MQ erteilt Hausverbot

04. Februar 2016 11:53; Akt: 12.02.2016 03:40 Print

Treffen von Vergewaltigungs-Befürwortern verboten

Das geplante Treffen von Anhängern des selbsternannten Männer-Aktivisten, Antifeministen und Pickup-Artists Daryush Valizadeh alias Roosh V. vor dem Mumok in Wien wurde untersagt. Das Museumsquartier hat der Gruppe Hausverbot erteilt. Roosh hatte in einem Artikel unter anderem gefordert, Vergewaltigung im privaten Bereich zu legalisieren, damit Frauen "lernen, auf sich aufzupassen".

 (Bild: mqw.at/ Hertha Hurnaus)

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Das alias Roosh V. vor dem Mumok in Wien wurde untersagt. Das Museumsquartier hat der Gruppe Hausverbot erteilt. Roosh hatte in einem Artikel unter anderem gefordert, Vergewaltigung im privaten Bereich zu legalisieren, damit Frauen "lernen, auf sich aufzupassen".


Roosh hatte seine Fans auf seiner Website aufgefordert, weltweit "neomaskuline Stämme" zu bilden. So sollen sie für ihre Vorstellung von Männerrechten und gegen die Unterdrückung durch Feministen kämpfen. Da Rooshs Äußerungen auch die teilweise Straffreiheit von Vergewaltigung umfassen, sorgte das geplante Treffen für große Empörung.

Treffen finden wahrscheinlich geheim statt

Das Museumsquartier hat deshalb von seinem Hausrecht Gebrauch gemacht und das Treffen auf dem Gelände des MQ untersagt. Wegen des heftigen Gegenwinds soll der "Meetup Tag" laut Rooshs Website abgesagt worden sein. Wahrscheinlich finden einige Treffen aber weiterhin im Geheimen statt.

Die Männerrechte, für die Roosh kämpfen will, umfassen auch, dass jeder Mann jederzeit den Anspruch auf Sex haben, und zwar mit jeder Frau. Wenn notwendig auch durch Zwang. In einem Artikel schlug er zudem vor, Vergewaltigung auf Privatgrund zu legalisieren, damit Frauen lernen, "auf sich aufzupassen".

Weltweiter Gegenwind

Diese Forderungen sorgten nicht nur in Österreich und Wien für Proteste und Empörung. Auch in Deutschland und der Schweiz gibt es Proteste gegen die frauenfeindlichen Überzeugungen. Bei Rooshs Vorträgen in anderen Ländern kommt es zudem immer wieder zu lautstarken Protesten. 

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