Kampf geschoben Olympia

Ringrichter sorgt für Skandal beim Box-Turnier

Satoshi Shimizu, Ischanguli Meretnjiasow und Magomed Abdulhamidow

Ohne mit der Wimper zu zucken erklärte Meretnjiasow den unterlegenen Boxer zum Sieger

Satoshi Shimizu, Ischanguli Meretnjiasow und Magomed Abdulhamidow

Ohne mit der Wimper zu zucken erklärte Meretnjiasow den unterlegenen Boxer zum Sieger

Nach dem Schiedsrichter-Skandal beim Fechtturnier gibt es nun Aufregung bei den Boxern. Ein Ringrichter wurde von den Spielen ausgeschlossen, weil er vermutlich für das Ergebnis sorgte, das jemand sehen wollte.

Satoshi Shimizu, Ischanguli Meretnjiasow und Magomed Abdulhamidow

Der Japaner schickte seinen Gegner sechsmal auf die Bretter

Stein des Anstoßes, der die Ermittlungen gegen Ringrichter Ischanguli Meretnjiasow ins Rollen brachte, war ein Kampf im Bantamgewicht (bis 56 Kilogramm). Der Aserbaidschaner Magomed Abdulhamidow war am Mittwoch im Duell gegen den Japaner Satoshi Shimizu mit 22:17 Punkten ursprünglich zum Sieger erklärt worden.

Die Entscheidung des Ringrichters aus Turkmenistan war aus mehreren Gründen umstritten. Zum einen schlug Shimizu seinen Kontrahenten allein in der dritten Runde sechsmal zu Boden. Zudem widersetzte sich der Schiedsrichter den Regeln, die besagen, dass er einen Boxer, der bereits drei Mal niedergeschlagen wurde, bei jedem Fall auf den Boden anzählen müsste. Das tat er nicht.

Der Boxweltverband reagierte am Donnerstag und korrigierte nachträglich das Kampfergebnis. Dem Japaner wurde der Sieg wegen Überlegenheit zugesprochen. Meretnjiasow wurde von den Spielen ausgeschlossen und zurück nach Turkmenistan geschickt.


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