2:0 gegen Italiener Olympia

Doppler/Horst punkten nachts gegen Favoriten

OLYMPIA 2012 IN LONDON: BEACH-VOLLEYBALL / DOPPLER

Clemens Doppler wehrt einen Ball der Gegner ab

OLYMPIA 2012 IN LONDON: BEACH-VOLLEYBALL / DOPPLER

Clemens Doppler wehrt einen Ball der Gegner ab

Als große Außenseiter waren sie ins olympische Beach-Volleyball-Turnier gegangen. Nach zwei starken Leistungen stehen Clemens Doppler und Alexander Horst plötzlich vor dem Einzug ins Achtelfinale. Nach ihrer knappen Auftaktniederlage gegen die brasilianischen Weltmeister Emanuel/Alison setzten sich die Österreicher am späten Dienstagabend gegen die höher eingeschätzten Italiener Paolo Nicolai/Daniele Lupo mit 2:0 (18,17) durch.

Doppler/Horst machten damit einen großen Schritt in Richtung Überstehen der Gruppenphase. Mit einem Sieg am Donnerstag (21.00 Uhr MESZ) gegen die Schweizer Patrick Heuscher/Jefferson Bellaguarda stünde das ÖOC-Duo direkt im Achtelfinale. Selbst eine Niederlage im abschließenden Gruppenspiel könnte immer noch für den Einzug ins Play-off der Gruppendritten um den Achtelfinal-Einzug reichen - sofern sie nicht zu hoch ausfällt.

"Zwei solche Spiele geben Selbstvertrauen", versicherte Doppler. "Wir dürfen aber nicht übereuphorisch sein. Wir haben in Wahrheit noch nichts erreicht." Abgesehen vom vielleicht höchsten Leistungsniveau in dieser Saison - immerhin standen die Italiener heuer bereits zweimal bei Grand-Slam-Turnieren auf dem Podest. "Das ist ein extrem starkes Team", erinnerte Horst. Der 2,03 m große Nicolai gilt als einer der besten Blockspieler der Welt.

Sieg nach zwei Niederschlägen
Zweimal haben Doppler/Horst in diesem Jahr bereits gegen die Italiener verloren. Auf der größten Beach-Volleyball-Bühne der Welt, dem 15.000 Zuschauer fassenden Court auf dem Horse Guards Parade, waren sie da. "Wir haben das ganze Jahr auf diese Spiele hintrainiert", betonte Horst. "Wir haben Prioritäten gesetzt. Wenn wir gut spielen, wissen wir, dass wir jeden schlagen können. Das hat man in den ersten zwei Spielen gesehen."

Bei kühlen 15 Grad und ungewohntem Flutlicht setzten die erst seit dieser Saison zusammenspielenden Österreicher ihre Konkurrenten mit scharfem Service unter Druck - eine Waffe, die schon gegen die Brasilianer gut funktioniert hatte. Dazu packte in entscheidenden Szenen immer wieder Horst sein gefühlvolles Händchen aus. "Wir sind aber noch nicht auf unserem Leistungsmaximum", versicherte der 29-jährige Wiener. "Da geht noch was."

(APA/red)


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