Kind schwer verletzt

12. September 2018 06:42; Akt: 12.09.2018 06:42 Print

Rottweiler-Besitzerin hatte 1,4 Promille

von C. Oistric - Seine Großeltern schaukelten den Kleinen mit den Händen in die Höhe. Sekunden später schwebte der Bub in Lebensgefahr. Ein Rottweiler hatte ihn attackiert.

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Blutstropfen, meterweit am Asphalt verspritzt, zeugen in einer Gasse in Wien-Donaustadt noch von der Tragödie. Am Montag gegen 19.00 Uhr war ein Paar mit seinem 18 Monate alten Enkerl unterwegs.

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"Sie schaukelten ihn an den Händen immer wieder spielerisch in die Höhe", schildert Polizeisprecherin Irina Steiner. Das reizte offenbar einen mit seiner Besitzerin vorbeispazierenden Rottweiler. Der Listenhund, der keinen Beißkorb hatte, riss sich kraftvoll los und fiel über den Buben her.

Erst als ihm eine mutige Frau auf die Schnauze schlug, ließ das Vieh ab. Die Besitzerin band den Hund an einen Baum. Währenddessen begann für das Kind – es hatte eine klaffende Fleischwunde am Kopf erlitten – ein Kampf auf Leben und Tod.

Ersthelfer erzählt

Nachbar Thomas K. saß gerade auf seiner Terrasse, wie er "Heute" erzählt: "Ich hörte die gellenden Hilfeschreie und lief sofort auf die Straße." Dort drückte er dem Buben eine Kompresse auf die Wunde, eine Ärztin, die in der Straße wohnt, half mit: "Er war blutüberströmt und wimmerte", so der 48-Jährige. "Das hätte nicht passieren dürfen."

Während der Kleine im SMZ-Ost ums Überleben kämpft, musste die Ex-Halterin (Hund nun im Tierquartier) ausnüchtern. Sie hatte 1,4 Promille.


(Video: Video3)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ehklar am 12.09.2018 06:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Es ist vielen Leuten nicht klar, dass man alkoholisiert nicht nur im Verkehr eine Gefahr für andere und auch sich selbst ist. Ich hoffe, dass das Kind wieder gesund wird und diese BEISSATTACKE seelisch verarbeiten kann.

    einklappen einklappen
  • Irina am 12.09.2018 07:44 Report Diesen Beitrag melden

    unfähiger hundehalter

    Da sieht man wieder das die Besitzer die Schuld tragen wenn sie den Hund nicht unter Kontrolle haben und richtig erziehen ! Den Hund trifft eigentlich keine Schuld und er sollte auch nicht Vieh genannt werden das macht die Sache nicht besser ! Nicht der Hund sollte jetzt bestraft werden sondern der Halter !! Gute Besserung dem Kind auf jedenfall

  • Kartoffl am 12.09.2018 07:20 Report Diesen Beitrag melden

    grantig

    Unverantwortlich, da kann man nur hoffen dass der Kleine nicht nur die körperlichen sondern auch die seelischen Wunden übersteht. Wenn das mein Kind wäre, würde sie sich wünschen im Häfn eingesperrt und damit Sicher vor mir zu sein

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Werner am 12.09.2018 16:08 Report Diesen Beitrag melden

    Hundeführerschein...

    ...wurde kontrolliert? Hatte die Besitzerin überhaupt einen? Hier muss die Hundebesitzerin Schmerzensgeld zahlen, dass Ihr der Konsum von Alkohol gleich mal auf ewig vergeht. Ich hatte selber einen Hund, der zwar kein Listenhund war, aber kniehoch - Es lag in meiner Verantwortung, was das Tier tut und ich weiß, dass man trotz Adrenalin-schub, Mut benötigt, um bei einen in Rage geratenen Hund dazwischen zu gehen und Ihm kurz, knapp und fest eine auf die Schnauze knallt - Alles erdenklich Gute für den Kleinen

  • Huf am 12.09.2018 13:24 Report Diesen Beitrag melden

    Ausbildung

    Solange es keine Änderung in der Ausbildung von Menschen mit Hund gibt werden solche Vorfälle leider nicht zu verhindern sein. Die Prüfungen sind eine Farce, auch der Hundeführschein. Ein Hund, der mit Leckerli konditioniert wird, erscheint oberflächlich sicher. Und das ist der Trugschluss. Nur wenn der Mensch seinen Hund aufgrund seiner Führungsqualität (umfangreiches Wissen über Rudelverhalten, starke Energie, Respekt, Vertrauen, berechenbares Verhalten) unter Kontrolle hat, senkt sich das Risiko erheblich.

  • Moni Mini am 12.09.2018 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    Hund trifft keine Schuld

    tragisch...hoffentlich übersteht der kleine Mann das ohne bleibende Schäden. Meiner Meinung nach trifft den Hund keine Schuld. Kampfhund hin oder her...einen Hund kann man erziehen - auch, wenn vielleicht aufgrund der Züchtung Aggressionspotenzial besteht. Und wir wissen auch nicht was der Hund vielleicht in der Vergangenheit erlebt hat, dass er so reagiert hat. In jedem Fall liegt die Verantwortung beim Besitzer. Ein Hund ist mit Beißkorb und Leine zu führen...Punkt. Alles gute auch dem Hundsi - hoffentlich darf er weiterleben...bei jemanden, der weiß, wie man sich zu verhalten hat

  • Ronny am 12.09.2018 10:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hundebesitzern

    Jetzt ist es dann auch wieder gut mit den Berichten! Aufregen bringt nichts das müssen die Gerichte jetzt machen obwohl die Strafe nicht hoch sein wird wie man aus vergangenen Fällen weiß.

    • D.D. am 12.09.2018 12:51 Report Diesen Beitrag melden

      @Ronny

      Ich möchte weiter informiert werden, wie es dem Kind geht, was aus dem Hund wird und wie die Strafe für die Halterin ausfällt. Lesen Sie den Bericht halt nicht, wenn er Sie nicht interessiert!

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  • Evi am 12.09.2018 10:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rotti

    Jetzt ist hoffentlich bald schluß mit der Berichterstattung! Die Dame bekommt sicher ihre Strafe und ich nehme an die wird nicht hoch ausfallen wie man ja von anderen Vorfällen weiß! Alles gute dem Kind!