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Goldkurs: US-Dreamteam locker ins Finale

Goldkurs: US-Dreamteam locker ins Finale

Emanuel Ginobili (ARG) hat gegen Kobe Bryant und die US-Boys keine Chance. (© APA)

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Emanuel Ginobili (ARG) hat gegen Kobe Bryant und die US-Boys keine Chance.
Der Topfavorit lässt sich nicht von seinem Goldkurs abbringen. Die USA spazierten am Freitag programmgemäß ins Finale des olympischen Basketball-Turniers. Dort wartet am Sonntag in einer Neuauflage des Olympia-Finales von 2008 Europameister Spanien auf den Titelverteidiger. Im Halbfinale gab sich das US-Starensemble gegen Argentinien keine Blöße, siegte ungefährdet 109:83 (45:37).

Ein Spaziergang war es allerdings erst nach der Pause, als Kevin Durant und Carmelo Anthony ihr Visier richtig eingestellt hatten. Durant versenkte im dritten Viertel, sein Teamkollege im vierten Viertel jeweils vier Dreipunkter - die Entscheidung. Dazu wurde den 14.000 begeisterten Zuschauern in der North Greenwich Arena von London im Finish noch eine ansprechende Flugshow geboten. "USA, USA, USA", hallte es zum Dank von den Rängen.

Topscorer war Durant mit 19 Zählern, dicht gefolgt von Anthony und Superstar LeBron James mit je 18. Schon in der Gruppenphase hatten die US-Amerikaner den Olympiasieger von 2004 mit 119:86 abgefertigt. Diesmal blieben sie zwar knapp unter ihrem Turnierschnitt von bis dato 118 Punkten pro Spiel, dafür überzeugten sie auch in der Defensive. Immer wieder wurden die Südamerikaner zu schwierigen Würfen gezwungen.

Argentinier mussten Überlegenheit akzeptieren
Der Favorit hatte das Spiel von Beginn an unter Kontrolle. Kobe Bryant scorte bereits im ersten Viertel elf Punkte. Wie 2008 in Peking mussten die Argentinier im Olympia-Halbfinale die Überlegenheit des NBA-Ensembles anerkennen. Vier Jahre davor hatten sie den US-Amerikanern in derselben Turnierphase ihre bitterste Niederlage zugefügt. Der Topfavorit musste sich zum bisher einzigen Mal in der Ära von NBA-Stars bei Olympia (seit dem "Dream Team" 1992 in Barcelona) mit Bronze begnügen.

Sonst war es immer Gold, das will diesmal Spanien verhindern. Der Europameister drehte sein Halbfinale gegen Russland in der zweiten Hälfte, siegte 67:59 (20:31). Schon vor vier Jahren in Peking hatten die Spanier die US-Amerikaner im Endspiel gefordert. "Zum zweiten Mal infolge im Finale zu stehen, ist eine unglaubliche Leistung. Das ist nicht selbstverständlich für uns", betonte Starcenter Pau Gasol, mit 16 Punkten bester Werfer. "Damit wollen wir uns aber noch nicht zufriedengeben."

Die Spanier lagen nach offensivschwachem Start bereits mit 13 Punkte zurück, eine Energieleistung im dritten Viertel brachte sie vor den Augen von Königin Sofia aber zurück. Jose Calderon versenkte nach der Pause vier Dreier, kam auf insgesamt 14 Zähler. Die Iberer, Weltmeister von 2006, revanchierten sich an den Russen für eine 74:77-Niederlage in der Gruppenphase. Diese spielen Sonntagmittag gegen Argentinien um ihre erste Basketball-Olympiamedaille seit dem Zerfall der Sowjetunion.

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