Vier Opfer nach Prater-Amoklauf

09. März 2018 05:58; Akt: 09.03.2018 08:20 Print

Weiter Zittern um schwer verletzten Familienvater

Vier Menschen verletzte Jafar S. in seiner blinden Wut. Wahllos stach er auf die Passanten ein. Drei Opfer sind bereits außer Lebensgefahr. Ein Zahnarzt muss noch kämpfen.

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Auf der Praterstraße hat am Mittwoch (7. März) ein vorerst Unbekannter eine dreiköpfige Familie nieder und flüchtete anschließend. Die Bluttat ereignete sich an einem Abgang zur U-Bahnstation Nestroyplatz. Eines der Opfer, ein 17 Jahre altes Mädchen, konnte sich schwer verletzt in ein nahes Asia-Restaurant retten. Sie und ihre Eltern (Vater 67, Mutter 56 Jahre alt) wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei sowie die Spezialeinheit WEGA suchten nach dem flüchtigen Mann. Eine knappe halbe Stunde später wurde ein 20-Jähriger auf dem nahen Praterstern ebenfalls mit einem Messer attackiert. Kurz darauf konnte ein 23-jähriger Afghane als Tatverdächtiger festgenommen werden. Lange Zeit war unklar, ob es sich bei dem Verdächtigen auch um den Täter aus der Praterstraße handelt. Der junge Mann wurde am Donnerstag einvernommen und zeigte sich gegenüber der Polizei geständig beide Taten begangen zu haben. Er selbst gab an, dass er in einer schlechten, aggressiven Stimmung war, auf seine gesamte Lebenssituation wütend war. Deshalb habe die Familie angegriffen. Am Praterstern habe er schließlich einen Bekannten, den 20-Jährigen, angegriffen, weil er diesen für seine vergangene Drogensucht verantwortlich macht. Berichte, wonach die Tat politisch motiviert gewesen sein soll, wurden durch die Aussage des Verdächtigen widerlegt. Die Nachfrage, ob die Tat auch politisch motiviert war, habe der 23-Jährige eindeutig verneint, so die Polizei am Donnerstag. In der Nacht auf Donnerstag konnten drei der vier Opfer von den Ärzten stabilisiert werden: Die beiden Frauen (56 und 17), sowie ... ... der verletzte Mann am Praterstern (20) befinden sich nicht mehr in Lebensgefahr. Der Gesundheitszustand des Mannes (67) ist nach wie vor kritisch.

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Es gibt noch keine Entwarnung: Der am Nestroyplatz niedergestochene Familienvater Wolf-D. (67) kämpfte nach einer furchtbaren Thorax-Verletzung auch gestern noch ums Überleben. Der Spezialist für Zahnimplantate mit eigener Praxis in der Nähe des Tatortes musste noch auf der Praterstraße reanimiert werden.

Außer Lebensgefahr

Seiner Frau Hidea (56) und der Tochter Isabella (17) geht es indes zumindest etwas besser. Die Lebensgefahr nach den
Bauchstichen, die sie bei dem Angriff aus heiterem Himmel erlitten hatten, scheint gebannt. Dennoch müssen sie weiterhin in Spitälern behandelt werden.

Ebenfalls mit einem Messer in den Bauch gestochen wurde das letzte Opfer des Amoklaufs von Jafar S. Er hatte Zulat (20) vor einem Sushi-Stand beim Praterstern sein Messer in den Körper gerammt. Wenig später wurde der Rasende dann überwältigt – auch Zulat wird überleben.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Krista am 09.03.2018 08:17 Report Diesen Beitrag melden

    Zittern um Familienvater

    Ich kann dem schwer verletzten Familienvater nur die allerbesten Wünsche für seine Genesung schicken. Und der gesamten Familie wünsche ich, dass sie das Trauma gut übersteht. Ganz schrecklich, was da passiert ist.

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  • Patriot5611 am 09.03.2018 09:40 Report Diesen Beitrag melden

    Vierfacher Mordversuch macht zusammen:

    Minimum 40 Jahre Einzelhaft bei - Wasser und Brot - ohne frühzeitiger Entlassung. Das sollte es uns wert sein - alleine schon um ein Zeichen zu setzen! Der verletzten Familie alles, alles Gute, vor allem gute Besserung!

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  • Frau Holle am 09.03.2018 09:05 Report Diesen Beitrag melden

    Warum lässt sich der Österreicher das gefallen

    Normalerweise müssten die Familie den Staat Österreich verklagen, immerhin sind Politiker Schuld an dieser Misere

Die neusten Leser-Kommentare

  • Helmut Hamster am 09.03.2018 14:35 Report Diesen Beitrag melden

    Und so geht's weiter...

    Da stehen jetzt bestimmt schon wieder einige Anwälte in den Startlöchern und buhlen sich darum diesen Verbrecher verteidigen zu dürfen. Ein Gutachter wird ihm bei der Gerichtsverhandlung Unzurechnungsfähig bescheinigen und er wird dann für 10 oder mehr Jahre auf unsere Kosten in einer Anstalt rundum versorgt.

    • Auchnemeinung am 09.03.2018 15:52 Report Diesen Beitrag melden

      Der negative Asylbescheid

      wurde sozusagen für nichtig erklärt. Dieses Wesen darf jetzt weiterhin im Lande bleiben. Bin schon gespannt, wer den Anwalt stelle, und wie die Gutachten ausfallen!

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  • BrigitteH. am 09.03.2018 10:21 Report Diesen Beitrag melden

    Messer-Amoklauf

    Wie oft muss man noch diesen Satz lesen" zur falschen Zeit am falschen Ort. Wann greift man endlich durch. Straffällig gewordene Zuwanderer raus aus unseren Land. Unsere Politiker gehen mit Personenschutz auf die Strasse, aber das normale Volk ist diesen Irren ausgesetzt. Hoffentlich geht es der Familie bald besser. Und wie kann mann diese Tat je wieder vergessen?

  • Manuela am 09.03.2018 10:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unfassbar

    Aber wichtig ist dass die armen Asylanten noch Gratis Kampfsport machen dürfen um ihre Agressionen abzubauen. Vielen Dank liebe Regierung.

  • Reini A. am 09.03.2018 09:49 Report Diesen Beitrag melden

    Kanns doch nicht sein

    Österreicher wehrt euch endlich.

    • Alex am 09.03.2018 10:56 Report Diesen Beitrag melden

      Hilflos

      Wie willst dich wehren, du gehst auf der Strasse und auf einmal sticht einer auf dich ein.

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  • Marlene am 09.03.2018 09:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verbrechen am eigenen Volk

    Alles Gute den Verletzten! Eigentlich sollte das österreichische Volk den Staat bzw. die Regierung verklagen! Wo sind da die Promi-Anwälte?