Gerichts-Entscheidung

11. Juli 2018 05:46; Akt: 11.07.2018 07:10 Print

Trotz Abmahnung: "Uber" fährt weiter durch Wien

von E. Gundacker, G. Mackerle - Steht der beliebte Fahrtendienst "Uber" in Wien vor dem Aus? Das fragen sich derzeit vermutlich viele Nutzer des Fahrtendienstes. "Heute" machte den Test: "Uber" fährt weiter durch die Stadt.

Uber fährt trotz gerichtlicher Abmahnung in Wien. (Video: heute.at)
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Vor Gericht erzielten die Taxler im Streit mit dem oft günstigeren Fahrtendienst Uber einen Teil-Sieg. Das Oberlandesgericht bestätigte nun die Ende April erlassene Einstweilige Verfügung gegen Uber. Hintergrund: Es sei unrechtmäßig, dass Uber-Fahrer von unterwegs Kontakt mit ihren Kunden aufnahmen – was im Widerspruch zur Rückkehrpflicht an die Betriebsstätte gestanden sei. Im April hatte Uber deshalb zwei Tage lang Fahrten gestoppt.

"Heute"-Versuch zeigte: Uber fährt weiter durch Wien

Und jetzt? Der "Heute"-Versuch zeigte am Dienstag: Uber fährt. Der Fahrer fürchtet nicht um seinen Job. Auf die Frage, ob Uber auch im Einsatz ist, heißt es: "Ja". Für Uber-Fans dürfte sich vorerst also nichts ändern.

"Taxi 40100-Anwalt Dieter Heine: "Gericht können Strafen verhängen"

"Sollte Uber gegen die Einstweilige Verfügung verstoßen, können die Gerichte Strafen verhängen", so Taxi 40100-Anwalt Dieter Heine. Man habe schon "dutzende Verstöße angezeigt". Auf die Praxis dürfte das vorerst keine Auswirkungen haben.

Bei Uber ist man gelassen: Man habe "intensiv daran gearbeitet, unsere Prozesse anzupassen, um die Bedingungen des Gerichts zu erfüllen."Es gebe ein neues System und: "Diese Entscheidung hat keinerlei Auswirkungen auf unser derzeitiges Geschäft."

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fahrgast am 11.07.2018 08:05 Report Diesen Beitrag melden

    Gleiche Bedingungen für alle

    Es ist Aufgabe des Gesetzgebers für alle die gleichen Wettbewerbs-Voraussetzungen zu schaffen. Tut er es nicht, und vermischt Taxi mit Mietwagen, so wird es weiterhin Konflikte geben. In der Türkei ist der Hass auf Uber durch falsche Berichterstattung so geschürt worden, dass Taxler auf Uber-Lenker schießen oder sie aus dem Fahrzeug zerren und verprügeln. Auch hierzulande wurde dazu aufgerufen und gab es bereits mehrere Fälle von gefährlicher Drohung und Sachbeschädigung. Die Innung toleriert ist, um eine Zunft zu schützen, die es mit wenigen Ausnahmen nicht verdient, sich Taxi zu nennen.

  • Cerosh am 11.07.2018 11:18 Report Diesen Beitrag melden

    Keine auswirkung

    "Diese Entscheidung hat keinerlei Auswirkungen auf unser derzeitiges Geschäft." echt jetzt? euch erklärt das gericht das es so wie es nun ist nicht geht, aber das hat für euch keine auswirkung? hat überhaupt irgendwas von gesellschaflichen regeln irgendwie auswirkung auf euch? steht ihr über jedem gericht? diese aussage alleine ist schon strafbar, weil er ja offen zugibt das gerichtliche verfügungen eh nix an deren praxis ändern. bzw ihnen eh total wurscht san. willkommen in der schönen neuen innovativen welt :) krasse sache sowas

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  • myopinion am 11.07.2018 07:56 Report Diesen Beitrag melden

    Arrogant

    Ziemlich arrogant dieses UBER, wenn es nicht Mal eine Gerichtsentscheidung respektiert.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Gasttt am 12.07.2018 01:07 Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Abmahnung, Gerichtsbeschluss aber "keine Auswirkungen auf die Praxis". Wozu haben wir dann überhaupt Gesetze? WOZU?

  • Gscheit am 11.07.2018 19:36 Report Diesen Beitrag melden

    Ing. Ma

    Uber wird die Taxis vertreiben, wenn sie sich nicht anpassen. Die Digitalisierung ändert eben vieles und man muss darauf reagieren. Die meisten von uns kennen das bereits aus ihren Berufsfeldern und nun betrifft es auch die klassischen Fahrtendienste. Nicht viel später werden dann selbstfahrende Autos Uber ersetzen. Ernsthaft überlegen muss man deshalb, was man mit den Menschen macht, die sich dagegen verwehren oder sich nicht anpassen können.

    • Johanna am 11.07.2018 22:01 Report Diesen Beitrag melden

      Herr GSCHEIT !

