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12.08.2012
Olympia-Flops
Die Österreicher, Betrüger und leere Plätze
Es gab auch ein paar Schattenseiten bei den Spielen. (© EPA)
+++ Tops: Bolt, Phelps und das Veranstalterland +++
Ludwig Paischer als Symbol des darniederliegenden österreichischen Sports. (© APA)
Badminton-Betrüger: Acht Doppel-Spielerinnen aus China, Südkorea und Indonesien haben für DEN Olympia-Skandal in London gesorgt. Die vier asiatischen Paarungen hatten versucht, sich durch absichtliche Niederlagen in ihren letzten Gruppenspielen zunächst leichtere Gegner in der K.o.-Phase zu verschaffen. Wegen dieses unsportlichen Verhaltens wurden sie allesamt von den Spielen ausgeschlossen. Der Weltverband (BWF) kündigte an, noch dieses Jahr über den künftigen Olympia-Modus zu entscheiden. Eine Abschaffung der Gruppenspiele wird erwartet.
Bei vielen Veranstaltungen blieben die Zuseher aus. (© EPA)
Schwimmer aus Deutschland und Italien: Noch bei der Debrecen-EM Ende Mai waren die Schwimmer aus Deutschland und Italien im Medaillenspiegel hinter dem Gastgeberland Ungarn auf den Rängen zwei und drei gelandet, bei den Spielen kam aber der tiefe Fall. Beide Teams blieben in den 32 Becken-Bewerben ohne Podestplatz. Den Deutschen war das 80 Jahre lang nicht passiert.
Schwimm-Qualifikationsrichtlinien: Die für die London-Spiele vom internationalen Schwimmverband (FINA) neu geregelten Limitbestimmungen haben sich nicht bewährt. Die nach den fix qualifizierten Athleten nachgerückten Aktiven haben teilweise viel zu spät von ihrer Nominierung erfahren, einige waren davor sogar schon in die Sommerpause gegangen und mussten ihre Form noch einmal aufbauen. Ob es für Rio 2016 eine Änderung gibt, ist noch unklar.
Computer korrigiert Kampfrichter: Ein Computer hat beim Hammerwurf der Damen selbstständig die Weitenmesser korrigiert. Die Anlage war so programmiert, dass sie bei zwei exakt gleichen Messergebnissen hintereinander automatisch einen Fehler der Kampfrichter annimmt. Das passierte, als die Deutsche Betty Heidler genauso 77,13 Meter warf wie die vor ihr werfende Tatjana Lysenko. Erst nach einiger Verwirrung wurde der Computer korrigiert und Heidler die Bronzemedaille zugesprochen.
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