäre.

Die Wienerin beschloss nach den aufdringlichen Aufforderungen, zu einer Bank zu fahren, um Geld zu beheben. Sie bestellte sich ein Taxi zu ihrer Wohnung in der Himmelhofgasse (Hietzing) und machte sich auf den Weg. Der angebliche Polizeibeamte meldete sich auch während der Fahrt mehrmals telefonisch und fragte nach dem Standort des Opfers.

Der Taxilenker wurde auf die Anrufe aufmerksam und fragte die Seniorin, was passiert sei. Als die 75-Jährige die Geschichte erzählte, machte der Taxilenker die Dame auf die Betrugsmasche aufmerksam und brachte sie wieder zurück zu ihrer Wohnung. Anschließend wurde dann die "richtige" Polizei verständigt.

Bis Anfang Juli schon 80 "Kautionstrick"-Opfer

Erst am 20. Juni übergab eine Wienerin (83) in Rudolfsheim-Fünfhaus einem Betrüger Schmuck im Wert von 40.000 Euro. Der Mann hatte am Telefon behauptet, er sei von der Kriminalpolizei und die Tochter der 83-Jährigen habe einen Unfall gehabt und es gebe Probleme mit der Versicherung.

Immer mehr Wiener fallen auf den sogenannten "Kautionstrick" herein. Bis Anfang Juli meldeten sich rund 80 Opfer bei der Polizei, sieben davon übergaben tatsächlich Wertgegenstände.


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(cz)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Koarl am 28.08.2018 12:24 Report Diesen Beitrag melden

    überlegenswert

    abgesehen, das es fraglich ist ob man die 80k so ohne voranmelden bei einer Bank bekommen würde,wäre es intersessant den Deal (nat. ohne Cash) durchzuspielen. Irgendwer muß die Scheine ja abholen. Und vielleicht kann der Nachbar kurzfristig mit einen Baseballschläger aushelfen.

  • Ernesto am 28.08.2018 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Wie kommen die Täter an Daten berichtet Opfer?

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  • Ernesto am 28.08.2018 17:06 Report Diesen Beitrag melden

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  • Koarl am 28.08.2018 12:24 Report Diesen Beitrag melden

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