Zwei Musikerinnen fuhren – unabhängig voneinander – mit der S7 vom Flughafen nach Wien. Beide hatten teure Instrumente dabei, die entwendet wurden.
Der Himmel hängt für Fani V. (40) derzeit nicht voller Geigen: Die Berufsmusikerin kam am 25. August am Flughafen an, nahm um 10.18 Uhr die S7 in Richtung Floridsdorf. Ihre Barock-Violine (Wert: 12.000 Euro) verwahrte sie – gemeinsam mit 1.600 Euro Bargeld! – in einem Geigenkasten auf, den sie in die Gepäck-Ablage legte: "Ich war völlig übernächtigt. Dann bin ich leider eingenickt", so die Wienerin. In Floridsdorf kam das (böse) Erwachen: Instrument und Geld waren weg!
Am 5. September dann der nächste Fall: Isabella W. (22) stieg gegen 22 Uhr am Flughafen in die S7, fuhr bis zum Handelskai. Nach dem Aussteigen bemerkte die Studentin, dass sie ihre Mittelalter-Fiedel (Wert: 5.000 Euro) im Zug vergessen hatte: "Ich habe die Fiedel erst seit einem Jahr. Sie wurde extra für mich angefertigt", ist sie verzweifelt.
Keine Video-Aufzeichnungen der Diebstähle
Nachfragen bei ÖBB und Fundamt blieben ergebnislos, die Frauen erstatteten Anzeige bei der Polizei. Die Beamten gehen von Gelegenheitsdieben aus, die Ermittlungen sind schwierig: "In einem Fall war es eine alte S-Bahn-Garnitur ohne Videokamera. Im zweiten Fall wurde erst fünf Tage nach dem Verschwinden Anzeige erstattet, die ÖBB muss die Video-Aufzeichnungen aber nach zwei Tagen löschen", so Polizeisprecher Paul Eidenberger. (cz)