Melzer/Peya einziger Lichtblick Olympia

Bitterer Olympia-Auftakt für Österreichs Athleten

Bitterer Olympia-Auftakt für Österreichs Athleten

Enttäuscht: Turner Fabian Leimlehner, Tennis-HoffnungTamira Paszek und Judoka Ludwig Paischer (von links nach rechts) (© APA)

ÖOC-Fehlstart
Enttäuscht: Turner Fabian Leimlehner, Tennis-HoffnungTamira Paszek und Judoka Ludwig Paischer (von links nach rechts)
Das österreichische Team hat am Samstag einen ernüchternden Olympia-Auftakt verzeichnet. Die als Medaillenhoffnungen gehandelten Ludwig Paischer und Tamira Paszek mussten bereits früh die Segel streichen, und auch die restlichen am ersten von 16 Wettkampftagen im Einsatz gewesenen rot-weiß-roten Sportler vermochten bis auf eine Ausnahme nicht zu überzeugen.

Für diesen Lichtblick sorgten Jürgen Melzer/Alexander Peya mit einem Doppel-Erstrundenerfolg gegen die britischen Hoffnungsträger Andy und Jamie Murray. Sie bezwangen die von tausenden Fans angefeuerten Schotten nach hartem Kampf 5:7,7:6(6),7:5.

Ludwig Paischer: "Da ist nur eine Leere"
Judoka Paischer musste vier Jahre nach Silber in Peking bereits in Runde zwei gegen den usbekischen Weltranglisten-Ersten Rischod Sobirow die Segel streichen. "Momentan habe ich keine Gefühle, da ist nur eine Leere", konstatierte der enttäuschte Salzburger.

Im Einzel ist das Abenteuer Olympia für Tamira Paszek schon wieder vorbei.
Im Einzel ist das Abenteuer Olympia für Tamira Paszek schon wieder vorbei.
Erstrundenout für angeschlagene Paszek
Gleich in der ersten Runde erwischte es Tennis-Hoffnung Paszek in Wimbledon. Die an gleicher Stelle vor wenigen Wochen im Grand-Slam-Turnier noch ins Viertelfinale gekommene Vorarlbergerin unterlag der Französin Alize Cornet 6:7(4),4:6. "Es hat mir einfach an Konstanz gefehlt und ich habe zu eintönig gespielt", resümierte Paszek, die sich beim Stand von 4:3 eine Blessur an der Achillessehne zugezogen hatte.

Paszek darf mit Jürgen Melzer noch auf eine Wildcard für den Mixed-Bewerb hoffen, die Entscheidung fällt am Dienstag.

Eisel und Schorn im Radrennen weit hinten
Im von rund einer Million Zuschauern beobachteten Radstraßenrennen hatten Bernhard Eisel und Daniel Schorn nichts mit der Entscheidung zu tun und landeten jenseits der Top 30.

Sportschützin Obermoser auf Platz 19
Sportschützin Stephanie Obermoser verpasste im Luftgewehrbewerb das Finale. Sie darf im Kleinkaliber-Dreistellungsmatch noch einmal antreten.

Waterloo für Schwimmerinnen
Mit dem klaren Vorlauf-Aus über 100 m Delfin sind die London-Spiele für Koschischek bereits wieder vorbei. Steinegger scheiterte über 400 m Lagen ebenfalls klar, ihr bleiben aber noch die 200 m Kraul am Montag zur Wiedergutmachung.

Doris und Stefanie Schwaiger
Doris und Stefanie Schwaiger bei ihrem Auftaktspiel im Horse Guards Parade in London
Fehlstart der Schwaiger-Schwestern
Die Beach-Volleyballerinnen Doris und Stefanie Schwaiger zeichneten für einen weiteren Fehlstart verantwortlich. Die Olympia-Fünften von 2008 mussten sich zum Auftakt den Tschechinnen Marketa Slukova/Kristyna Kolocova 1:2 (10,-13,-13). Zwei weitere Gruppenspiele bleiben den Schwestern noch, um den erhofften Aufstieg sicherzustellen.

Badminton-Pleite für Prutsch
Ebenfalls eine Auftaktpleite kassierte im Badminton Simone Prutsch, die ihr erstes Gruppenspiel gegen die Türkin Neslihan Yigit 0:2 (-18,-10) verlor. Vielseitigkeitsreiter Harald Ambros ließ in seiner Gruppe in der Dressur nur zwei von 37 Teilnehmern hinter sich. Trotzdem war der Oberösterreicher mit diesem Teilbewerb "nicht unzufrieden".

Turner Leimlehner: "Ein Scheiß"
Stinksauer war hingegen Turner Fabian Leimlehner nach seiner schwachen Vorstellung in der Mehrkampf-Qualifikation. "Ein Scheiß. Jetzt muss ich noch einmal vier Jahre anhängen, um das auszubügeln", sagte der Vorarlberger, der sich als erster Österreicher seit 52 Jahren für Olympische Spiele qualifiziert hatte, in London aber meilenweit vom Finaleinzug entfernt war.

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