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01.08.2012
Olympia-Flop
8 Badminton-Spieler aus Turnier ausgeschlossen
Der Schiri ermahnt beide Teams, sich an den Olympischen Gedanken zu erinnern. (© Reuters)
Schon vor der Entscheidung hatten der Organisationschef der Spiele Sebastian Coe und IOC-Sprecher Mark Adams das Verhalten der Spielerinnen aus China, Südkorea und Indonesien als inakzeptabel gegeißelt. Folgerichtig wurde die Entscheidung des Badminton-Verbands auch begrüßt. Die Spiele verlassen müssen die Spielerinnen allerdings nicht.
Wollten Aufeinandertreffen aus dem Weg gehen
Betroffen ist unter anderem das topgesetzte Doppel Wang Xiaoli und Yu Yang, das sein Gruppenspiel gegen die Koreaner Jung Kyung Eun und Kim Ha Na mit 14:21,11:21 absichtlich verlor. Die Chinesinnen wollten damit ein frühzeitiges Aufeinandertreffen mit dem zweiten chinesischen Doppel vermeiden. "Wir waren schon qualifiziert, wir wollten Kraft sparen für die K.o.-Runden", verteidigte Yu Yang ihr Verhalten.
Dass die Chinesinnen in den Skandal verwickelt sind, ist besonders pikant. Denn vor einiger Zeit hatte Cheftrainer Li Jongbo sogar öffentlich eingeräumt, dass es 2004 bei den Olympischen Spielen im Halbfinale des Damen-Einzels eine Absprache gegeben hatte. Die chinesische Olympia-Mannschaft leitete mittlerweile selbstständig Ermittlungen wegen der Vorfälle vom Dienstagabend ein.
Im Verlieren weniger "begabt"
Südkoreas Cheftrainer Sung Han-Kook räumte ein, dass auch seine zwei Doppel versucht hätten, ihre Spiele gegen Teams aus China bzw. Indonesien zu verlieren. Dies sei aber lediglich die Reaktion auf das Verhalten der Gegnerinnen gewesen. Letztlich waren die beiden koreanischen Doppel im Verlieren weniger "begabt" und gewannen die jeweiligen Matches, in denen die Referees jeweils mit Disqualifikationen wegen des Verhaltens der Spielerinnen drohten.
Die beiden betroffenen Partien waren vom Publikum in der Wembley Arena mit wütenden Pfiffen und "Betrug"-Rufen verfolgt worden. Speziell die Chinesinnen schupften so gut wie jeden Aufschlag ins Netz oder feuerten die Bälle offensichtlich absichtlich ins Out.
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