      Herr Gscheit ! Uber boomt weil er zu Spotpreisen Personenbeförderung betreibt und um nichts anderes geht es ! Apps gibt es seit Jahren von beiden Funkzentralen in Wien ! Also wir sind nicht stehen geblieben nur mit den Preisen können und dürfen wir auch nicht mithalten !!! Es gibt Tarifpflicht in Wien für Taxis falls sie es überhaupt wissen weil sie vorher nie Taxi gefahren sind !

    • Kawa am 12.07.2018 23:46 Report Diesen Beitrag melden

      Regeln

      Es geht hier nicht um Anpassung sondern um die schlichte Einhaltung von Regeln welche eigentlich zum Schutze der Kunden erstellt wurden,nur so nebenbei. Das System von UBER wäre Ansich nichts schlechtes wenn er nur einfach die Richtlinien welche eben für alle in der Branche gelten einhalten würde.Im Fall von UBER Österreich einfach die Rückkehrpflicht für Mietwagen & wenn er einen Taxidienst anbieten möchte dann eben die von der Stadt Wien festgelegten Preise die nun mal für alle einzuhalten sind. So einfach wäre das ganze damit UBER unbeschwert seine Dienste an den Kunden bringen kann. LG.

    • Wolfgang Winkler am 26.07.2018 08:27 Report Diesen Beitrag melden

      Herr

      vielleicht lernen die Herren 40100 - der Wettbewerb schläft nicht - Komfortauto anbieten die von Mercedes so weit weg sind wie die Erde zum Mars und zusätzlich - du sagen und ich fahren

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  • Stoney am 11.07.2018 18:50 Report Diesen Beitrag melden

    Ing.

    Taxi... Ja das Monopol soll doch endlich fallen. Früher gab es nur die Post und Telegraphen Verwaltung... Haben sich gewährt gegen die Liberalisierung.. Und verloren. Gut ist es, sonst hätten wir heute kein breitband Internet und Anbieter aus denen wir wählen können. Taxi Monopol hat umgehend zu fallen - freie Marktwirtschaft. Und gleich danach die Schornsteinfeger. Das nervt auch gewaltig.

    • Cerosh am 12.07.2018 02:16 Report Diesen Beitrag melden

      @stoney

      also leute die keine ahnung haben, was nen monopol ist, und was das bedeutet, sollten dieses wörtchen nicht so frei von der hand benutzen. der einzige der momentan nen monopol hat ist uber, weil der einzige anbieter illegaler personenbeförderung. der auch noch seinen subunternehmern den preis vorschreibt ein gesetzlich geregelter preis hat nix mit monopol zu tun, und taxler gibts wohl genug auch funkzentralen. aber ihnen nun erklären wozu nen geregelter preis im öffentlichen verkehr gut ist... merken sie zu stosszeiten bei uber

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  • Ehklar am 11.07.2018 12:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Die Lösung ist radikal! Alle Taxiunternehmer schicken ihre Lenker auf Urlaub und legen ihre Fahrzeuge still. VORHER knöpft die GKK sich alle bei UBER angeschlossenen Unternehmer vor und beginnt diese von Btanchenkennern prüfen zu lassen. Dann sind vielleicht 15% der UBER-Fahrer auf der Straße, der Preis verdreifacht sich. Und die UBER-Kunden können sich über den angeblich viel besseren Service freuen, und über die Sauberkeit der FZ, und über die besseren Ortskenntnisse, und die Freundlichkeit und...

  • Cerosh am 11.07.2018 11:18 Report Diesen Beitrag melden

    Keine auswirkung

    "Diese Entscheidung hat keinerlei Auswirkungen auf unser derzeitiges Geschäft." echt jetzt? euch erklärt das gericht das es so wie es nun ist nicht geht, aber das hat für euch keine auswirkung? hat überhaupt irgendwas von gesellschaflichen regeln irgendwie auswirkung auf euch? steht ihr über jedem gericht? diese aussage alleine ist schon strafbar, weil er ja offen zugibt das gerichtliche verfügungen eh nix an deren praxis ändern. bzw ihnen eh total wurscht san. willkommen in der schönen neuen innovativen welt :) krasse sache sowas

    • Michael am 11.07.2018 12:06 Report Diesen Beitrag melden

      gerichte

      ich frag mich ja nur, ob sie dann die strafen anerkennen, oder das eh au nix mit ihnen zu tun hat.

    • Blackstone am 11.07.2018 18:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Cerosh

      Da bin ich ja richtig gespannt, welchen Joker die österreichischen Gerichte gegen diese Ignoranz auspacken wird. Denn wenn Sie lustig drauf weitervermitteln, ist JEDES Gesetz in Österreich wertlos, weil eh jeder macht, was er will!

    • Cerosh am 12.07.2018 02:18 Report Diesen Beitrag melden

      prozess angepasst

      naja nächstes mal wenn mir einer in nem lokal sagt "das is nen nichtraucher lokal" setz ich mir nen kapperl auf, und rauch weiter "hab meinen prozess angepasst"

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