Urteil gefallen!

14. März 2018 13:07; Akt: 14.03.2018 13:37 Print

Volleyballtrainer verging sich an Kindern: Haft

Am Straflandesgericht Wien wurde der ehemalige Volleyballtrainer zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Er soll Mädchen 16 Jahre lang regelmäßig missbraucht haben.

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Vier Jahre Haft für den ehemaligen Volleyballtrainer.

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Der Angeklagte zeigte sich geständig. Er gab zu, die Mädchen als Volleyballtrainer missbraucht zu haben. Das floss ins Urteil mit ein, wie Richterin Sonja Höpler-Salat betonte. Das jüngste Opfer soll sechs Jahre alt gewesen sein.

Weiters wurde dem Angeklagten Johannes H. die bisherige Unbescholtenheit zugutegehalten. Außerdem sei es zu keinem Geschlechtsverkehr gekommen. Trotzdem hofft die Richterin, dass die Mädchen "diesen Rucksack nicht ewig mit sich herumtragen müssen".

Auch Enkelin unsittlich berührt

Der ehemalige Volleyballtrainer meinte vor Gericht, dass die Taten ihn nicht sexuell erregt hätten. Dennoch wolle er eine Therapie machen, damit so etwas nie wieder passiert.

Laut Anklage soll sich H. auch an seiner sechsjährigen Enkelin vergangen haben. Insgesamt habe er sie 42 Mal unsittlich berührt. Die Orte der schrecklichen Taten: Trainingslager, Beach-Volleyball-Grand-Slam in Klagenfurt oder seine eigene Wohnung.

Laut eigener Aussage handle es sich bei allen Taten um "Kurzschlusshandlungen". Seine sexuellen Neigungen würden sich nämlich auf ältere Frauen beziehen. Das letzte Mal intim wurde er 1989 - mit seiner Ehefrau. Danach ließ sie sich von ihm scheiden.

Kinderpornographie bei Hausdurchsuchung entdeckt

2017 flog der 61-Jährige auf, als er mit einem elfjährigen Mädchen in Klagenfurt campierte und sie dabei unsittlich berührte. Portugiesische Volleyball-Spielerinnen beobachteten die Szenen und erstatteten Anzeige.

Seit Mai 2017 sitzt Johannes H. in U-Haft. Bei einer Hausdurchsuchung wurde kinderpornographisches Material sichergestellt. Teilweise dürfte er dieses selbst hergestellt haben.

Ex-Trainer soll sich teilgeständig gezeigt haben

50 Mädchen soll der Nachwuchslehrer unsittlich berührt und auch kinderpornografisches Material besessen haben. Der ehemalige Sport-Betreuer zeigte sich teilgeständig, und gab den Missbrauch von sechs der sieben Mädchen zu, aufgrund welcher er angeklagt wurde. Die Aussagen der Opfer wurden im Vorfeld des Prozesses auf Video aufgezeichnet, um ihnen nicht das Erscheinen als Zeugen zumuten zu müssen.

Am Ende setzte es vier Jahre Haft für Johannes H. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • wolf198 am 14.03.2018 13:19 Report Diesen Beitrag melden

    Unbegreiflich

    Viereinhalb Jahre! Viel zu wenig!

  • Robert am 14.03.2018 15:47 Report Diesen Beitrag melden

    Päderasten am besten aufhängen

    Nein der gehört gehängt! Alle Päderasten gehören gehängt! Für diese Aussage trifft heute nicht ich übernehme die volle Verantwortung für diese Aussage! Also zensierbär lass das durch!

    einklappen einklappen
  • Drakensang am 14.03.2018 13:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genau solange

    wie sein letztes Opfer von seiner Tat traumatisiert bleibt, genau so lange gehört er weg. Ausnahme: Das/die Opfer einigt/einigen sich mit ihm über eine Leibrente.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Dosi am 14.03.2018 20:10 Report Diesen Beitrag melden

    Zu mild

    Bisherige Unbescholtenheit + Teilgeständnis wurde ihm zu Gute gehalten????? Unbescholten aber nur, weil ihm 16 Jahre lang niemand drauf gekommen ist!!!! Er wurde NICHT sexuell erregt????? Warum hat er es dann gemacht???? Machtausübung, Sadismus,...????? Urteil viel zu mild!!!!

  • Robert am 14.03.2018 15:47 Report Diesen Beitrag melden

    Päderasten am besten aufhängen

    Nein der gehört gehängt! Alle Päderasten gehören gehängt! Für diese Aussage trifft heute nicht ich übernehme die volle Verantwortung für diese Aussage! Also zensierbär lass das durch!

    • master plaster am 14.03.2018 16:36 Report Diesen Beitrag melden

      Anderer Vorschlag (mit Begründung)

      Nicht solange bei Kinderehen nicht genauer hingeschaut wird, sie - wie in D - sogar von Behörden bereits offiziell anerkannt wurden und das türkische Religionsministerium (wie im Jänner) eine Einschätzung herausgibt, das Mädchen ab 9 heiratsfähig wären. Gegenvorschlag: nicht nur Zahlen der Therapiekosten sondern auch Vollfinanzierung der Berufsausbildung der Mädchen (z.B Studium, da kann sie auch gerne bummeln und auch Studiengebühren kommen - inklusive Wohnung und Geld für die Lebensunterhalt während dieser Zeit). Würde den Mädels persönlich wohl auch mehr bringen als Knast oder Baum

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  • Hubner am 14.03.2018 13:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum Kindermissbraucher

    Aus Salzburg wurde nicht verhaftet??? Er hat 11 Kinder missbraucht... Alles ist sehr verdächtig

  • Drakensang am 14.03.2018 13:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genau solange

    wie sein letztes Opfer von seiner Tat traumatisiert bleibt, genau so lange gehört er weg. Ausnahme: Das/die Opfer einigt/einigen sich mit ihm über eine Leibrente.

  • wolf198 am 14.03.2018 13:19 Report Diesen Beitrag melden

    Unbegreiflich

    Viereinhalb Jahre! Viel zu wenig!