Funktionäre im Visier Olympia

Jukic-Attacke gegen Österreichs Schwimm-Sport

Jukic-Attacke gegen Österreichs Schwimm-Sport

Dinko Jukic: Die persönliche Bestzeit reichte nicht. (© APA)

Dinko Jukic
Dinko Jukic: Die persönliche Bestzeit reichte nicht.
Starker vierter Platz über die 200 Meter Delfin, dann teilte Schwimmstar Dinko Jukic  in London kräftig aus – gegen unfähige und rassistische Funktionäre, gegen ein überholtes System und gegen Schwimm-Boss Paul Schauer. Heute hat die besten Sager:
  • Über schlechtes Englisch: "Von mir wird erwartet, dass ich mich mit einem Michael Phelps messe. Aber dann muss sich der Verband auch mit den amerikanischen Funktionären messen lassen. Bei uns gibt es Leute, die nicht einmal Englisch können. Die kommen von einer Team-Sitzung und wenn man fragt, worum es ging, dann heißt es: Ich habe die Hand gehoben, wenn die Deutschen die Hand gehoben haben."
  • Über Rassismus: "Leute, die Ergebnisse bringen, müssen sich von einem Verbandsfunktionär sagen lassen: "Du Scheiß-Tschusch, schleich dich dorthin, wo du hergekommen bist." Das wurde bis heute nicht sanktioniert."
  • Über Sportförderung: "Man muss nur schauen, wie viele Medaillen in den letzten 20 Jahren aus den Leistungszentren gekommen sind – keine."
  • Über Paul Schauer: "Er redet unsere Ergebnisse sehr gut schön. Ohne Rogan und Jukic schaut es  jedoch düster aus."
Nach seiner Verbal-Watsche tauchte Jukic im Olympia-Dorf ab. Er bereitet sich auf seinen nächsten Einsatz vor – die 100 Meter Delfin.

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2 Kommentare
Sunny_Y Veteran (421)

Antworten Link Melden 0 am 02.08.2012 07:19

wenn man sich ansieht, welch riesiger Tross an Funktionären bei internationalen Bewerben dabei ist, die sich nur ein schönes Leben auf Kosten anderer machen und nichts leistn, wird einem schlecht.
Natürlich gibt es auch positive Beispiele. Aber wie überall, fehlt es auch hier an einem vernünftigen Management an Stelle der üblen Freunderlwirtschaft!

christian1965 Veteran (643)

Antworten Link Melden 0 am 02.08.2012 07:01

wenn er sich in österreich unwohl fühlt kann er jederzeit nach kroatien zurück, wie er es ja auch angedroht hat, wenn das verfahren gegen ihn nicht eingestellt wird. man sollte reisende nie zurückhalten, vielleicht können dort alle englisch und wissen was sie tun!

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